Bericht der Geschäftsführung für das Jahr 2017

Trägerziele

INA.KINDER.GARTEN gGmbH ist den satzungsgemäßen Zielen im Jahr 2017 durch den Betrieb von 18 Kindertagesstätten in Berlin mit der pädagogischen Ausrichtung nach dem Situationsansatz nachgekommen. Die Kindertagesstätten waren auch zu Konsultationszwecken für Besucher geöffnet.

Wie in den Vorjahren hat INA.KINDER.GARTEN die Trägerziele auch im Jahr 2017 beibehalten und konzeptionell weiter vorangebracht: Gesundheitsförderung und Diversity und Gender, das schließt vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung ein.

Sitzungen des Beirats

Dem satzungsgemäß verankerten Beirat gehörten im Jahr 2017 nach wie vor Prof. Annette Dreier, Professorin und Leiterin des Studiengangs BABEK an der Fachhochschule Potsdam, Serv Vinders, Politikberater in den Niederlanden und Dr. Tal Pery, Unternehmensberater, an. Neu berufen wurde im Mai 2016 Anette Baumann, ehemals Kitaleiterin. Vorsitzender des Beirates ist Serv Vinders. Laut Gesellschafterbeschluss vom 26.09.2017 wurden die Beiräte von Dezember 2017 bis November 2019 erneut berufen.

Inhalte der Beiratssitzungen im Jahr 2017
Im Jahr 2017 fanden vier Sitzungen des Gremiums statt, am 27. März, am 29. Mai und am 25. September und am 07. Dezember. Am 27. Mai trafen sich der Beirat und der Leitungsbeirat nachmittags gemeinsam.

Organisationsentwicklung
Im Jahr 2017 hat der Beirat, gemeinsam mit der Geschäftsführung, die Struktur des Trägers kritisch betrachtet. Wir haben in Folge zwei Regionalleiterinnen eingestellt, die für Belange der Kitas zuständig sind. Die Aufgabe der Fachberaterin haben die beiden Mitarbeiterinnen übernommen, die bereits als Assistentinnen der pädagogischen Geschäftsführerin tätig waren und entsprechende Qualifikationen mitbringen.

Neustrukturierung des Kurses „Spezialist*in für Bildungsprozesse im Situationsansatz“
Der Beirat hat sich mit Ideen an der Neustrukturierung des Kurses Spezialistin für den Situationsansatz beteiligt. S. a. Pädagogische Qualität

Neben der Organisationsentwicklung war das Thema Mitarbeiterbindung ein weiterer Hauptschwerpunkt der Arbeit des Beirates im Jahr 2017.

Die Bindung junger Mitarbeitender wurde in den Fokus genommen. Dazu führten die Trainees für Leitungsfunktion formlose Interviews mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durch, die am Anfang ihres Berufslebens stehen.

Aus den Interviews konnten folgende Erkenntnisse gewonnen werden: Zur Attraktivität des Arbeitgebers trägt das pädagogische Konzept in hohem Maße bei. Auch eigene Ideen in die Kita einbringen zu können, ist ein wichtiger Grund dort zu bleiben. Darüber hinaus tragen Faktoren wie ein gutes Arbeitsklima oder Leitungen, die Vertrauen in ihre Mitarbeiter*innen setzen, die bezahlten Fortbildungen während der Arbeitszeit und die Vielzahl der Kitas mit ihren unterschiedlichen Profilen zur Bindung bei. Daraus kann der Schluss gezogen werden, dass schlechte Stimmung, ungelöste Konflikte im Team oder fehlende Kompetenz der Leitung dazu führen könnten, den Träger zu verlassen. Der Beirat und die Geschäftsführungen setzten sich mit den Vorschlägen der Trainees, die aus den Befragungsergebnissen gewonnen werden konnten, auseinander:
  • Den Mitarbeiter*innen andere Kitas bekannt machen, Hospitationen ermöglichen, diese in die Fortbildungsplanung der Kita integrieren, alternativ können Kitas Tage der offenen Tür anbieten.
  • Die Nähe zum Situationsansatz ist wichtig, Schnupperkurse anbieten
  • Gutes Klima, Wertschätzung zeigen, wie ist die Atmosphäre in der Kita, die Bedeutung des Erstkontakts sowohl in der Kita als auch der Geschäftsstelle, Durchlässigkeit, flache Hierarchie zeigen.
  • Leitung muss am Team bleiben, Zusammenwachsen fördern und ermöglichen
  • Teamtage, Standard definieren
  • Mitarbeiter*innen der Geschäftsstelle stellen sich in Fortbildungen vor, um Distanz abzubauen.
Im Workshop mit den Kitaleitungen wurden im Januar 2018 diese Vorschläge ebenfalls aufgegriffen und bearbeitet.

Sitzungen des Beirats der Kitaleitungen


Dem Beirat gehören für die Jahre 2016/17 folgende Leiterinnen an: Barbara Rüdiger und Ilona Genrich-Klatt; Monika Licht und Sylvia Biedenweg; Brigitte Lüttschwager und Justyna Schmelter. Der Leitungsbeirat traf sich am 29. Mai halbtags mit dem externen Beirat und zu einer weiteren Ganztagssitzung am 17. September.

Hier wurden die Inhalte für den Leitungsworkshop im Januar 2018 vorbereitet, die sich mit der Überarbeitung der Aufgabenbeschreibung der Kitaleitung und den Qualitätsansprüchen an Kitaleitung beschäftigten. Es wurde überlegt, welche Absprachen in den künftigen Regionen und im Gesamtgremium der Kitaleitungen getroffen werden sollen. Außerdem wurde überprüft und diskutiert, durch welche Recruiting-Strategien Mitarbeitende geworben werden konnten oder welche Punkte unseres Recruiting-Konzeptes künftig verändert werden sollten.

Für das Jahr 2018 wurde der Beirat neu zusammengesetzt. Wir folgen immer dem Prinzip, eine Leitung bleibt weitere zwei Jahre im internen Beirat, während die Leitung, die bereits zwei Perioden absolviert hat, ausscheidet. Da wir ab 2018 die Kitas in zwei Regionen gegliedert haben, denen jeweils eine Regionalleiterin vorsteht, haben wir uns darauf geeinigt, dass drei Leiter*innen pro Region entsandt werden, sich die Größe also nicht reduziert. Für die Leitungskräfte der Tochtergesellschaft INA.KINDER.GARTEN Berlin ist ein weiterer Sitz reserviert.

Pädagogische Qualität


Im Jahr 2017 haben Marit Vogt und Katja Winkelmann die Fachberatung für die Kitas übernommen. Beide verfügen bereits über die notwendige Qualifikation für diese Tätigkeit und waren bereits als Assistentinnen der der pädagogischen Geschäftsführerin tätig. Daneben wird die Fortbildungsplanung wird von beiden eigenständig weitergeführt.

Ebenfalls in diesem Jahr haben beide für die Qualifizierung „Spezialist*in für Bildungsprozesse im Situationsansatz“ einen neuen inhaltlichen Zuschnitt erarbeitet. Im Tarifvertrag ist formuliert, dass alle Mitarbeitenden diesen gehaltsaufstiegsrelevanten Kurs innerhalb von drei Jahren absolvieren. Durch eine höhere Fluktuation in den Einrichtungen ist es schwieriger geworden, diese 21-tägige Qualifizierung in einem relativ kurzen Zeitraum zu absolvieren. Deshalb haben wir im Jahr 2017, abweichend vom Tarifvertrag, arbeitsvertraglich formuliert, dass der Zeitraum auf fünf Jahre verlängert wird.

Der Beirat formulierte, dass sich die neuen Mitarbeitenden frühzeitig mit den Trägerschwerpunkten auseinandersetzen, auch, damit ein gemeinsames Verständnis vom Situationsansatz in den Teams der Kitas herrscht. Die Kitaleitungen haben den Wunsch, dass die Mitarbeitenden mehr Zeit für die Absolvierung der Qualifizierung haben.

Ab dem Jahr 2018 wird das Qualifizierungskonzept innerhalb des ersten Beschäftigungsjahres mit einem fünftägigen Grundlagenkurs zum Situationsansatz starten. Diesen absolvieren alle Beschäftigten, auch die Quereinsteigenden. Ein Vertiefungsmodul nimmt die Themen des Grundlagenkurses in den nächsten Jahren auf. Zwei weitere Module beschäftigen sich mit den Themen Partizipation und Vielfalt und werden unverändert durchgeführt. Den Abschluss bildet eine schriftliche Arbeit. Das Thema „Beobachtung und Dokumentation“ zieht sich als Querschnittsaufgabe durch jedes Modul.

Sprach-Kitas – Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist
Das Bundesprogramm „Sprach-Kitas – Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ konnte mit Fördermitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Jahr 2017 in 18 Kitas von INA.KINDER.GARTEN umgesetzt werden. Auch die Tochtergesellschaft SieKids von INA.KINDER.GARTEN Berlin gGmbH ist an diesem Projekt beteiligt. Jeder Sprach-Kita steht eine zusätzliche halbe Stelle einer Fachkraft bzw. zwei halbe Stellen zur Verfügung (Prenzlauer Berg, Flurweg, Preußstraße).

In den Sprach-Kitas gab es folgende Schwerpunkte
  • Exemplarische sprachpädagogische Bildungsarbeit mit den Kindern (Modelle guter Praxis),
  • die Beratung, Begleitung und fachliche Unterstützung des Kita-Teams u.a. zum überarbeiteten Sprachlerntagebuch oder die Unterstützung bei der sprachlichen Entwicklungseinschätzung
  • Teamfortbildungen: alltagsintegrierte sprachliche Bildung; Sprache und Musik/Bewegung,
  • Erheben und visualisieren der Familiensprachen
  • thematische Elterncafés, Vorlesetage mit Eltern
  • Anschaffung und Einführung von technischen Geräten für die Beobachtung und Dokumentation (Laptops, Kamera, Diktiergeräte, Drucker, digitale Bilderrahmen)
  • Anschaffung neuer sprachanregender Materialien und Fachliteratur.


Die externe zusätzliche Fachberatung hat der Sprachbildungsexperte Felix Hartung inne. Er begleitet die Kitas, führt mit ihnen regelmäßige Beratungsgespräche durch und besucht sie alle sechs bis zehn Wochen vor Ort. Außerdem qualifiziert er die Tandems (Leitung plus Fachkraft) zu den drei Säulen des Bundesprogrammes (Sprachliche Bildung; Zusammenarbeit mit Familien; Inklusive Pädagogik). Im regelmäßigen Abstand findet die Sprach-AG in einer Sprach-Kita statt. Die Fachkräfte tauschen sich hier vor Ort über gute Beispiele sprachlicher Bildung aus. Am 11. Mai 2017 fand der Träger-Fachtag unter dem Motto „Sprachen sind der Schlüssel zur Welt“ statt. Alle Kolleg*innen verteilten sich nach einer Begrüßung und einem Impulsvortag von Frau Dr. Nathalie Thomauske („Durch eine inklusive mehrsprachige Bildung Exklusion widerstehen?!“) in 19 Workshops, die sich alle mit dem Thema Sprache beschäftigten, beispielsweise: Philosophieren mit Kindern, Sprache und Bewegung, Herausfordernde Situationen in Elterngesprächen, Sprachliche Bildung und Essen, Gebärden unterstütze Kommunikation oder auch Beschwerden von Kindern erkennen und bearbeiten. Ein besonderer Schwerpunkt lag auch auf der Darstellung der Vielfalt der Familien und deren Familienkulturen, die sprachanregende Anlässe bietet. Parallel zur Mittagspause lief ein Marktplatz auf dem jede Kita einen Aspekt ihrer Arbeit aus dem Bereich Sprachlicher Bildung präsentierte. Die Themen reichten von Partizipation beim Essen, frühe Literacy-Erfahrungen durch Bilderbuchgestaltung oder inspirierenden Projektdokumentationen. Die Beispiele zeigten, dass in unseren Kitas schon viel bewegt wird und die Gestaltung der sprachlichen Bildung im Kita-Alltag kein Neuland ist. Am Nachmittag fanden sich dann die Teams der einzelnen Kitas wieder zusammen und berichteten sich gegenseitig von den Erkenntnissen aus den Workshops und diskutierten, wie sie diese in die tägliche Arbeit mit Kindern und Familien einbringen können.

KitaPlus: Weil gute Betreuung keine Frage der Uhrzeit ist
In vielen Berufen haben sich in den letzten Jahren die Arbeitszeiten stark verändert. Filialen des Einzelhandels etwa haben vielerorts länger geöffnet als früher, Schichtbetrieb ist mehr und mehr auch in der Dienstleistung verbreitet. Vor allem Mitarbeiter*innen von Kliniken, von Flughäfen, der öffentlichen Verwaltung, der Polizei oder des Handels brauchen daher Kindertageseinrichtungen, die dann geöffnet sind, wenn sie ihrer Arbeit nachgehen. Den Bedürfnissen dieser Eltern kommen wir mit der Teilnahme am Programm „KitaPlus“ entgegen.

Zwei Kindertagesstätten des Trägers INA.KINDER.GARTEN nehmen an diesem Programm teil,
  • INA.KINDER.GARTEN Brüsseler Straße (Mitte),
  • INA.KINDER.GARTEN Flurweg (Neukölln)
und als dritte Einrichtung die Betriebskita der SIEMENS AG, die von unserer Tochtergesellschaft INA.KINDER.GARTEN Berlin getragen wird
  • SieKids (Spandau).
Alle drei Kitas bieten seit Juli 2016 Öffnungszeiten in den Abendstunden und die Kita Flurweg auch am Wochenende an. Eltern ermöglicht dies, ihre Kinder flexibel zu bringen und abzuholen, im Tagesverlauf ergeben sich fließende Übergänge, die von den Erzieher*innen bewusst und aktiv gestaltet werden. Dafür wurden zusätzliche Personalressourcen und Sachmittel zur Verfügung gestellt.

Der INA.KINDER.GARTEN Brüsseler Straße hat im Jahr 2017 das Spätdienstkonzept erweitert und inhaltlich die Rolle der Spätdienstkräfte im Team neu definiert. Ein eigener Raum für den Spätdienst und für Vorlese- und Philosophiestunden innerhalb des Tages wurde eingerichtet. Die beiden Spätdienstkräfte, die jeweils mit 75 % Regelarbeitszeit beschäftigt sind, bieten im Lauf des Nachmittags gruppenübergreifende Angebote, wie Ausflüge, Kinderyoga und Philosophieren mit Kindern und Musik an. Im Jahr 2017 wurde ab 17:30 Uhr ein Abendessen für die Kinder eingeführt. Ein Werbebanner am Zaun macht Eltern auf die erweiterten Öffnungszeiten von 6.00 bis 19.00 Uhr aufmerksam. Das führte zu einem starken Anstieg der Anmeldungen, für einen Kitaplatz mit bedarfsgerechter Öffnung bis in die Abendstunden. Hinderlich ist nach wie vor die Ungewissheit über den weiteren Projektverlauf über den 31.12.2018 hinaus.

Im INA.KINDER.GARTEN Flurweg wurden im Jahr 2017 neben den erweiterten Öffnungszeiten bis 21:00 Uhr die Samstagsöffnung eingeführt. Der Abenddienst wird immer von denselben zwei Fachkräften abgedeckt, so dass eine hohe Kontinuität für Kinder und Eltern besteht. Die Betreuung am Samstag wird von Studentinnen übernommen, die bereits einen pädagogischen Abschluss haben. Besonders förderlich für die Zielerreichung waren die Planungssicherheit für die Eltern und die durchgängig hohe Akzeptanz aller Mitarbeiter*innen für die Samstags- und Abendbetreuung. Die Eltern werden bestärkt, dieses Angebot für ihre Kinder selbstverständlich in Anspruch zu nehmen. Eltern geben ihre positive Einstellung auch an andere Eltern weiter. Alle Mitarbeiterinnen im Samstagsdienst haben ihre sehr positive und vertrauensvolle Beziehung zu den Kindern und Eltern vertieft. Die Bedarfe für die Abendzeiten und Samstagsöffnungen haben sich kaum verändert und sind etabliert. Überwiegend, aber nicht ausschließlich benötigen Kinder, die im Abenddienst sind, auch die Samstagsbetreuung.

Eine Evaluation, in der Eltern zu ihren Erfahrungen und Wünschen befragt wurden, hat stattgefunden. Die Auswertung hat die dringende Notwendigkeit der Aufrechterhaltung der familienfreundlichen Öffnungszeiten im Sinne der Vereinbarkeit von Beruf und Familie ergeben. Eltern erwarten berufliche Einschränkungen bis hin zur Arbeitslosigkeit wenn das Bundesprogramm KitaPlus ausläuft. Mit dem in Berlin etablierten Personalschlüssel kann die Kita die Öffnungszeiten nicht weiter anbieten. Eine Anpassung des Gutscheinsystems und eine entsprechende Ausfinanzierung sind zur Verstetigung und Nachhaltigkeit des bisherigen Angebotes notwendig. Bisher hat auch eine Vernetzung aller bei KitaPlus in Berlin beteiligten Kitas und Träger keine Wirkung gezeigt.

Familienzentrum Bülowstraße
Die Aufbauarbeit ist gelungen, die Angebote beginnen sich zu verstetigen. Die Koordinatorin etablierte die Beratung der Eltern zu allen Fragen rund um die Familie. Die Eltern haben Vertrauen und nehmen das Beratungsangebot gut an.

Das Eltern-Mitbring-Frühstück findet regelmäßig statt, die Eltern schätzen den offenen Treffpunkt und tauschen sich intensiv aus. Sie beteiligen sich nicht nur an der Vorbereitung des Frühstücks, sondern bringen auch Fragen ein, denen alle gemeinsam nachgehen. Im Rahmen des Angebotes Eltern-Mitbring-Frühstück ist eine Ernährungsreihe entstanden. Zwei Mal im Monat gab die Ökotrophologin Sigrid Lammersen Informationen zu gesunder Ernährung und weckte bei einigen Eltern starkes Interesse für das Thema. Das Angebot wurde aufgrund neuer Fragen und Bedarfe in 2017 verändert und angepasst. Aufgrund von unerwarteter, mangelnder Teilnahme konnte sich dieses Angebot nicht verstetigen und wurde zu Ende Juli 2017 eingestellt.

Aus dem Eltern-Kind-Café entstand ein neues Kreativ-Angebot, der Abenteuerkoffer. Das altbewährte Eltern-Kind-Café fand ursprünglich am Dienstagnachmittag statt. Mögliche Gründe des Ausbleibens der Teilnehmenden könnten sein: Zeitfenster des Angebots lag ungünstig, andere Termine der Kinder/Eltern etc. Die Nachfrage nach einem Kreativangebot war nach wie vor vorhanden, deshalb wurde das Angebot als Abenteuerkoffer neu ausgerichtet. Dieser wurde Donnerstagnachmittag angesiedelt. Bei diesem Angebot finden sich viele Eltern mit ihren Kindern aus dem Sozialraum ein.

Im Herbst fand das Ferienprojekt Wald statt. Zwei feste Kindergruppen erkundeten jeweils eine Woche lang in Begleitung, auch von Eltern, den Wald. Aus Naturmaterialien wurden verschiedenste Dinge gebaut, die Kinder entwickelten ein gutes Verständnis für die Natur. Den krönenden Abschluss bildete die Tierfütterung im Gehege. Kinder und Eltern hatten sichtlich Spaß. Im Dezember gab es einen Ausflug zur Domäne Dahlem, einem Freilandmuseum für Agrar- und Ernährungskultur mit ökologischem Schwerpunkt im Südwesten Berlins, wo die Weihnachtsbäckerei von Kindern und Eltern besucht wurde. Alle Ausflüge organisierten und begleiteten die Sozialarbeiterin des Familienzentrums mit ihrer Assistentin.

Im Jahr 2017 gab es verschiedene Anläufe, die Bildungsbotschafter*Innen im Familienzentrum fest zu verankern.

In 2018 wurde das Eltern-Kind-Café, das immer am Dienstagnachmittag stattfand durch ein Nähcafé ersetzt. Dieses Angebot entstand, weil diverse Eltern auf Elternabenden danach fragten. Die Assistentin der Koordinatorin, Jessica Kern, und eine Mutter, deren Kind die Kita besucht, leiten das Nähcafé. Es bietet den Kitaeltern eine gute Möglichkeit, Zeit für sich zu nutzen, während ihr Kind in der Kita ist. Außerdem nehmen Eltern aus dem Sozialraum dieses Angebot in Anspruch.

Den Eltern, die ihr Kind in der Krippe oder im Kindergarten eingewöhnen, bietet das Familienzentrum an, im Café des Familienzentrums Platz zu nehmen und sich mit anderen Eltern auszutauschen. Viele nehmen das gerne an, da sie nicht weit entfernt sind, wenn ihr Kind sie braucht. Das Familienzentrum bietet eine Krabbelgruppe für Eltern und Kleinstkinder an, die die Kita noch nicht besuchen. Die Gruppe findet wöchentlich statt und wird sehr gut besucht. Viele Kinder werden danach in der Kita angemeldet.

Kita und Familienzentrum führten im Herbst ein gemeinsames Laternenfest durch. Auch die Laternen wurden in Kooperation hergestellt. Beim Umzug gab es musikalische Begleitung.

Das Angebot zur musikalischen Früherziehung mit Friederike Nöhring wird von den Kita-Kindern und ihren Eltern sehr gern in Anspruch genommen. Wie im Vorjahr gab es auch im Jahr 2017 eine Aufführung der Musikgruppe. Die Eltern unterstützen bei der Organisation, Gestaltung des Bühnenbildes und der Durchführung. Familien aus dem Sozialraum haben die Möglichkeit am Nachmittagsprogramm „Musikalische Früherziehung“ teilzunehmen.

Wegen der hohen Nachfrage nach Bewegungsangeboten für Kinder wurden zwei Angebote entwickelt. Eine Basketball-AG und Kinderyoga. Leider musste das Kinderyoga wegen Budgetkürzungen eingestellt werden. Die Basketball-AG findet weiterhin statt. Auch hier finden sich viele Familien aus dem Sozialraum ein.

Die Kooperation mit dem Erzieherteam der Kita und die Profilierung des Familienzentrums wurde während eines Fortbildungstages im Jahr 2017 betrachtet. Das führte dazu, dass Kommunikationswege und Schnittstellen stärker konkretisiert und abgestimmt wurden.

Betriebliche Gesundheitsförderung
Seit Mai 2016 führen wir mit finanzieller Unterstützung der Techniker Krankenkasse verstärkt betriebliche Gesundheitsförderung durch. Auch im Jahr 2017 wurde kontinuierlich an den vereinbarten Inhalten gearbeitet.

Der Träger-Steuerkreis Gesundheit tagte im Jahr 2017 zweimal. Dort sind Kitaleitungen, Gesundheitslots*innen, Betriebsrat, Referentin für Gesundheit, Geschäftsführung, Personalleitung und ein Mitarbeiter der Techniker Krankenkasse vertreten. Bei Bedarf werden die externen Referentinnen und Referenten einbezogen. Der Stand der betrieblichen Gesundheitsförderung wird kontinuierlich überprüft und Weichen für den weiteren Fortgang werden gestellt.

Um die Inhalte der betrieblichen Gesundheitsförderung kontinuierlich in die einzelnen Kita-Teams zu tragen und Anregungen aus den Kitas an den Steuerungskreis zu transportieren, wurden zwei regionale Steuerkreise eingerichtet, in denen die Kitaleitungen mitarbeiten. Dort wird über die Interventionsthemen der jeweiligen Kitas berichtet und auch Hinweise zu gut laufenden Interventionsthemen, die Mitarbeitende gut aufnehmen, gegeben. Im Sinn von kollegialer Beratung und Unterstützung inspirieren diese Themen auch andere Kitaleitungen. Um die Wirkung der durchgeführten Maßnahmen gut einschätzen und überprüfen zu können, haben sich im Jahr 2017 drei Kitaleitungen, zwei Erzieherinnen, die Referentin für Gesundheit und ein externer Referent in einem Evaluationszirkel zusammen gefunden. Diese Gruppe hat mehrmals getagt und Evaluationsbereiche festgelegt und dazu partizipativ Evaluationskriterien entwickelt. Für 2018 sind die ersten Erhebungen geplant.

Als Maßnahme innerhalb des INQA-Audits wurden Gesundheitslotsinnen und Gesundheitslotsen gesucht, die die Kitaleitungen bei ihrer Aufgabe gesundes Führen unterstützen. Auch im Jahr 2017 wurden zwei Qualifizierungen für diese Mitarbeitenden durchgeführt. Sie berichteten zunächst von ihren Erfahrungen im Team und tauschten sich über ihre Rolle aus. Unter anderem werden Dienstbesprechungen genutzt, um laufend einen Gesundheitsimpuls für die Kollegen und Kolleginnen zu geben. Entspannungsmethoden für den Kitaalltag, die Erzieher*innen z.T. auch mit den Kindern zusammen durchführen können, wurden geübt. Terrabänder und Faszienrollen kamen zum Einsatz und gemeinsame Übungen zum ergonomischen Heben, Tragen, Wickeln, Sitzen usw. verleihen den Gesundheitslots*innen die Kompetenz, diese Inhalte in das Team einzubringen. Den Umgang mit Stress gut zu regulieren, steht wiederkehrend auf dem Programm.

Jede Kita bekommt vom Träger Unterstützung übergreifende gesundheitsfördernden Maßnahmen zu bearbeiten. Im Jahr 2017 hat der Träger die Intervention Rückengesundheit, die jedes Kitateam in Anspruch nehmen kann, weiterentwickelt, um die Wirkung nachhaltiger zu gestalten. Die „rückenschmerzfreie Kita“ ist eine Vision, die INA.KINDER.GARTEN als Arbeitgeber anvisiert. Eine Physiotherapeutin und Präventionstrainerin gibt in den Kitas eine Einführung zur Rückengesundheit und vermittelt Kräftigungs- und Entspannungsübungen, die am Arbeitsplatz ausgeführt werden können. Sie sensibilisiert die Teilnehmer*innen für ergonomisches Arbeiten. Einige Wochen später besucht sie die Kitateams wiederholt, begleitet sie im Kitaalltag und meldet ihre Beobachtungen und Verbesserungsvorschläge individuell an jede*n Mitarbeiter*in zurück. INA.KINDER.GARTEN strebt an, diese Intervention mindestens jährlich zu wiederholen. Durch die Einbindung der Gesundheitslots*innen in diese Maßnahme, erhoffen wir uns eine nachhaltige Wirkung. Unterstützend hierzu stellen wir Geld für die Anschaffung ergonomischer Stühle im Rahmen des Kitaetats zur Verfügung und lassen von unserer Tischlerei höhenverstellbare Wickeltische bauen. Auch die Küchenfachkräfte erhielten eine Ergonomie-Schulung in einer Großküche. Sie werden ebenfalls beim Kitabesuch der Physiotherapeutin vor Ort zum ergonomischen Arbeiten individuell geschult. Die Teilnehmenden erhalten schriftliche Protokolle und bekommen so die Möglichkeit, einzelne Aspekte bei Bedarf aufzufrischen.

Trägerübergreifend wurde auf Wunsch der Kitaleitungen eine Fortbildung mit dem Thema „Herausfordernde Gespräche mit Eltern führen“ organisiert. Solche Gespräche können stressauslösend sein und durch die Stärkung der Kommunikationskompetenz kann eine Stressminderung eintreten. Auch für Erzieher*innen, zu deren Alltag viele Gespräche mit Eltern gehören, hat der Träger auf seinem letzten Fachtag dieses Thema aufgegriffen. Gerade jüngeren Mitarbeitenden bereiten Konfliktthemen mit Eltern häufig Stress. Das Thema „Gesundes Schlafen“ wurde auf Wunsch der Kitaleitungen als Vortrag einer Ärztin des Schlaflabors der Charité organisiert, damit die Kitaleitungen in Gesprächen mit Eltern souverän mit dem Thema umgehen können.

Weniger Stress durch aufsuchende Supervision und achtsamkeitsbasierte Stressbewältigung für Erzieher*innen ist ein weiteres Gesundheitsangebot des Trägers. Der Alltag birgt viele Anforderungen mit gesteigertem Leistungsdruck, aber auch Mängeln wie ungünstigen Strukturen im Tagesablauf und Überreizungen durch ein großes Konsumangebot mit sich. Das bringt Kinder wie Erwachsene aus dem Lot. Die Fachkräfte versuchen, Kinder, die „aus dem Lot gekommen“ sind, zu unterstützen, indem sie verstehen, was den Kindern möglicherweise fehlt, um sich selbst regulieren zu können. Dabei schauen die Pädagog*innen zunächst auf sich selbst und lernen, die eigene Befindlichkeit in einer Stresssituation wahrzunehmen und sich um die eigene Balance im Arbeitsalltag zu kümmern. Darüber hinaus sollen Angebote gelernt werden, die alltagstauchglich sind und Selbstregulationsfähigkeiten fördern. Ausgleichende Qi-Gong-Übungen gehören neben Achtsamkeitsübungen und weiteren Methoden dazu. Das ermöglicht es sowohl den Erwachsenen als auch den Kindern, innezuhalten und „ganz da“ zu sein. Dazu kommt das Angebot der aufsuchenden Supervision in den Teams mit dem Ziel, sich anhand einer typischen Stress-Situation in kollegialer Reflexion ein Verständnis von eingefahrenen Verhaltensmustern im Gruppenalltag zu erarbeiten. Die Supervisorin beobachtet zunächst die Gruppendynamik und die Interaktionen in der Gruppe. In einer weiteren Stunde wird gemeinsam reflektiert, welche neuartigen Interventionsmöglichkeiten sich aus dem bestehenden Erfahrungs- und Wissensschatz der betreuenden Erzieher*innen entwickeln lassen. Im Verlauf dieser Reflexion werden auch Angebote für eine achtsamkeitsbasierte Übungspraxis im Kita-Alltag gemacht und erprobt. Das Angebot fördert die Entwicklung von Kindern und Erzieher*innen und befähigt beide, Stresssituationen besser zu bewältigen. Mit viel Erfolg wurde diese Methode in einigen Teams bereits ausprobiert. Das Modul Arbeitszeit und Organisationsentwicklung innerhalb des Gesundheitsmanagements wurde im Jahr 2017 weitergeführt. Ausgehend von der Erkenntnis, dass Erzieher*innen und Leitungen häufig Druck durch gefühlte oder tatsächliche Unterbesetzung empfinden, wirkt diese Intervention präventiv den belastenden Situationen entgegen. Die Kitateams werden intensiv unterstützt und herausgefordert, ihre Arbeitsabläufe in Frage zu stellen. Dabei ist die Bereitschaft vorhanden, langjährige Muster und Verhaltensweisen zu ändern. Ziel ist, dass die Teams sich auf Dauer entlasten, indem sie Prioritäten anders setzen und mehr Arbeitszeitsouveränität gewinnen. Die im Evaluationszirkel geplante Erhebung im Jahr 2018 wird Hinweise bringen, was die Mitarbeitenden hilfreich empfunden haben.

Die Kitateams haben individuell die Möglichkeit, gesundheitliche Themen, jeweils auf ihren Bedarf zugeschnitten, zu bearbeiten. Meist geschieht das in Form von Fortbildungen oder im Rahmen von Dienstbesprechungen. Oft werden vom Träger finanzierte externe Referent*innen einbezogen. Themen in den Kitas waren: Umgang mit kranken Kindern, “Fördern mit Fieber“ und Kommunikation mit Eltern, Konzeptionsentwicklung, Lärmprävention und Umgang mit Lärm, Resilienz, Bewegungsförderung für Kinder, Stressprävention, Teambildung und Kommunikation „Gemeinsam erfolgreich“, Gesundes Schlafen, aufsuchendes Coaching für stressige Situationen.

Supervision sowohl als Einzelangebot oder Teamangebot steht Leiter*innen, pädagogischen Fachkräften und den Trainees zur Verfügung.

Staffellauf 2017 - Laufen für Spaß und Fitness
Auch im Juni 2017 nahmen 14 Mannschaften aus verschiedenen Kitas und der Geschäftsstelle mit 90 Läuferinnen und Läufern zum fünften Mal beim Firmen-Staffellauf der Berliner Wasserbetriebe teil. Der Teamgeist und das gemeinsame Fiebern, angefeuert von Kolleginnen und Kollegen und leckere selbst hergestellte Canapés und knackige Gemüsestifte trugen zu sportlichen Höchstleistungen Einzelner und guter Stimmung bei.

Gesunde Ernährung
INA.KINDER.GARTEN ist für sein ausgefeiltes Ernährungskonzept bekannt, das zum Trägerschwerpunkt Gesundheitsförderung gehört.

Schwerpunkte innerhalb dieses Themas waren die

Der hohe Qualitätsanspruch, den wir an unser Ernährungskonzept und die damit verbundene Ernährungspädagogik legen, wurde auch im Jahr 2017 extern überprüft. Sechs Kitas erhielten Besuch eines Auditors der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), der die Einhaltung des DGE-Qualitätsstandards für die Verpflegung in Kindertageseinrichtungen überprüft. Alle Kitaküchen haben die Überprüfung der Kriterien im Audit mit mindestens über 90 Prozent erfüllt.

Durch die DGE erhielten wir die Möglichkeit, unsere Expertise zu Kriterien für nachhaltige Verpflegung in der Kita einzubringen. In Folge haben wir uns entschieden, als erster Kitaträger das Erstaudit für Nachhaltige Verpflegung innerhalb der FIT KID-Zertifizierung zu durchlaufen. Das geschah im Dezember 2017. Bestandteile der Zertifizierung sind die konzeptionellen Inhalte, die der Träger für nachhaltige Verpflegung vorgibt und die Prüfung, wie sie umgesetzt werden. Die Kitas können während der FIT KID-Zertifizierung durch vor Ort umgesetzte Aktivitäten mit den Kindern die erreichte Punktzahl individuell erhöhen. Das Audit Nachhaltige Verpflegung beinhaltet vier Bereiche: Gesundheit, Ökologie, Gesellschaft und Wirtschaft. Die Zertifikate werden beim Marktplatz für Gesundheit im Mai 2018 an die Trägervertreterinnen, die Kitaleitungen und die Küchenfachkräfte überreicht.

Auch im Jahr 2017 führte die Referentin für Gesundheit regelmäßig Qualitätszirkel unter dem Motto „Gesunde Ernährung mit Genuss“ für die Küchenfachkräfte von INA.KINDER.GARTEN durch. Themen, die dabei regelmäßig im Fokus stehen, sind Einkauf und Lieferanten, Rezeptgestaltung und Speiseplanung und Zusammenarbeit von Küchenfachkräften und Pädagog*innen. Besondere Themenschwerpunkte waren dabei: Nachhaltige Verpflegung, Arsengehalt in Reisprodukten, Wasserqualität des Leitungswasser und von Mineralwasser, Erarbeitung einer Ernährungsmappe für Pädagog*innen, Beteiligung von Kindern und Kochen mit Kindern. Ein Lieferantenbesuch vor Ort fand unter dem Motto „Den Lebensmitteln auf der Spur; Küchenfachkräfte beim regionalen Bio-Großhändler Terra“ statt.

Für Eltern gibt es zweimal jährlich das Angebot, unser Ernährungskonzept kennen zu lernen.

Die Sarah-Wiener-Stiftung bildet Genussbotschafter*innen unter dem Motto „Ich kann kochen“ aus. Die Küchenfachkräfte der Kitas Brüsseler Straße, SieKids, Lützowstraße und die Referentin für Gesundheit ließen sich in diesem Programm zur Genussbotschafter*in ausbilden. Die Köchinnen und der Koch kochen regelmäßig mit den Kindern ihrer Kitas und sind daran interessiert, in der eigenen Einrichtung die Ernährungssituation nachhaltig zu verbessern. Weitere Küchenfachkräfte sind auf dem Weg, sich zu qualifizieren.

Wir beteiligen uns an dieser Qualifizierung, weil die gesunde Ernährungskultur bei INA.KINDER.GARTEN von großer Bedeutung ist. Darüber hinaus hat INA.KINDER.GARTEN eigene Ernährungsstandards entwickelt, die vorsehen, dass mindestens 15 Prozent Bioprodukte eingekauft werden. Eine Evaluation ergab, dass alle Kitas im letzten Jahr im Durchschnitt mehr Bioprodukte einkauften. Neu ist seit dem Jahr 2017 eine AG für Nachhaltigkeit zusammen gekommen, mit dem Ziel, ein Konzept für Nachhaltigkeit für INA.KINDER.GARTEN, einschließlich der Bildung zur nachhaltigen Entwicklung (BNE), zu erarbeiten.

Für die Bildung zur nachhaltigen Entwicklung beginnt gesunde Ernährung im ökologischen Garten, der selber von Kindern beackert wird. Wir streben an, Erzieher*innen und Kinder in jeder Kita für diese Herangehensweise zu begeistern. In den Kitas Flurweg, Lützowstraße, Prenzlauer Berg und Siekids bauen Kinder und Erzieher*innen mit der fachlichen Unterstützung der Ackerdemia e.V. vielfältiges ökologisches Gemüse auf einem richtigen Gemüseacker an. Sie setzen, pflegen und ernten die alte Gemüsesorten und freuen sich an den vielfältigen Farben. Große Erntemengen bringen sie zu den Köch*innen in ihre Kitaküche zur Weiterverarbeitung. Kleinere Mengen verarbeiten sie mit den pädagogischen Fachkräften in ihren Gruppenräumen. Die Erzieher*innen werden regelmäßig geschult und können bei Bedarf Fragen an die Ackerdemia stellen.

Die Kita Lützowstraße beheimatet auf ihrem Gelände ein Bienenvolk und die Kinder ernten mit Unterstützung eines Imkers leckeren Honig.

Diversity und Gender


Als Unterzeichner der Charta für Vielfalt sind wir einem vorurteilsfreiem Arbeitsumfeld verpflichtet. Wir fördern die Chancengleichheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der uns anvertrauten Kinder.

Wir erkennen die Förderung der Vielfalt bei INA.KINDER.GARTEN an und schaffen durch Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung der Vielfalt ein Arbeitsumfeld, das frei von Vorurteilen ist. Alle Menschen erfahren Wertschätzung, unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität.

Die Arbeit an diesem Schwerpunkt war im Jahr 2017 von der Erarbeitung des Leitbildes Diversity und Gender von INA.KINDER.GARTEN geprägt.

Im Rahmen des INQA-Audits für eine zukunftsfähige Unternehmenskultur hat die Steuerungsgruppe beschlossen, ein Genderteam zu etablieren. Abweichend vom Genderteam, das bereits vor einigen Jahren bestand, wollten wir dieses Mal einen Mann und eine Frau für diese Aufgabe gewinnen. Das frühere Genderteam hat sich um die Erhöhung der Männerquote unter den Fachkräften bemüht. In der Auseinandersetzung mit den Ergebnissen des Audit gewannen wir die Einsicht, dass geschlechtsspezifische und kulturelle Themen in den Fokus genommen werden sollten und die Zusammenarbeit zwischen den Geschlechtern. Ein Erzieher und eine Erzieherin aus der Kita Dresdener Straße haben diese Aufgabe übernommen.

Nach einer vorbereitenden Phase mit der Definition der Aufgaben ist, mit Unterstützung einer Arbeitsgruppe, das Leitbild Diversity und Gender entstanden, das im Januar 2018 mit allen Leitungskräften diskutiert wurde.

Leitbild Diversity und Gender
„INA.KINDER.GARTEN fördert aktiv die gleichberechtigte Teilhabe von Mitarbeitenden und Kindern. Niemand darf wegen ethnischer Herkunft, Geschlecht, sexueller Identität, Religion, Beeinträchtigung oder Alter benachteiligt werden. Die Vielfalt der Menschen mit ihren unterschiedlichen familiären, sozialen und kulturellen Hintergründen erkennen wir uneingeschränkt an. Unser Handeln wird getragen von Respekt, Achtung, Unterstützung, sowie von Gleichwürdigkeit und professionellem Umgang miteinander. INA.KINDER.GARTEN fördert die Zusammensetzung heterogener und multiprofessioneller Teams. Als Arbeitgeber schaffen wir den Rahmen, damit diese Vielfältigkeit in den Einrichtungen und Teams gelebt werden kann. Alle Mitarbeitenden haben das Recht und die Pflicht, ihre Kompetenzen und Fähigkeiten in die frühkindliche Bildung einzubringen. Die Basis der Zusammenarbeit unserer Mitarbeitenden ist der Respekt vor der Vielfalt. Dazu gehört die Bereitschaft zu lebenslangem Lernen.“

Dabei haben wir auch unser Verständnis von Diversity und Gender formuliert. Diversity beschreibt die Vielfalt der Menschen und die Offenheit und Toleranz, diese Vielfalt anzuerkennen und zu fördern. Der Erfahrungsreichtum, der durch die unterschiedlichen Interessen und Fähigkeiten der Mitarbeitenden von INA.KINDER.GARTEN vorhanden ist, wird in der täglichen Arbeit mit den Kindern sichtbar. Durch diese Heterogenität wird die Teilhabe jeder Fachkraft gestärkt. Alle erleben im gemeinsamen Miteinander, dass sich Familienbilder und Lebensformen in ständiger Veränderung befinden. Der Begriff Gender bezeichnet, im Gegensatz zum biologischen Geschlecht, das soziale Geschlecht. Dieses ist gesellschaftlich und kulturell konstruiert. Gender umfasst darüber hinaus sämtliche Formen persönlicher Geschlechtsidentitäten.

Das Thema Diversity und Gender nimmt auch das Modul „Gleichheit und Differenz“ unserer Qualifikation zum Situationsansatz auf. Dieses Modul beschäftigt sich mit den verschiedenen Aspekten von Vielfalt. Kinder erleben in ihrem Umfeld unterschiedliche Menschen: große – kleine, jüngere – ältere, Menschen mit und ohne Behinderung, arme – reiche, dicke – dünne, männliche – weibliche, die durchaus sehr unterschiedlich erscheinen und sich verhalten, Menschen mit ganz verschiedenen Hautschattierungen, Haarfarben und –strukturen, Menschen, die verschiedenste Kulturen und Lebensformen leben. Aus Forschung und pädagogischer Erfahrung wissen wir, dass Kinder und Erwachsene sich wohl- und zugehörig fühlen und gut lernen können, wenn diese Vielfalt produktiv zum Thema gemacht wird: Wo sind wir unterschiedlich? Was leben wir in unserer Familie anders als andere Familien? Aber auch: Wo sind unsere Gemeinsamkeiten? Was ist in unserer Kita für alle gültig? Wenn man die Gleichheiten erkennt und die Unterschiede als gleichberechtigte Facetten desselben gemeinsamen Nenners begreift, wird es leicht, einzuschreiten, wo Menschen einander aufgrund äußerer Merkmale von Vielfalt ausgrenzen.

Ziele dieser Fortbildung sind,
  • das Verständnis für die Bedeutung der Zugehörigkeit im Bezug auf die kindliche Identitätsentwicklung zu vertiefen,
  • sich selbst, die eigene Kultur und eigene Werte und das daraus resultierende Handeln zu reflektieren
  • eine respektvolle und wertschätzende Haltung gegenüber den Besonderheiten von Kindern und ihren unterschiedlichen Familienkulturen zu entwickeln und zu erweitern,
  • das Wissen und Können über Methoden der Auseinandersetzung mit Unterschieden, sozialer Vielfalt sowie Diskriminierung und Vorurteilen zu erweitern,
  • die Kompetenzen zu stärken, die verschiedenen Perspektiven und kulturspezifischen Hintergründe von Eltern wahrzunehmen und mit allen Eltern in einen vertrauensvollen und wertschätzenden Dialog zu treten.


Die Fachkraft für sprachliche Bildung der Kita Rosenheimer Straße hat sämtliche Kinderbücher unter dem Vielfalt-Aspekt gesichtet und aussortiert, was einseitige oder negative Darstellungen von Menschen und Familienstrukturen darstellt. Zu den verschiedenen Aspekten von Vielfalt ist so eine Bibliothek entstanden. Insgesamt achten wir stärker auf eine Präsentation und Auswahl von Materialien, die allen Kindern Wiedererkennung und Identifikation bietet.

Der INA.KINDER.GARTEN Neue Steinmetzstraße war im Jahr 2017 als Modellkita am Kinderweltenprojekt Diskriminierungssensible Beschwerdeverfahren beteiligt. Forschungsfrage ist, wie Beschwerdeverfahren für Kinder diskriminierungssensibel gestaltet werden können, denn Beschwerdeverfahren sind nicht allein gesetzliche Vorgaben und Verpflichtungen, die eingehalten werden müssen, sondern auch maßgeblich für die Qualität pädagogischer Arbeit. Wenn Kinder sich beschweren, geben sie pädagogischen Fachkräften wertvolle Rückmeldungen. Wird auf sie eingegangen, können sie das Selbstbewusstsein der Kinder durch Selbstwirksamkeitserfahrungen stärken. Beschwerdeverfahren tragen zudem zum Schutz vor sexualisierter Gewalt und anderen Formen gewaltvoller Übergriffe bei. Die Ergebnisse der Modellkitas sollen Jugendämtern, Kita-Trägern, der Fachöffentlichkeit und Interessierten zur Verfügung gestellt werden, das Projekt wird im Sommer 2019 abgeschlossen sein.

Auch am Girls und Boys Day beteiligten sich Kitas des Trägers. Elf Einrichtungen von INA.KINDER.GARTEN öffneten ihre Türen für interessierte Jungen und Mädchen. Die Jugendlichen hatten die Möglichkeit, einen Tag lang Einblicke in den Alltag einer Kita zu bekommen, pädagogische Angebote zu begleiten und selbst aktiv zu werden, indem sie zum Beispiel vorlasen, gemeinsam mit den Kindern kreativ etwas gestalteten oder die Kinder ins Freie begleiteten. Langeweile kam in keinem Fall auf.

Externe und interne Evaluation
In der Qualitätsvereinbarung vom Januar 2006 zwischen Senatsverwaltung und Trägerverbänden ist formuliert, dass jede Kindertageseinrichtung im Land Berlin ihre pädagogische Konzeption intern evaluiert. Dieser Verpflichtung sind im Jahr 2017 die Einrichtungen von INA.KINDER.GARTEN nachgekommen.

Die Kindertagesstätten Bülowstraße, Markgrafenstraße, Dresdener Straße und Habersaathstraße wurden im Jahr 2017 extern evaluiert.

Darüber hinaus haben folgende Kitas interne Evaluationen durchgeführt:

Augustenburger Platz B 1: Beobachtung und Dokumentation
Brüsseler Straße C 1: Bildungs- und Erziehungspartnerschaft
Finchleystraße Sprache (PädQUIS)
Flurweg B 7: Übergänge
B 5: Raumgestaltung
B 2: Alltagsgestaltung
Frankenstraße B 6: Vielfalt, Sprache (PädQUIS)
Granitzstraße B 5: Raumgestaltung
Grüntaler Straße C 1: Bildungs- und Erziehungspartnerschaft
Lüneburger Straße C 1: Bildungs- und Erziehungspartnerschaft
Lützowstraße C 1: Bildungs- und Erziehungspartnerschaft
Neue Steinmetzstraße C 2: Demokratische Teilhabe
Prenzlauer Berg C 1: Bildungs- und Erziehungspartnerschaft
Preußstraße B 7: Übergänge, Sprache (PädQUIS)
Rosenheimer Straße C 1: Bildungs- und Erziehungspartnerschaft
Seestraße B 4: Projekte

Arbeit an der Trägerkonzeption
Im Jahr 2017 fand die Arbeit am Kinderschutzkonzept von INA.KINDER.GARTEN seinen vorläufigen Abschluss. Gemeinsam mit der Kinderschutz-AG, in der sich insofern erfahrenen Fachkräfte treffen, haben wir einen Handlungsleitfaden zur Prävention und Kinderschutz erarbeitet. Dieses handlungsleitende Kinderschutzkonzept, das auf der Basis gesetzlicher Regelungen und im Einvernehmen mit Verordnungen und Handreichungen des Landes Berlin, gilt für alle Kitas des Trägers. Jede Einrichtung hat ihr Kitakonzept durch einen Konzeptteil zum Kinderschutz, der sich ausdrücklich auf den Handlungsleitfaden bezieht, ergänzt. Ein wesentlicher Bestandteil aller Konzepte ist die Beteiligung von Kindern, als Stärkung der Kinder und ihrer Rechte. Denn ein Kind, das seine Bedürfnisse und seine Grenzen wahrnehmen und ausdrücken kann, erkennt eher, wenn Erwachsene oder andere Kinder seine Grenzen überschreiten. Dafür hat jedes Kitateam ein Beschwerdemanagement für Kinder im Kitakonzept verankert. Auf Trägerebene haben wir den Umgang mit Elternbeschwerden formuliert und einen Leitfaden entwickelt.

Im Jahr 2017 begannen wir die Aktivitäten, die Kitas und Träger zum Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung durchführen, zu betrachten und das Thema konzeptionell zu bearbeiten. In einer Arbeitsgruppe machten sich Leitungen, pädagogische Fachkräfte und die Referentin für Gesundheit Gedanken, formulierten Ziele und ein Leitbild. In Folge wurden konkrete Umsetzungsschritte, z.B. für Einkauf und Einrichtung definiert. Im Dezember fand die Zertifizierung nachhaltige Verpflegung statt (s.a. Punkt Ernährung).

Die Konzeptionsentwicklung zum Thema Diversity und Gender ist im o.a. Kapitel beschrieben.

Umsetzung des Berliner Bildungsprogramms zum Thema
Konsultationskita des Landes Berlin für den Themenbereich Kunst
Die Schwerpunkte der Tätigkeit des INA.KINDER.GARTEN Prenzlauer Berg als Konsultationskita des Landes Berlin lagen im Jahr 2017 bei der Reflexion, der Umsetzung und der Optimierung der kreativen Angebote und der Projekte im Kitaalltag. Das Leitungsteam hat sich mit der Frage auseinandergesetzt, was es für die Kita bedeutet, Konsultationskita des Landes Berlin zu sein. Dabei war die Zielsetzung, den Trägerschwerpunkt Situationsansatz durch den Bildungsbereich Kunst darzustellen und für Besucher anschaulich zu machen. Verbunden damit ist die gezieltere Gestaltung der Konsultationsbesuche.

Sehr bewährt hat sich die Entscheidung eine pädagogische Fachkraft als Atelierpädagogin einzusetzen. Neben einer persönlichen Affinität zum Thema Kunst hat sie sich durch eine Langzeit-Weiterbildung weiter qualifiziert. Sie führt im Atelier der Kita sowohl offene Angebote als auch Projekte mit Kindern durch.

Inspiration gibt den Kindern zeitgenössische Kunst, wie die Aktion „Kunst für uns“. Konkret bedeutet es, dass eine Kindergruppe der Kita ein Kunstwerk (Malerei, Plastiken, Street Art etc.) aussucht, Hintergrundinformationen über den Schöpfer recherchiert und beides auf Kinderhöhe im ganzen Haus ausstellt. Vier Wochen lang dient dieses Kunstwerk dann als Sprachanlass und der Inspiration für alle Bildungsbereiche.

Darüber hinaus wurde für die Kita der „Museumspass Schule“ erworben. Die Atelierpädagogin recherchiert, organisiert und begleitet Ausflüge von Kindergruppen zu aktuellen Kunstausstellungen. So gab es zahlreiche Exkursionen und Projekte für alle Kinder von drei bis sechs Jahren, sowohl gruppenspezifisch als auch gruppenübergreifend.

Auch die jüngsten Kinder (ab acht Monaten) kommen regelmäßig in das Atelier, um Kunst mit allen Sinnen zu erleben und durch den Umgang mit Farben ihre Selbstwirksamkeit unmittelbar zu erfahren. Hierfür hat die Atelierspädagogin ganz spezielle natürliche Farbpigmente aus verschiedenen Pflanzenstoffen und Erden angeschafft, die absolut unbedenklich für Kinder sind.   „Mädchen malen gerne und Jungs spielen lieber Fußball.“ An Hand dieses Vorurteils wird die Arbeit den Besucherinnen und Besuchern veranschaulicht. Im pädagogischen Verständnis geht es weniger um das Endprodukt, sondern um den Weg dorthin. In diesem Sinn sollen keine „schönen“ Bilder entstehen, viel mehr philosophieren Fachkräfte und Kindern entlang von Fragen wie: „Was bedeutet überhaupt schön?“, „Wer entscheidet was schön ist?“ oder „Warum finden wir etwas schön?“. Jedes Kind hat sein eigenes Empfinden, seine persönlichen Interessen und sein eigenes Tempo und damit seine eigene Antwort. Das Team hat sich intensiv mit Stereotypen auseinander gesetzt und genauer hingeschaut. Daraus resultierend gab es im Sommer viele experimentelle Aktionen im Garten, wie unterschiedliche Formen des Actionpaintings. Mit den Kindern gemeinsam wurden großflächige Keilrahmen mit Leinwand bespannt und im Anschluss im Garten bearbeitet. Luftballons oder Eierschalen wurden mit Farben gefüllt und auf die Fläche geworfen. Jedes Zwischenergebnis wurde genau analysiert, z.B. durch Fragen wie: „Welche Rolle spielen Entfernung und Füllmenge?“, „Was passiert eigentlich beim Aufprall?“. Auch Bälle Spritzpistolen, Besen, Schwämme kamen zum Einsatz und es ist gelungen, die Kinder für experimentelle Kunst zu begeistern.

Die Zusammenarbeit mit dem Tuki, die seit 2016 besteht, wurde auch im Jahr 2017 fortgeführt. Gemeinsame Fortbildungen und die Zusammenarbeit mit dem Partnertheater Schaubude regte die pädagogischen Fachkräfte an und motivierte sie, mit den Kindern eigenständig Theater zu spielen und auszuprobieren. Im Jahr 2017 kamen über mehrere Wochen Künstler und Künstlerinnen in die Kita und erarbeiteten gemeinsam mit den Kindern komplette Inszenierungen, vom Drehbuch über Bühnenbild und Kostüme bis hin zur Aufführung. Eine Aufführung fand auf der Bühne der Schaubude statt. Dazu kamen zwei „Technik-Tage“, an denen die Kinder einen Blick hinter die Kulissen werfen und die gesamte Theatertechnik kennenlernen und ausprobieren konnten.

Der Färbergarten, der Bestandteil des Kitagartens ist, wurde im Jahr 2017 sowohl von Kindergruppen genutzt, als auch bei diversen Konsultationsbesuchen vorgestellt. Das Kitateam hat sich detailliert mit dem Zusammenhang von Färberpflanzen und den im Bildungsprogramm beschriebenen Bildungsbereiche auseinandergesetzt.

Im Jahr 2017 besuchten den Konsultationskindergarten Prenzlauer Berg achtzehn Besuchergruppen mit 161 Personen. Es waren sowohl Kitateams, als auch Studierende von Fach- und Hochschulen. Auch aus anderen Bundesländern kamen insgesamt 16 Personen. Fachkräfte aus Island kamen zu mehreren Konsultationen und eine Gruppe kam aus Russland.

Auch alle anderen Kindertagesstätten von INA.KINDER.GARTEN kamen der satzungsgemäßen Aufgabe nach, ihre Türen für Konsultationen zu öffnen.

Der INA.KINDER.GARTEN Bülowstraße und das Familienzentrum hatten fünf Gruppen, die dort hospitierten: viermal kamen Auszubildende von Fach- oder Hochschulen und Mitarbeitende der Kita Flurweg besuchten die Kita an einem Teamtag und interessierten sich für die Raumgestaltung.

Den INA.KINDER.GARTEN Dresdener Straße besuchten:
fünf Gruppen aus den Niederlanden, von Childcare International, Universität Amsterdam, und aus Leuwaarden, insgesamt 75 Personen;
zwei Gruppen aus Japan, Tokio vom Träger ChaCha, insgesamt 22 Personen;
eine Fachberaterin aus Italien;
eine Gruppe aus Dänemark mit 23 Personen
eine Gruppe in Ausbildung zu Sozialassistent*innen aus Berlin mit 15 Personen;
eine Gruppe aus der Schweiz mit 24 Personen;
eine Gruppe aus Wolfsburg mit 13 Personen;
eine Gruppe des Paritäters aus Hamburg mit 18 Personen;
sechs Erzieherinnen aus dem INA.KINDER.GARTEN Flurweg an einem Teamtag und
ein Filmteam von Arte, das für den Film „Über den Dächern von Berlin“ drehte.

Den INA.KINDER.GARTEN Flurweg besuchten: Neun Fachberaterinnen des Verbundes Bremer Kindergruppen zum Thema „flexible und bedarfsgerechte Öffnungszeiten“ und fünf Studierende der Fachakademie Coburg, die sich zur Kitapraxis in Berlin, insbesondere zu Erfahrungen mit dem Situationsansatz und bedarfsgerechten Öffnungszeiten informierten.

Der INA.KINDER.GARTEN Frankenstraße hatte folgende Besucher*innen: zwei Erzieher*innen und sieben Kinder der VAK-Kitas, die die Kita im Zuge des Programms „Sprach-Kitas – Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ besuchten und und neun Studierende der Fachakademie Coburg, außerdem drei pädagogische Fachkräfte der Kita Flurweg im Rahmen ihrer Teamfortbildung.

Der INA.KINDER.GARTEN Grüntaler Straße hatte 20 Hochschuldozenten aus Chile zu Gast, die sich über den Situationsansatz informieren wollten und zwei Besuchergruppen mit Fachkräften für sprachliche Bildung  aus Erfurt.

Im INA.KINDER.GARTEN Habersaathstraße waren im Jahr 2017 insgesamt fünf Besuchergruppen zu Gast: zwei Gruppen pädagogischer Fachkräfte und drei Gruppen von Studierenden an Fachschulen, davon zwei Gruppen unserer Kooperationsschule MELO.

Der INA.KINDER.GARTEN Markgrafenstraße öffnete sich ebenfalls für Besuchergruppen: 7 Fachkräfte kamen aus einer Kita aus Dänemark und 20 Studierende der höheren Fachschule für Sozialassistenten Dieburg/Hessen informierten sich über das pädagogische Konzept der Kita, Integration, Kitastrukturen und -alltag, Projekte und pädagogische Angebote.

Den INA.KINDER.GARTEN Neue Steinmetzstraße hat eine Gruppe aus Moskau besucht und es wurde dort das neue Pixibuch in Kooperation mit dem Deutschen Kinderhilfswerk vorgestellt.

Der INA.KINDER.GARTEN Preußstraße, dessen Schwerpunkt Bildung und Erziehung in deutsch-niederländischer Sprache ist, hatte fünf Besuchergruppen aus unserem Nachbarland mit insgesamt 54 Personen. Die Zusammenarbeit mit dem Summa College in Eindhooven wurde ausgebaut, die Studierenden dieser Hochschule absolvieren regelmäßig ein einwöchiges Praktikum in der Kita und arbeiten mit unseren Fachkräften. Weitere Studierende kamen von der Hochschule Amersfoort und der Fachhochschule in Zwolle. Ein Mitarbeiter der Kita, der berufsbegleitend studiert, besuchte mit seiner Klasse, 15 Studierende, die Einrichtung und aus einer weiteren Fachschule kamen 10 Studierende, 30 Brandenburger Pädagog*innen besuchten die Kita ebenfalls.

Interesse am INA.KINDER.GARTEN Rosenheimer Straße hatte im Jahr 2017 eine Besuchergruppe mit 14 Trainer*innen und einer Referentin der HdhF Berlin. Aus Anlass ihrer Fortbildungsreise „Sommercampus“ in der Stiftung „Haus der kleinen Forscher in Berlin“ hospitierten sie in der Kita, in einer Gesprächsrunde wurde über Workshops der Fachkräfte gesprochen und wie es gelingen kann, das Gelernte im Alltag umzusetzen.

Personalmanagement


Gehaltserhöhungen für alle Mitarbeiter
Auch im Jahr 2017 konnten wir die Erhöhung der Personalkosten, die über das Kostenblatt finanziert wurden, weitergeben. Unsere Mitarbeitenden erhielten ab dem 1. September eine Erhöhung des Gehalts um 4 Prozent, rückwirkend zum 1. Januar 2017. Alle Mitarbeiter*innen nahmen das Entgeltangebot an.

Mitarbeitergespräche
Im Rahmen der Personalentwicklung wurde ein Kompetenzmodell entwickelt, das nun in den jährlichen Personalgesprächen mit den Mitarbeitenden angewandt wird.  
Recruting
Im Jahr 2017 führten wir wieder einen Bewerbertag durch. Der Fachkräftemangel war im Jahr 2017 deutlich spürbar, obwohl sich die Fluktuationsquote auf 12 Prozent verringerte. Da die Kooperation mit der Marie-Elisabeth-Lüders-Fachschule und anderen Fachschulen nicht ausreicht, die Personallücke zu decken, nehmen wir grundsätzlich an Trägermessen teil. Dort stellen wir INA.KINDER.GARTEN als attraktiven Arbeitgeber vor. Auch bei den Praktikanten- und Jobbörsen der Berliner Fach- und Hochschulen sind wir vertreten.

Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, qualifizieren wir berufsfremde Mitarbeiter*innen zur/zum Erzieher*in. Im Jahr 2017 haben wieder drei Erzieher*innen die Ausbildung mit der staatlichen Anerkennung abgeschlossen. Neu mit der Ausbildung begonnen haben im Jahr 2017 neun Mitarbeitende. Aktuell befinden sich zum Jahresende 2017 25 Mitarbeitende in berufsbegleitender Ausbildung. Sechs Mitarbeiter*innen haben im Jahr 2017 ein Duales Studium Kindheitspädagogik (B.A.) aufgenommen.

Im Jahr 2017 konnten wir den Anteil männlicher Fachkräfte für die pädagogische Arbeit weiter steigern und haben unser Ziel, die Männerquote in den Kitas auf 15 Prozent zu erhöhen, sogar übertroffen. Zum Jahresende 2017 hatten wir bei den pädagogischen Fachkräften einen Männeranteil von 16,3%. Viele Männer gewannen wir als Quereinsteiger im Rahmen der berufsbegleitenden Erzieherausbildung.

Wir sind stolz, bereits so viele kompetente und engagierte Mitarbeiter in unseren Kitas zu haben, möchten diesen Anteil aber noch weiter steigern. Wir wollen Erzieher für alle Tätigkeiten in der Kita, ob es Sport, Werken, Malen, Tanzen, Singen, Theaterspiel, Kuscheln, Trösten, Wickeln, Füttern und vieles mehr ist. Und die Erfahrung zeigt es uns: Männer und Frauen sind jeweils so vielfältige, individuelle Persönlichkeiten, dass wir sie nicht auf bestimmte scheinbare Genderrollen festlegen wollen.

Im Jahr 2017 haben wir keine neuen Trainees für die Tätigkeit der Kitaleitung eingestellt, planen das jedoch für das Jahr 2018.

Um Mitarbeitenden mit Kindern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen, bieten wir Kitaplätze an, die nahe zur eigenen Einrichtung oder zur Wohnung liegen. Diese Maßnahme gilt auch für die Werbung von Fachkräften. 20 Mitarbeitende haben dieses Angebot bisher angenommen und lassen ihr Kind in einer INA.KINDER.GARTEN Kita betreuen.

Neu eingestellte Mitarbeitende werden zu einem Willkommenstag in die Geschäftsstelle des Trägers eingeladen. Dort lernen sie sich kennen, das hilft der späteren Vernetzung. Weiter erleben sie die Menschen, die beim Träger arbeiten und Verantwortung für INA.KINDER.GARTEN tragen. Inputs zu Kinderschutz, unserem Ernährungskonzept des Trägers und Informationen zu Fortbildung und Qualitätsentwicklung runden den Tag ab.

Feier der Dienstjubiläen
Zweimal im Jahr laden wir die Mitarbeitenden ein, die 10-, 20-, 25-, 30- oder 40-jähriges Dienstjubiläum haben. Wir danken damit für das Engagement der Fachkräfte, ihre Leistung und die Bindung an den Träger.

Basisqualifizierung im Situationsansatz
Der Aufstieg in die nächsthöhere Gehaltsstufe ist laut Tarifvertrag in den ersten drei Jahren abhängig vom erfolgreichen Abschließen des Kurses „Spezialist/in für Bildungsprozesse im Situationsansatz“. Die 21-tägige Fortbildung wird in sieben Bausteinen durchgeführt. In der Regel besuchen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diese Qualifizierung individuell, gelegentlich absolviert ein ganzes Kitateams ein Baustein. Im Jahr 2017 haben 23 Mitarbeiterinnen von INA.KINDER.GARTEN den Kurs mit dem Baustein 7 abgeschlossen und sind nun „Spezialist*in für Bildungsprozesse im Situationsansatz“. Gleichzeitig haben wir im Jahr 2017 an einem neuen Konzept für diese Qualifizierung gearbeitet, das erstmals im Jahr 2018 zum Tragen kommt.

Weitere Qualifizierungen
Dem Thema Kinderschutz widmet INA.KINDER.GARTEN nach wie vor breite Aufmerksamkeit. In jeder Kindertagesstätte soll eine „insofern erfahrene Kinderschutzfachkraft“ tätig sein. Seit dem Jahr 2015 sind 14 Personen zur „Insofern erfahrenen Fachkraft“ (Kinderschutzfachkraft) ausgebildet worden. Im Jahr 2017 haben fünf weitere Mitarbeitende die Qualifizierung abgeschlossen und drei Mitarbeitende werden im Jahr 2018 beginnen. Die Fachkräfte unterstützen nicht nur in der eigenen Kita, sondern beraten kollegial auch die anderen Einrichtungen. Deshalb haben wir ein tragfähiges Netz aufgebaut, die Gruppe trifft sich in regelmäßigen Abständen unter Anleitung von zwei erfahrenen Fachkräften.

Neben den Kursen zum Situationsansatz haben wir weitere trägerinterne Fortbildungen angeboten. Die Mitarbeitenden erhalten jedoch auch die Möglichkeit, Fortbildungen bei anderen Trägern zu absolvieren.

An den Inhalten des INQA-Audit, das wir im Jahr 2015 begonnen und im Jahr 2016 mit einer Zertifizierung erfolgreich abgeschlossen haben, arbeiteten wir auch im Jahr 2017 weiter. Für das Jahr 2018 planen wir die Re-Auditierung.

Alle Leitungskräfte und die Trainees von INA.KINDER.GARTEN nahmen an einem Training für Führungskräfte teil, das sich mit einem Kompetenzmodell, dem gesunden Führen und dem Umgang mit Veränderungen beschäftigt hat.

Die Unterstützung der Teams in Fragen der realistischen Arbeitszeit- und Arbeitsorganisation in jeder Kita durch einen auf dieses Thema spezialisierten Fachberater wurde weitergeführt. S.a. betriebliche Gesundheitsförderung. Inzwischen sind in jeder Kita Gesundheitslotsen und –lotsinnen etabliert, die die physische und psychische Gesundheit und gesundheitsgefährdende Bedingungen im Blick haben und über die Angebote des Trägers in informieren.

Bau- und Facility-Management


In der Kita Finchleystraße haben wir, nachdem der Abriss des Bestandsgebäudes abgeschlossen war, mit dem Rohbau einer neuen Kita für 100 Kinder begonnen. Für den Neubau erhalten wir einen Zuschuss durch Fördermittel.Er wird im Herbst 2018 fertiggestellt sein und kann eröffnet werden.

Im INA.KINDER.GARTEN Seestraße bestehen schon seit der Übertragung der Kita Feuchtigkeitsprobleme, deren Ursache bisher nicht herausgefunden werden konnte. Nachdem im Jahr 2017 erneut eine Sanierung notwendig wurde, haben wir die betroffene Etage geschlossen und uns bemüht, der Ursache auf den Grund zu gehen. Die Ursache konnte im Jahr 2018 festgestellt werden. Im Jahr 2017 wandten wir für die Sanierung 50.000 Euro auf, die Kosten werden sich um ein Erhebliches vergrößern.

Im INA.KINDER.GARTEN Flurweg haben wir mit der Totalsanierung einer Etage begonnen und dafür Mittel in Höhe von 110.000 Euro ausgegeben, auch der Küchenfahrstuhl wurde erneuert und verursachte Kosten in Höhe von 21.000 Euro.

Für die Erweiterung des Elterntreffs ins Grüne im Familienzentrum Bülowstraße erhielten wir Fördermittel, um den Elterntreff ins Grüne erweitern zu können. Der Eigenanteil betrug 31.000 Euro. Eine weitere Toilette wurde saniert, die Kosten betrugen 8.300 Euro.

Die Sicherungsmaßnahmen an der Kita Dresdener Straße wurden weiter fortgesetzt, da die Zerstörung des Geländes und am Gebäude noch weiter reduziert werden muss. Dafür gaben wir Mittel in Höhe von 20.300 Euro aus.

Für Einbauten und Erneuerung von Verteilerküchen in den Kitas wendete der Träger ca. 60.000 Euro auf.

Der INA.KINDER.GARTEN Brüsseler Straße erhielt eine neue Rutsche im Garten. In der Summe von 8.900 Euro ist eine Spende der IKEA-Stifung in Höhe von 4.000 Euro enthalten.

Finanzen


Spenden
Für die Kindertagesstätten haben wir im Jahr 2017 Spenden mit Spendenbescheinigungen in Höhe von 23.399,05 Euro eingenommen und Spenden, für die keine Bescheinigungen erstellt wurden, gingen in Höhe von 31.630,03 Euro ein.

Einnahmen für Frühstück und Vesper
Die folgenden Kitas bieten den Kindern ihrer Einrichtung neben Mittagessen auch Frühstück und/oder Vesper an: Dresdener Straße, Finchleystraße, Frankenstraße, Bülowstraße, Lützowstraße, Brüsseler Straße, Grüntaler Straße, Neue Steinmetzstraße, Granitzstraße, Augustenburger Platz, Preußstraße, Rosenheimer Straße. Wir haben zweckgebundene Einnahmen in Höhe von 199.314,00 Euro erzielt.

Gruppenkassen
Die Kindertagesstätten Frankenstraße und Neue Steinmetzstraße haben mit den Eltern eine Vereinbarung über Gruppenkassen getroffen. Dafür sind Einnahmen in Höhe von 10.092 Euro entstanden.

Erbpachtverträge
Das Abgeordnetenhaus hat beschlossen, dass für vier Kitas von INA.KINDER.GARTEN Erbpachtrechtsverträge geschlossen werden können. Es handelt sich um die Einrichtungen Finchleystraße, Markgrafenstraße, Dresdener Straße und Lützowstraße. Aufgrund der ungünstigen Bedingungen für die Träger wurde bisher kein Vertrag geschlossen.

Anwendung von unentgeltlicher Software
Wir wenden die Software think-cell, die uns als gemeinnützigem Unternehmen unentgeltlich zur Verfügung steht, für Tabellen und Grafiken der betriebswirtschaftlichen Jahresgespräche zwischen Kitaleitung und kaufmännischer Geschäftsführung an und illustrieren mit Hilfe der Software die Ergebnisse.

Prüfung durch das Finanzamt
Im Jahr 2017 wurden keine Prüfungen durch das Finanzamt durchgeführt.

Kooperationen mit Unternehmen


Auch im Jahr 2017 bestanden Unternehmenskooperationen, die zusätzliche Finanzmittel einbrachten. Das Geld kommt der Arbeit mit den Kindern in den Kitas direkt zu Gute. Wir kooperieren inzwischen mit 15 Unternehmen / Kliniken / Forschungsinstituten / Ministerien. Die meisten Kinder innerhalb dieser Kooperationen betreuen wir für die SIEMENS AG und die Vivantes Kliniken.

Für die Charité Universitätsmedizin Berlin betreiben wir auf dem Gelände des Campus Virchow eine Betriebskindertagesstätte mit 118 Plätzen, die gegenüberliegende Kita Brüsseler Straße bietet 40 Plätze für Kinder von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Charité an. Die Kita Augustenburger Platz hat erweiterte Öffnungszeiten von 5.45 bis 20.15 Uhr, und ist an jedem zweiten Wochenende im Monat geöffnet.

Kooperationen


Marie-Elisabeth-Lüders-Oberschule
Die Marie-Elisabeth-Lüders-Oberschule (MELO), eine Fachschule, die Erzieherinnen und Erzieher ausbildet und INA.KINDER.GARTEN haben im Jahr 2016 eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, die weiterhin besteht. Ziel ist es, Praxis und Theorie im Rahmen der Erzieherausbildung stärker zu verzahnen. INA.KINDER.GARTEN wird nicht nur Expertenwissen für die Praxis und den Fachunterricht bereitstellen, sondern Studierenden der unterschiedlichen Praxisphasen Praktikumsplätze anbieten. Darüber hinaus öffnet INA.KINDER.GARTEN den trägerinternen Kurs „Spezialist/in für die Gestaltung von Bildungsprozessen“ für interessierte Studierende. Die langfristig angelegte Zusammenarbeit soll im Jahr 2017 intensiviert werden.

Sarah Hein und Gerda Wunschel haben mit Schülerinnen der MELO im Jahr 2017 einen Workshop zur Raumgestaltung durchgeführt. Es sollten die neuen Räume der Kitas Finchleystraße und Europacity geplant werden. Die Kitaleiterinnen der beiden Kitas waren beteiligt. Für eine Kooperation mit der Kita Finchleystraße haben sich acht, für eine Kooperation mit der Europacity sechs Schülerinnen eingetragen.

Weiterhin war die Regionalleiterin mehrmals im Unterricht und stand für Fragen an die Praxis zur Verfügung.

KinderKünsteZentrum
Die erfolgreiche Kooperation mit dem KinderKünsteZentrum wurde im Jahr 2017 fortgesetzt. Wir haben einen Sitz im Beirat des KinderKünsteZentrums und beteiligen uns am Jour fixe des Netzwerkes frühe kulturelle Bildung.

Die Konsultationskita Prenzlauer Berg hat im Jahr 2017 wieder eng mit dem KinderKünsteZentrum kooperiert. Es wurde mehrfach mit Kindergruppen besucht und die Fachkräfte nahmen an diversen Veranstaltungen teil. Eine Beratung zu „unbedenklichen“ Farben für die Arbeit mit den jüngsten Kindern fand statt.

Im Jahr 2017 fand die Arbeit für die Mitmach-Ausstellung „Kunst und Körper“ statt, an der die Kitakinder mit einem Beitrag beteiligt sind. Die Ausstellung selbst findet im Jahr 2018 statt.

Tochtergesellschaft INA.KINDER.GARTEN Berlin gGmbH


INA.KINDER.GARTEN Berlin gGmbH ist seinen satzungsgemäßen Zielen im Jahr 2016 durch den Betrieb der Kindertagesstätte SieKids, der Betriebskindertagesstätte der SIEMENS AG in Berlin Siemensstadt mit der pädagogischen Ausrichtung nach dem Situationsansatz nachgekommen. Die Kindertagesstätte mit naturwissenschaftlicher, zweisprachiger Ausrichtung war zu Konsultationszwecken für Besucher geöffnet. Die Kindertagesstätte hatte im Jahr 2017 eine Besuchergruppe des ASB Regionalverbundes Warnow. Auch für Praktikantinnen und Praktikanten war die Kita geöffnet sowie am Boys- und Girls-Day beteiligte sie sich.

Im Jahr 2017 wurde die Kinderzahl sukzessive auf die erlaubte Platzzahl gesteigert. Neue Mitarbeitende kamen dazu und die Teamentwicklung wurde weiter vorangebracht. Gemeinsame Qualifizierungen zum Situationsansatz fanden im Jahr 2017 statt. Die Implementierung des Trägerkonzeptes nahm in der Qualitätsentwicklung breiten Raum ein. Auch an der pädagogischen Konzeption wurde weiter gearbeitet, das Kinderschutzkonzept und die Beteiligung inklusive eines Beschwerdemanagements für Kinder und Eltern wurden beschrieben. Auf die Familienkulturen wurde geachtet. Bei der Auswahl von Bilderbüchern und Spielmaterial wurden auf das Thema Vielfalt geachtet. Auch ein Leitfaden für das Erstgespräch und Entwicklungsgespräche mit Eltern wurden erarbeitet. Dort werden die unterschiedlichen Familien und Familienkulturen stärker beachtet als bisher. Nicht zuletzt wurden Kontakte zu einer Unterkunft für Geflüchtete aufgenommen und Besuche durchgeführt. Wegen der Arbeit an der Konzeption wurde nicht intern evaluiert.

Im Rahmen der Gesundheitsförderung wurde eine Gesundheitslotsin etabliert und weitere Angebote des Trägers wurden durchgeführt.

Im Juli 2016 wurde die Kita in das von der Bundesregierung finanzierten Programm „KitaPlus“ aufgenommen. Mit den Programmgeldern konnte die Öffnungszeit bis 19.00 Uhr erweitert werden.

Die Analyse der Elternbefragung zur Nutzung der Kita ergab, dass die Öffnungszeiten angepasst wurden. Bisher war die Kita von 6:00 bis 19:00 Uhr geöffnet, nun von 5.30 – 18.30 Uhr, dadurch können die Eltern im Schichtdienst bei ihrer Frühschicht pünktlich am Arbeitsplatz sein. Im Durchschnitt werden in der Früh- und Abendbetreuung ca. 20 Kinder betreut, wobei es am Abend im Durchschnitt eher weniger Kinder sind. Ein weiterer Meilenstein war die Gestaltung der Früh- und Abendbetreuung: Die Kita bietet den Frühdienst in einem dafür vorgesehen Raum an, der dementsprechend ausgestattet wurde. Die Abendbetreuung findet je nach Bedarf im Garten, in der Kinderküche oder in den oberen Gruppenräumen statt.

Die Kita-Konzeption wurde zum Punkt Öffnungszeiten und damit verbunden die verschiedenen Lebenswelten der Familien und die Vereinbarung von Familie und Beruf genauer formuliert. Auch im Jahr 2017 nahm die Zusammenarbeit mit den Eltern einen starken Stellenwert ein: Sie waren eingeladen, sich zu beteiligen. Gelegenheit dazu bieten die regelmäßig stattfindenden Elternabende und Elterncafés, die Eltern auch selbst gestalten oder dazu einladen können. Außerdem stehen alle Mitarbeiter*innen beratend zu Seite und geben gerne Informationen weiter. Speziell durch die Gestaltung der Abenddienst haben die Eltern die Möglichkeit, beim Abholen am aktiven Kitaleben durch die gemeinsame Gestaltung des Abendessens teilzunehmen. Auch die Begleitung von Aktivitäten oder Ausflüge ermöglicht den Eltern den Einblick in den Kitaalltag.

Im Jahr 2018 eröffnen wir die zweite Kindertagesstätte des Trägers INA.KINDER.GARTEN Berlin gGmbH in der Europacity am Hauptbahnhof.

Tochtergesellschaft INAKINDERGARTENcollection GmbH


INA.KINDER.GARTEN ist mit 100 Prozent der Einlagen an der Tochtergesellschaft INAKINDERGARTENcollection GmbH beteiligt. Die Tischlerei ist auf hochwertige Kindergartenmöbel und individuelle Spiellandschaften und Raumausbauten für Kindertagesstätten spezialisiert, führt aber auch jede Art von Tischlerarbeiten wie Möbel- und Innenausbau in Büros und Wohnungen durch. Die Tischlerei INAKINDERGARTENcollection hat das Haushaltsjahr 2017 positiv abgeschlossen und wird einen kleinen Gewinn erzielen, der mit dem Negativvortrag der Gründungsjahre verrechnet wird. Die Entwicklung der Tochterfirma ist positiv.

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