Bericht der Geschäftsführung für das Jahr 2016

Trägerziele


INA.KINDER.GARTEN gGmbH ist den satzungsgemäßen Zielen im Jahr 2016 durch den Betrieb von 18 Kindertagesstätten in Berlin mit der pädagogischen Ausrichtung nach dem Situationsansatz nachgekommen. Die Kindertagesstätten waren auch zu Konsultationszwecken für Besucher geöffnet.
Wie in den Vorjahren hat INA.KINDER.GARTEN die Trägerziele auch im Jahr 2016 beibehalten und konzeptionell weiter vorangebracht: Gesundheitsförderung und vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung.

Sitzungen des Beirats


Dem satzungsgemäß verankerten Beirat gehörten im Jahr 2016 nach wie vor Prof. Annette Dreier, Professorin und Leiterin des Studiengangs BABEK an der Fachhochschule Potsdam, Serv Vinders, Politikberater in den Niederlanden und Dr. Tal Pery, Unternehmensberater, an. Neu berufen wurde im Mai 2016 Anette Baumann, ehemals Kitaleiterin. Vorsitzender des Beirates ist Serv Vinders.

Inhalte der Beiratssitzungen im Jahr 2016

Im Jahr 2016 fanden drei Sitzungen des Gremiums statt, am 15. März, am 31. Mai und am 11. Oktober 2016.

Die erste Sitzung des Jahres wurde in der Betriebskita der Siemens AG durchgeführt, deren Träger die Tochtergesellschaft INA.KINDER.GARTEN Berlin ist. Nach einer Führung durch die Kitaleitung wurde der aktuelle Stand des Traineeprogramms besprochen. Zwei Trainees nahmen zu diesem Thema an der Sitzung teil.

Die zweite Sitzung beschäftigte sich mit neuen inhaltlichen Themen wie Kinder- und Familienzentren und der Auswahl der Trainees für das Jahr 2016. Der Beirat schlägt vor, künftige Trainee-Jahrgänge zwei Tage lang in einer Klausurtagung mit der Personalleiterin einzubinden.
An diesem Tag traf sich der Beirat mit den Mitgliedern des Leitungsbeirats. Es wurde reflektiert, ob die Zusammentreffen in Regionen Vorteile bietet: Den engeren Austausch in Regionalgruppen finden inzwischen alle bedeutsam. Der Leitungsbeirat ist gut etabliert, rückblickend wurde festgestellt, dass zunächst Erfahrungen über Aufgaben und Rolle gesammelt werden mussten, diese beiden Punkte sind geklärt. Als wichtig werden zeitnahe Termin vor und nach den Sitzungen des Leitungsbeirats mit der Geschäftsführung angesehen, um die Informationen und Diskussionspunkte transparent zu gestalten und Ideen und Fragen in beide Richtungen zu transportieren.
Der Erziehermangel, der auch INA.KINDER.GARTEN betrifft und vieler Maßnahmen zur Mitarbeitergewinnung und –bindung bedarf, war Thema der gemeinsamen Sitzung. Die berufsbegleitende Ausbildung der Quereinsteiger wird von allen positiv gesehen, wegen der hohen Belastung, die die Anleitung in der Praxis für die Mitarbeiterinnen bedeutet, werden die Stunden zur Anleitung als zu gering bewertet. Verstärkt bilden wir auch Praktikant*innen aus, um durch positive Erinnerungen an das Praktikum die Studierenden als Mitarbeiter*innen an uns zu binden.

Zur dritten Sitzung des Beirats war eine Kollegin, die Geschäftsführerin eines großen Trägers in den Niederlanden war, auf Wunsch der Geschäftsführerinnen eingeladen. Ziel war, grenzüberschreitend die Erfahrungen zu reflektieren.
Vorgestellt wurden dem Beirat die Ergebnisse der temporären Arbeitsgruppe mit der Personalleiterin, kaufmännischen Geschäftsführerin und Kitaleitungen, die ein umfassendes Recruiting-Konzept erarbeitet haben. In allen drei Sitzungen erhielt der Beirat einen Bericht über den Stand der Inhalte des INQA-Audits und der Gesundheitsförderung.

Sitzungen des Beirats der Kitaleitungen


Die Geschäftsführerinnen haben im Jahr 2016 drei neue Mitglieder in den Leitungsbeirat berufen, da nach jeweils zwei Jahren eine Leiterin pro Region aus dem Beirat rotiert. Dem Beirat gehören für die Jahre 2016/17 folgende Leiterinnen an: Barbara Rüdiger und Ilona Genrich-Klatt; Monika Licht und Sylvia Biedenweg; Brigitte Lüttschwager und Justyna Schmelter. Der Leitungsbeirat traf sich einmal halbtags mit dem externen Beirat und zu zwei weiteren Ganztagssitzungen.

Mit dem Leitungsbeirat wurden die Themen für die Fachtage von INA.KINDER.GARTEN, an denen alle Mitarbeiter*innen teilnehmen, im Jahr 2017 und 2019 festgelegt: Im Jahr 2017 wird das Thema sprachliche Bildung bearbeitet und im Jahr 2019 das Thema Gesundheitsförderung.
Inhalte, mit denen sich der Leitungsbeirat beschäftigte, waren die Anleitung der Mitarbeiter*innen in der berufsbegleitenden Ausbildung und die Mitarbeitergewinnung. Für die Folgejahre wurde vorgeschlagen, sich mit der Überprüfung des Aufgabenprofils und der Qualitätsansprüche Kitaleitung zu beschäftigen.

Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung


Sprach-Kitas – Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist

Das Bundesprogramm Sprach-Kitas – Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist konnte mit Fördermitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Jahr 2016 in neun Kitas von INA.KINDER.GARTEN fortgesetzt werden. In den „Sprach-Kitas“ werden die erfolgreichen Ansätze des Programms „Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration“ (2011-2015) fortgeführt und neue Impulse für die Entwicklung alltagsintegrierter sprachlicher Bildung gesetzt.

Die Schwerpunkte des Bundesprogramms „Sprach-Kitas“ sind die sprachliche Bildung und die querschnittlichen Handlungsfelder Zusammenarbeit mit Familien sowie inklusive Pädagogik.
Jeder der neun am Programm beteiligten Kitas von INA.KINDER.GARTEN (Brüsseler Straße, Bülowstraße, Dresdener Straße, Frankenstraße, Grüntaler Straße, Lüneburger Straße, Lützowstraße, Markgrafenstraße, Neue Steinmetzstraße) steht eine zusätzliche halbe Stelle einer Fachkraft zur Verfügung. Diese Fachkräfte nehmen folgende Aufgaben wahr:
  • Exemplarische sprachpädagogische Bildungsarbeit mit den Kindern (Modelle guter Praxis),
  • Austausch und Weitergabe von Methoden, Inhalten und Tipps,
  • die Beratung, Begleitung und fachliche Unterstützung des Kita-Teams für alltagsintegrierte sprachliche Bildungsarbeit, Zusammenarbeit mit Familien und inklusive Pädagogik
  • Reflexion und Dokumentation des eigenen Interaktionshandelns (Sprachvorbild),
  • sprachliche Entwicklungseinschätzung für Entwicklungsgespräche,
  • Vorstellung der alltagsintegrierten sprachlichen Bildung auf Elternabenden oder thematischen Elterncafes,
  • Dokumentation von sprachanregenden Situationen
  • Anschaffung neuer sprachanregender Materialien und Fachliteratur.


Zusätzlich finanziert das Programm eine externe zusätzliche Fachberatung, die kontinuierlich und prozessbegleitend die Qualitätsentwicklung in den „Sprach-Kitas“ unterstützt. Sie qualifiziert die Fachkräfte innerhalb eines Verbundes von 10-15 „Sprach-Kitas“.
INA.KINDER.GARTEN bildet seit Januar 2016 zusammen mit den Trägern KiB gGmbH, VAK e.V. und Fröbel e.V. einen Verbund, in dem INA.KINDER.GARTEN die Trägerschaft der Fachberatung inne hat. Die zusätzliche Fachberatung übernimmt der Sprachbildungsexperte Felix Hartung.
In einer Sprach-AG und Arbeitskreisen tauschten sich die Mitarbeiter*innen über folgende Themen aus:
  • Beobachtung und Dokumentation
  • Sprachlerntagebuch
  • Bewegung und Sprache
  • Mehrsprachigkeit
  • Sprachliche Entwicklung
  • Thematische Elternabende
  • Literacy
  • Sprachanregende Raumgestaltung


KitaPlus: Weil gute Betreuung keine Frage der Uhrzeit ist

In vielen Berufen haben sich in den letzten Jahren die Arbeitszeiten stark verändert. Filialen des Einzelhandels etwa haben vielerorts länger geöffnet als früher, Schichtbetrieb ist mehr und mehr auch in der Dienstleistung verbreitet. Vor allem Mitarbeiter*innen von Kliniken, von Flughäfen, der öffentlichen Verwaltung, der Polizei oder des Handels brauchen daher Kindertageseinrichtungen, die dann geöffnet sind, wenn sie ihrer Arbeit nachgehen. Den Bedürfnissen dieser Eltern kommen wir mit der Teilnahme an „KitaPlus“ entgegen.

Mit dem Bundesprogramm „KitaPlus: Weil gute Betreuung keine Frage der Uhrzeit ist“, gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, soll Eltern durch eine Erweiterung der Öffnungszeiten von Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtert werden. Von Januar 2016 bis Dezember 2018 werden im Rahmen des Programmes Kindertagesstätten sowie Kindertagespflegestellen gefördert, die ihre Betreuungszeiten auf der Grundlage eines bedarfsgerechten Konzeptes erweitern.

Bei INA.KINDER.GARTEN und INA.KINDER.GARTEN BERLIN nehmen aktuell drei Einrichtungen an dem Bundesprogramm teil. Die Kitas

INA.KINDER.GARTEN Brüsseler Straße (Mitte),
INA.KINDER.GARTEN Flurweg (Neukölln) und
INA.KINDER.GARTEN BERLIN SieKids (Spandau)

bieten seit Juli 2016 Öffnungszeiten in den Abendstunden und teils auch am Wochenende an. Eltern ermöglicht dies, ihre Kinder flexibel zu bringen und abzuholen, im Tagesverlauf ergeben sich fließende Übergänge, die von den Erzieher*innen bewusst und aktiv gestaltet werden. Dafür wurden zusätzliche Personalressourcen und Sachmittel zur Verfügung gestellt.

Dieses Angebot ist durch unsere langjährigen Erfahrungen mit familienfreundlichen Öffnungszeiten fundiert und jeweils individuell auf die Lage vor Ort zugeschnitten. Ziel von „KitaPlus“ ist schließlich, Familien mit einem passgenauen Angebot zu unterstützen, das ihren Arbeits- und Lebenslagen entspricht. Für uns heißt das, Kinderbetreuung in gewohnt hoher INA.KINDER.GARTEN-Qualität anzubieten – nur eben zu flexibleren Zeiten.

Familienzentrum Bülowstraße

Die Aufbauarbeit ist gelungen, die Angebote beginnen sich zu verstetigen. Die Koordinatorin etablierte die Beratung der Eltern zu allen Fragen rund um die Familie. Die Eltern haben Vertrauen und nehmen das Beratungsangebot gut an.

Das Familienzentrum Bülowstraße feierte im Juli 2016 die Eröffnung des Elterntreffs. Durch die finanzielle Unterstützung aus dem Baufonds der Zukunftsinitiative Soziale Stadt konnte das Familienzentrum noch attraktiver gemacht werden und mit einem Fest eröffnet werden. In hellen einladenden Räumen findet sich nun ein Elterncafé mit Beratungs- und Arbeitsräumen. Im Anschluss an die Eröffnung fand ein Sommerfest mit Eltern und Kindern der Kindertagesstätte statt.

Das Eltern-Mitbring-Frühstück findet regelmäßig statt, die Eltern schätzen den offenen Treffpunkt und tauschen sich intensiv aus. Sie beteiligen sich nicht nur an der Vorbereitung des Frühstücks, sondern bringen auch Fragen ein, denen alle gemeinsam nachgehen. In diesem Rahmen ist eine Ernährungsreihe entstanden. Einmal im Monat gibt die Ökotrophologin Sigrid Lammersen Informationen zu gesunder Ernährung und weckte bei einigen Eltern starkes Interesse für das Thema. Das Angebot wird aufgrund neuer Fragen und Bedarfe in 2017 verändert und angepasst.

Beim Eltern-Kind-Café bastelten die Eltern mit ihren Kindern und unternahmen gemeinsame Ausflüge: Zur Domäne Dahlem, einem Freilandmuseum für Agrar- und Ernährungskultur mit ökologischem Schwerpunkt im Südwesten Berlins, Besuch eines Streichelzoos im Görlitzer Park mit Tierfütterung im Gehege, Besuch des Forschungslabors für Kinder Curioso vom Pestalozzi-Fröbel-Haus in der Waldemarstraße in Kreuzberg mit Forschungsstunde für die Kinder und ihre Eltern. Alle Ausflüge wurden entweder von der Sozialarbeiterin und ihrer Assistentin oder von der externen Erziehungs- und Familienberaterin vom PFH, welche sich regelmäßig am Eltern-Kind-Café beteiligt, begleitet.

Im Sommer und im Herbst gab es ein Töpferprojekt auf der Straße für Kinder aus dem Sozialraum im Alter von fünf bis zwölf Jahren, das die Kunsttherapeutin Eva Müllenkampf mit der Koordinatorin des Familienzentrums durchführte.
Das Angebot „Kreativ mit Ton“ für Kinder in unterschiedlichen Altersstufen fand im Jahr 2016 regelmäßig im Familienzentrum statt. Das freie Arbeiten führte die Kinder dazu, im ihnen gemäßen Tempo ihre eigene Form zu finden. Das Angebot wird zum Jahresende eingestellt, sodass neue Angebote auch für Kinder aus dem Kiez geschaffen werden können.

Die Bildungsbotschafterinnen aus dem benachbarten Nachbarschafts-zentrum des Pestalozzi-Fröbel-Hauses kamen regelmäßig in das Familien-zentrum und waren Bindeglied zwischen Kita-Eltern und Grundschulen. So konnte der Kontakt zur benachbarten Grundschule noch intensiviert werden. Sie übernahmen auch Verantwortung beim Eltern-Mitbring-Frühstück.

Mütter, die ihre Kompetenzen durch Nähen einbringen wollten, hatten den Wunsch, einen Beitrag zur Unterstützung der geflüchteten Familien zu leisten. Ende 2015 überreichten fleißige Näherinnen den Kindern der Willkommensklassen Teddys. Im Anschluss daran hielt die Begeisterung fürs Nähen an und die Gruppe nähte Turnbeutel, ebenfalls für Flüchtlingskinder der Neumark-Grundschule.

Während der Eingewöhnung ihrer Kinder in Krippe und Kindergarten bot das Familienzentrum den neuen Eltern an, im Café des Familienzentrums Platz zu verweilen und sich mit anderen Eltern auszutauschen. Dieses Angebot wurde sehr gern in Anspruch genommen, da die Eltern nicht zu weit entfernt waren, falls die Kinder sie benötigten.

Um Eltern bereits vor der Eingewöhnung in das Familienzentrum zu holen, wurde eine Kabbelgruppe gegründet. Diese findet wöchentlich statt und wird sehr gut besucht.

Im Herbst fand ein gemeinsames Laternenfest mit der Kita statt. Die Laternen wurden unter anderem in Kooperation mit dem Familienzentrum gebastelt. Dazu gab es Posaunenmusik.

Ab November 2016 wurde ein neues Angebot für die Jüngsten installiert. Gabriele Hulitschke arbeitete mit Eltern und ihren Kindern bis drei Jahren an der Entdeckung und Erfahrung mit Kunst. Das Angebot wurde im Winter gut angenommen.

Das Angebot zur musikalischen Früherziehung mit Friederike Nöhring wird von den Kita-Kindern und Eltern sehr gern in Anspruch genommen. Auch in 2016 gab es eine Aufführung der Musikgruppe. Die Eltern unterstützen bei der Organisation, Gestaltung des Bühnenbildes und Durchführung.

Zur Weiterentwicklung der Kooperation mit dem Erzieherteam und zur Schärfung des Profils des Familienzentrums, wurden zwei Teamtage des Jahres 2016 genutzt, um Schnittstellen und Kommunikationswege zu beleuchten und zu konkretisieren.

Projekt Kinder und Eltern in Bewegung

Das Quartiersmanagement Schöneberger Norden finanzierte bis Ende 2016 das Projekt Kinder und Eltern in Bewegung. In diesem Projekt wurden in wöchentlichen Gruppenschulungen Qi-Gong-Übungen für Kinder und ihre Erzieherinnen im INA.KINDER.GARTEN Bülowstraße angeboten. Das Projekt ist gut in das Familienzentrum eingebunden. Die Qi-Gong-Lehrerin qualifizierte in diesem Rahmen die Erzieherinnen, damit die Methode nachhaltig in der Kita verankert werden kann, auch wenn das Projekt nicht mehr finanziert sein wird.

Die positive Einstellung der Erzieherinnen zur Methode Qi-Gong wirkte sich unmittelbar auf die Arbeit in den Gruppen mit den Kindern aus. Die Kinder gehen ihren Qi-Gong-Übungen bei gutem Wetter auch im Freien nach, zum Beispiel im Westpark am Gleisdreieck. Das Projekt Kinder und Eltern in Bewegung wurde in den Kindergruppen bereits im März 2013 begonnen. Die Kinder und ihre Erzieherinnen üben 10 Wochen lang in kleinen Gruppen und werden vom kleinen Drachen QiQi unterstützt. Die Kurse enden immer mit einem Drachenfest und der Zertifikatsverleihung. Dazu werden sowohl QiQi und auch die Eltern eingeladen. Das motiviert manche Mutter in den Qi Gong Kurs zu schnuppern und mitzumachen.

Zum Ende des Projekts mündete der Abschlussbericht von Martina Ernst in eine Broschüre. Darin werden der Projektverlauf, die Ergebnisse und ein Ausblick formuliert.

AIKIDO wurde ab September 2015 eingeführt und richtet sich an Kinder ab fünf Jahren. Hier lernen sie in der Gruppe spielerisch die Grundregeln der Kampfkunst kennen. Dabei geht es neben dem Trainieren eines guten Körpergefühls, wie unter anderem Stabilität, Rollen und Zentrieren, auch soziale Kompetenzen. Grundregeln im AIKIDO sind: Jede und jeder mit jedem und Stopp heißt Stopp!

Betriebliche Gesundheitsförderung

Die betriebliche Gesundheitsförderung ist bei INA.KINDER.GARTEN nachhaltig verankert und hat einen hohen Stellenwert. So wurde im letzten Jahr die Position der Referentin für Gesundheit profiliert. Sie übernahm die Koordination der Gestaltung und Umsetzung der betrieblichen Gesundheitsförderung. Angestrebt wird, für alle Beteiligten eine unter physischen, sozialen und seelischen Aspekten gesunde Lebenswelt Kita zu schaffen. Alle Berufsgruppen sowie Kinder und Eltern werden einbezogen und angeregt, ihre Gesundheit zu erhalten und. zu fördern. INA.KINDER.GARTEN als Arbeitgeber sorgt für gute Umgebungsbedingungen, auch durch die regelmäßige Anschaffung von ergonomischen Stühlen für Erzieher*innen, die Umsetzung von Lärmschutzbaumaßnahmen und die Entwicklung eines ganzheitlichen Gesundheitskonzeptes.
„Die Techniker“ (Krankenkasse) unterstützt INA.KINDER.GARTEN bei den nachhaltigen gesundheitsfördernden Maßnahmen. Sechs strukturgebende Module und zehn intervenierende Module sind von 2016 bis 2019 geplant, für die Gesamtkosten werden bis Ende 2019 367 000 Euro veranschlagt. Seit dem Start im April 2016 bis Ende Dezember 2016 hat INA.KINDER.GARTEN dank der TK-Unterstützung ca. 61.000 Euro für die Gesundheitsförderung der Mitarbeiter*innen ausgegeben, der Eigenkostenanteil betrug 27.000 Euro.

Ein Steuerkreis Gesundheit auf Trägerebene tagte im Jahr 2016 einmal und legte die Schwerpunkte für die anstehende Umsetzung fest und hat bereits durchgeführte Interventionen reflektiert. Zusätzlich zum Träger-Steuerkreis Gesundheit wurden im Jahr 2016 auch Regionale Steuerkreise Gesundheit organisiert, die die Kitaleitungen einer Region besuchen. Die stärkere Einbeziehung der Kitaleitungen in den Steuerungsprozess erhalten vermittelt ihnen tiefergehende Informationen. Das hat zur Wirkung, dass die gesundheitsfördernden Ansätze in den Kitas vertieft und verstetigt werden.

Ein ähnliches Ergebnis erzielt das innovative Gesundheitsmodul „Qualifizierung von Gesundheitslotsen und Gesundheitslotsinnen“. Zur Qualifizierung wurden im Jahr 2016 zwei eintägige Fortbildungen durchgeführt. Jedes Kitateam hat seitdem eine*n qualifizierte Gesundheitslots*in als Ansprechpartner*in vor Ort. In den Fortbildungskursen erhielten die Gesundheitslots*innen Handwerkszeug mit Tipps und Informationen zur betrieblichen Gesundheitsförderung und lernten unter anderem Entspannungstechniken für Erwachsene und Kinder kennen. Sie erfuhren, wie Gesundheitsthemen kommuniziert und zum Besten des Teams umgesetzt werden können. Vor Ort in ihrer Kita informierten die Gesundheitslots*innen ihr Team über die Trägerangebote und nahmen gesundheitsrelevante Themen im Team wahr. Bedarfe werden an die Kita-Leitung und den Träger weiter geleitet. Die Lotsinnen und Lotsen sind Initiator und Initiatorin für gesundheitsfördernde Aktivitäten. Themenbeispiele sind: Wie schaffe ich es, ausreichend am Arbeitsplatz zu trinken?, wie wird rückenschonendes Arbeiten möglich?, Welche Entspannungsübungen gibt es für den Arbeitsalltag?, wie gelingt gutes Pausenmanagement?

Für die Vernetzung der Kitas untereinander und um einen guten Informations- und Kompetenzaustausch der Mitarbeiter*innen über die gesamte Mitarbeiterschaft generationenübergreifend zu fördern, wurde eine Kompetenzdatenbank eingerichtet. 60 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen haben sich bisher eingetragen und stellen ihr Knowhow anderen zur Verfügung

Um Entlastung im Kitaalltag zu schaffen und einen gesunden Umgang mit den beruflichen Herausforderungen zu ermöglichen haben wir im Jahr 2016 Supervisionsgruppen für Kitaleitungen und pädagogisches Fachpersonal eingerichtet. Hier können belastende Situationen reflektiert und persönliche Strategien zur Bewältigung entwickelt werden. Die Teilnahme ist für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen kostenlos und während der Arbeitszeit möglich. Die Treffen finden einmal monatlich statt.

Ein gesunder Betrieb benötigt kompetente Führungskräfte, die eine gesunde Führung anstreben. In mehrtägigen Fortbildungen reflektierten im Jahr 2016 unsere Kitaleitungen ihren Führungsstil und lernten Veränderungsprozesse professionell zu entwickeln und zu begleiten.

Auch jedes Kitateam hat die Möglichkeit in seiner Einrichtung einen speziellen Fokus auf das Thema Gesundheitsförderung zu legen und daran zu arbeiten. Eine Vielfalt von Themen wurde gewählt:
  • Atem- und Stimmtraining in der Kita Frankenstraße
  • Umgang mit Krankheit in den Kitas Dresdener Straße und Rosenheimer Straße
  • Bewältigung von Stress im Kitaalltag und konkrete Lösungsstrategien entwickelte die Kita Grüntaler Straße.
  • Rückentrainings am Arbeitsplatz zur Erhaltung der Rückengesundheit fanden in den Kitas Seestraße und Granitzstraße statt.
  • Die Verwaltung des Trägers hat sich für die Themen Ergonomie am Arbeitsplatz und Kommunikation entschieden.
  • Die Köche und Köchinnen erhielten eine spezifische Ergonomieschulung für Ihre Berufsgruppe, um Stehen, Heben und Tragen möglichst körperschonend durchführen zu können.


Arbeitsabläufe und Organisationsentwicklung sind mit dem Thema Gesunder Arbeitsplatz eng verbunden. Sehr intensiv reflektierten die Kitas Bülowstraße, Siekids, Preußstraße, Seestraße, Lützowstraße und Prenzlauer Berg ihre Arbeitsabläufe mit dem Ziel, alle Aufgaben gut zu bewältigen und unnötigen Stress zu vermeiden. Dabei wird auch das pädagogische Konzept reflektiert und ggf. überarbeitet.

Ein auf das Thema spezialisierter Referent hospitierte im Kitaalltag und führte Zeit- und Arbeitsstudien durch, die mit dem Team reflektiert und bearbeitet wurden. Der „Außenblick“ ist hilfreich, weil er „Betriebsblindheit“ erhellt und übergreifende Themenkomplexe zusammenführt. Mit den Beteiligten werden konkrete, alltagstaugliche Lösungen und. Veränderungen der Arbeit entwickelt.

Staffellauf 2016 - Laufen für Spaß und Fitness

Auch im Juni 2016 nahmen 10 Mannschaften aus verschiedenen Kitas und der Geschäftsstelle zum fünften Mal beim Firmen-Staffellauf der Berliner Wasserbetriebe teil. Der Teamgeist und das Kennenlernen von Mitarbeiter*innen aus anderen Kitas wird gefördert und neue Läuferinnen und Läufer für das Jahr 2017 motiviert.

Gesunde Ernährung

INA.KINDER.GARTEN ist für sein ausgefeiltes Ernährungskonzept bekannt, das zum Trägerschwerpunkt Gesundheitsförderung gehört. Deshalb fragen auch im Jahr 2016 häufiger Externe an. Änne Fresen, die Referentin für Gesundheit, referierte häufiger über das Konzept und dessen Umsetzung.

Im Januar führte sie Studierende des Studiengangs „Pädagogik und Bildung im Kindesalter“ in einem Seminar zur „Gesundheitsförderung und Ernährung in der Kita“ ein. Das Thema bietet den Garant für eine spannende Auseinandersetzung, da es jede*n Zuhörer*in persönlich berührt. So wurden die eigenen Ernährungsinteressen unmittelbar in die Diskussion eingebracht. Die Einführung fand nun schon im dritten Jahr statt und die Zusammenarbeit vertieft sich immer mehr.

Das Land Berlin organisierte im Jahr 2016 einen Fachtag „Allergenkennzeichnung und Umgang mit Nahrungsmittelallergien und –unverträglichkeiten in der Kita". Dort hat INA.KINDER.GARTEN seine Expertise zur Erstellung eines Kitakonzeptes in einem Workshop eingebracht. Inhalte, die besprochen wurden, waren die Kommunikation mit Eltern, die Kommunikation im Team, die Kommunikation zwischen Küchenfachkräften und Pädagogen, die Kennzeichnung der gekochten Speisen, die Kennzeichnung der Speisepläne.

In Fulda referierten die Kitaleiterin Nicole Pribil und die Referentin für Gesundheit, Änne Fresen, bei einer Veranstaltung des PariServe an der Hochschule in Fulda im Juni über das Thema „Nachhaltige Bildung und Verpflegung bei INA.KINDER.GARTEN“. Sie stellten die vom Träger formulierten Qualitätsansprüche für nachhaltiges Handeln und für nachhaltigen Konsum in den Bereichen Pädagogik, Gebäudemanagement und Verpflegung vor. Ein fundamentaler Baustein nachhaltiger Verpflegung sind die Fortbildungen der Küchenfachkräfte zur vollwertigen Speiseplanung und der Einkauf regionaler und ökologischer Lebensmittel und gemeinsame Fortbildungen von Küchenfachkräften und pädagogischen Fachkräften.

Die Küchenfachkräfte wurden auch im Jahr 2016 zu verschiedenen Themen umfangreich fortgebildet: Auf „Gesunde Ernährung mit Genuss“ wurde, wie in den davorliegenden Jahren, der Fokus der Fortbildungen gelegt. Mehrmals jährlich werden an den Fortbildungstagen aktuelle Fachthemen aus dem Bereich Ernährung/Verpflegung in der Kita bearbeitet. Die Umsetzung der Qualitätsstandards für Ernährung wurden reflektiert und weiter entwickelt. Auch die Lieferanten und die Qualität der eingesetzten Lebensmittel waren Thema. Die Kommunikation mit Eltern, Kindern und Mitarbeiter*innen war Thema eines Qualitätszirkels.

Erstmals im Jahr 2016 haben wir umfassende Schulungen der Trainees im Qualifizierungsprogramm zur Kitaleitung mit Gesundheitsthemen und dem Ernährungskonzept durchgeführt. Auch beim Willkommenstag für neue Mitarbeiter wurden die Inhalte des Gesundheits- und Ernährungs-konzeptes in einer Übersicht dargestellt.

Zweimal im Jahr 2016 hatten Eltern Gelegenheit, sich zum Vortrag über das Ernährungskonzept mit dem Titel „Schokolade zum Frühstück?“ in der Geschäftsstelle anzumelden. Ihre Fragen und ihre Sorgen konnten die Eltern einbringen, es entstanden lebhafte Diskussionen, die Eltern gewannen aber auch viele neue Erkenntnisse.

Der hohe Qualitätsanspruch, den wir an unser Ernährungskonzept und die damit verbundene Ernährungspädagogik legen, wurde auch im Jahr 2016 extern überprüft. 7 Kitas erhielten Besuch eines Auditors der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), der die Einhaltung des DGE-Qualitätsstandards für die Verpflegung in Kindertageseinrichtungen überprüft. Alle Kitküchen haben die Überprüfung der Kriterien im Audit mit mindestens über 90 Prozent erfüllt.

Am 8. März berichtete Änne Fresen im Auftrag der DGE über die mehrjährige Erfahrung mit der Einführung und der Verstetigung der FIT KID Zertifizierung. Zuhörer waren Mitarbeiter*innen von Gemeinschaftsverpflegungsbetrieben aus Halle an der Saale. Die Veranstaltung fand in den Franckeschen Stiftungen statt.

Wir waren gerne Wegbereiter und. Begleiter bei externen Anfragen.

Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung


Als Unterzeichner der Charta für Vielfalt sind wir einem vorurteilsfreiem Arbeitsumfeld verpflichtet. Wir fördern die Chancengleichheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der uns anvertrauten Kinder.

Wir erkennen die Förderung der Vielfalt bei INA.KINDER.GARTEN an und schaffen durch Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung der Vielfalt ein Arbeitsumfeld, das frei von Vorurteilen ist. Alle Menschen erfahren Wertschätzung, unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität.

In unserer trägerinternen Fortbildung widmet sich ein Baustein dem Thema Vielfalt. Kinder erleben eine große Vielfalt an Menschen: große - kleine, junge - alte, mit und ohne Behinderung, arme – reiche, dicke – dünne, männliche – weibliche, hellhäutige – dunkelhäutige und Menschen mit den verschiedensten Kulturen und Lebensformen. Aus Forschung und Erfahrung wissen wir, dass Kinder und Erwachsene sich wohlfühlen und gut lernen können, wenn diese Vielfalt produktiv zum Thema gemacht wird: Wo sind wir unterschiedlich? Was machen wir in unseren Familien anders als andere? Aber auch: Wo sind unsere Gemeinsamkeiten? Was ist in unserer Kita für alle gültig? So wird es leicht, einzuschreiten, wenn Menschen einander ausgrenzen, weil sie „anders“ sind.

Ziele dieser Fortbildung sind,
  • das Verständnis für die Bedeutung im Bezug auf die kindliche Identitätsentwicklung zu vertiefen,
  • eine respektvolle und wertschätzende Haltung gegenüber den Besonderheiten von Kindern und ihren unterschiedlichen Familienkulturen zu entwickeln und zu erweitern,
  • das Wissen und Können über Methoden der Auseinandersetzung mit Unterschieden, sozialer Vielfalt sowie Diskriminierung und Vorurteilen zu erweitern,
  • die Kompetenzen zu stärken, die verschiedenen Perspektiven und kulturspezifischen Hintergründe von Eltern wahrzunehmen und mit allen Eltern in einen vertrauensvollen und wertschätzenden Dialog zu treten.


Aktuelle Prozesse und Veränderungen versuchen wir bestmöglich aufzugreifen und zu thematisieren. Auf Wunsch unserer Leitungskräfte beschäftigten wir uns im Rahmen eines Leitungsforums mit dem Thema „Kinder geflüchteter Familien in der Kita“. In erster Linie ging es um eine Begriffsschärfung, den Austausch und die Sensibilisierung jedes Einzelnen. Was bedeutet Schutzstatus, subsidiär Schutzberechtigte, Ausweisung und Abschiebung eigentlich konkret? Wo können wir uns Hilfe holen, wenn die Verständigung nicht funktioniert? Wie kann WILLKOMMEN in der Praxis aussehen?

Darüber hinaus unterstützt INA.KINDER.GARTEN das Positionspapier des Berliner Bündnisses Willkommen KONKRET. Wir stehen dafür, dass verschiedene Kulturen und Sprachen zusammen kommen und in unseren Einrichtungen gemeinsam den Alltag gestalten.

Für den traditionellen Frauenberuf möchten wir mehr männliche Fachkräfte gewinnen und haben auch im Jahr 2016 um diese Zielgruppe geworben. Wir sind stolz, bereits so viele kompetente und engagierte Mitarbeiter in unseren Kitas zu haben, möchten diesen Anteil aber noch weiter steigern. Wir wollen Erzieher für alle Tätigkeiten in der Kita, ob es Sport, Werken, Malen, Tanzen, Singen, Theaterspiel, Kuscheln, Trösten, Wickeln, Füttern und vieles mehr ist. Und die Erfahrung zeigt es uns: Männer und Frauen sind jeweils so vielfältige Persönlichkeiten, dass wir sie nicht auf bestimmte genderspezifische Stärken festlegen wollen.

Deshalb beteiligen wir uns bei INA.KINDER.GARTEN sowohl am Girls‘ Day als auch am Boys‘ Day. Im Jahr 2016 erlebten drei 14-jährige Mädchen den Girls‘ Day bei INA.KINDER.GARTEN. Eine Schülerin begleitete den Leiter der Abteilung Bau auf seinem Arbeitstag und erlebte eine Arbeitsschutzbegehung in der Kita Augustenburger Platz. Zum anderen legten zwei Schülerinnen in der Tochtergesellschaft INA.KINDER.GARTEN Collection, einer Tischlerei, beim Schleifen und Hobeln Hand an. Ein selbst hergestelltes Frühstücksbrettchen konnten Sie nach diesem Tag mit nach Hause nehmen.

Elf Einrichtungen von INA.KINDER.GARTEN öffneten ihre Türen für interessierte Jungen zum Boys‘ Day – dem Zukunftstag für Jungen. Die Jungen hatten die Möglichkeit, einen Tag lang Einblicke in den Alltag einer Kita zu bekommen, pädagogische Angebote zu begleiten und selbst aktiv zu werden, indem sie zum Beispiel vorlasen, gemeinsam mit den Kindern kreativ etwas gestalteten oder die Kinder im Freien begleiteten. Langeweile kam auf keinen Fall auf.

Externe und interne Evaluation

In der Qualitätsvereinbarung vom Januar 2006 zwischen Senatsverwaltung und Trägerverbänden ist formuliert, dass jede Kindertageseinrichtung im Land Berlin ihre pädagogische Konzeption intern evaluiert. Dieser Verpflichtung sind im Jahr 2016 die Einrichtungen von INA.KINDER.GARTEN nachgekommen.

Die Kindertagesstätten Neue Steinmetzstraße, Flurweg und Grüntaler Straße wurden im Jahr 2016 extern evaluiert.

Darüber hinaus haben folgende Kitas interne Evaluationen durchgeführt:
  • Bülowstraße: Gestaltung des alltäglichen Lebens (Aufgabenbereich)
  • Dresdener Straße: Erzieher*innen unterstützen Kinder in ihrer Selbständigkeitsentwicklung, indem sie ihnen ermöglichen, das Leben in der Kindertagesstätte aktiv mit zu gestalten (Grundsatz 7)
  • Finchleystraße: Ernährung
  • Flurweg: Ernährung, Raumgestaltung, Übergänge gestalten
  • Frankenstraße: Bildungsverständnis
  • Grüntaler Straße: Partizipation
  • Habersaathstraße: Gestaltung des alltäglichen Lebens
  • Lüneburger Straße. Pädagoginnen und Pädagogen unterstützen alle Mädchen und Jungen, ihre Phantasie und ihre schöpferischen Kräfte im Spiel zu entfalten
  • Lützowstraße: Raumgestaltung
  • Markgrafenstraße: Übergänge gestalten
  • Prenzlauer Berg: Pädagoginnen und Pädagogen unterstützen alle Mädchen und Jungen, ihre Phantasie und ihre schöpferischen Kräfte im Spiel zu entfalten
  • Rosenheimer Straße: : Pädagoginnen und Pädagogen unterstützen alle Mädchen und Jungen, ihre Phantasie und ihre schöpferischen Kräfte im Spiel zu entfalten
  • Seestraße: Erzieher*innen unterstützen Mädchen und Jungen in ihrer geschlechterspezifischen Identitätsentwicklung und wenden sich gegen stereotype Rollenzuweisungen und –übernahmen


Arbeit an der Trägerkonzeption

Die Workshops der Kitaleitungen beschäftigten sich im Jahr 2017 mit dem Recruiting neuer Mitarbeiter*innen. Die Grundlagen nahm im Sommer eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Kitaleiterinnen, der Personalleiterin und der kaufmännischen Geschäftsführerin auf und erarbeitete ein Recruitingkonzept. Das Konzept wurde um das Thema Bindung der Mitarbeiter*innen erweitert.

Umsetzung des Berliner Bildungsprogramms zum Thema Natur in verschiedenen Kindertagesstätten

Im INA.KINDER.GARTEN Habersaathstraße wird das Thema Natur und Bildung für nachhaltige Entwicklung besonders groß geschrieben: Kinder bekommen die Möglichkeit, im Garten Obst und Gemüse selbst anzupflanzen. Dazu steht jeder Gruppe ein eigenes Hochbeet zur Verfügung, das die Kinder eigenverantwortlich in Ordnung halten. Daneben pflegen die Kinder auch die kleine Obstplantage, die Kräuterspirale und den Kartoffelacker. Der INA.KINDER.GARTEN Habersaathstraße wurde im Jahr 2016 von der Bundesumweltministerin Barbara Hendricks stellvertretend für alle 200 Kindergärten des Netzwerk-Projekts „Kinder-Garten im Kindergarten“ des Forschungsinstituts für biologischen Landbau e.V. (FiBL) als Vorzeigeprojekt im Rahmen der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet. Bei ihrem Besuch verschaffte sich Barbara Hendricks auch einen Eindruck davon, wie die Kinder im INA.KINDER.GARTEN Habersaathstraße täglich Natur erleben können. Ziel des bundesweiten Netzwerks „Kinder-Garten im Kindergarten“ ist es, das Bewusstsein für die biologische Vielfalt sowohl bei den Kindern und den Erzieherinnen und Erziehern als auch bei den Eltern der Kinder zu fördern. Dazu gehören eine naturnahe Gestaltung des Kindergartengeländes und verschiedene Angebote zum Gärtnern, um möglichst vielseitige Naturerlebnisse zu ermöglichen.

Der INA.KINDER.GARTEN Habersaathstraße nutzte seine jährliche Teamfortbildung, um sich in Amsterdam über naturnahe Erziehung auszutauschen. Kitas, Horte und Naturspielplätze waren Ziel, um denAustausch mit den dortigen Erzieherinnen und Erziehern zu suchen und Inspiration für die Weiterentwicklung des eigenen pädagogischen Konzeptes der naturnahen Bildung zu erhalten.

Im INA.KINDER.GARTEN Lützowstraße finden sich seit dem Jahr 2016 Bienenstöcke auf dem Gründach der Kita. Ein ehemaliger Vater der Kita, der beruflich als Imker unterwegs ist, hat für die Bienen ein neues Zuhause eingerichtet. Bienen sind klein, aber sie haben einen großen Einfluss auf das Ökosystem. Bienen erzeugen nicht nur leckeren Honig, sie bestäuben auch rund 80 Prozent der Pflanzen und sichern damit das Überleben von Bäumen, Blumen und Gräsern und damit unsere Nahrungsmittel. Mit dem neuen Projekt möchte die Kita den Kindern ermöglichen, die Natur und ihre Umwelten mit großer Neugier und allen Sinnen zu erkunden, Zusammenhänge zu entdecken und sich selbst als Teil von Natur zu verstehen. Einige Kinder konnten bereits gespannt beobachten, wie sich der Schwarm teilte und eine neue Bienenkönigin geboren wurde.

Mit Unterstützung des lokalen Quartiersmanagement wurde die Fassade des INA.KINDER.GARTEN Dresdener Straße mit vertikalen Gärten verschönt, das ist das Ziel der Begrünung des Gebäudesockels zur Dresdener Straße hin. Mit dem Projekt „Vertikale Gärten“ hat sich der Träger in Zusammenarbeit mit jetzigen und ehemaligen Eltern der Kita, dem OSZ Umwelt und Gartenbau, den Wandkünstlern von Innerfields und mit finanzieller Unterstützung durch den Projektfonds Soziale Stadt auf den Weg gemacht, die Fassaden des Kindergartens zu verschönern und das Haus wieder zur „grünen Lunge“ der Straße zu machen. Für die Anwohner und die Familien soll das Umfeld angenehm werden.

Konsultationskita des Landes Berlin für den Themenbereich Kunst

Im Jahr 2016 hat sich das Team, nachdem die Kita im Jahr 2015 als Konsultationskita für den Themenbereich Kunst durch die Senatsverwaltung für Bildung, Familie, Jugend ausgewählt wurde, mit den Inhalten der Konsultationskita auseinandergesetzt. Neben einer grundlegenden Bestandsaufnahme wurde überlegt, was strukturell noch verändert werden muss, um den Schwerpunkt (bildnerisches Gestalten, Musik und Theaterspiel) eine starke Geltung hat und potentiellen Besuchern einen guten Einblick verschafft. Nicht nur strukturelle Änderungen, sondern auch eine personelle Veränderung wurde festgelegt: Eine Fachkraft ist für die gruppenübergreifende Arbeit mit allen Kindern der Kita zuständig. Sie wird als Atelier- und Werkstattpädagogin in Absprache mit den Gruppenerzieher*innen verschiedene Angebote durchführen, dazu gehören auch Außenaktivitäten. Sie wird eine Fortbildung im SFBB besuchen, um sich auch fachlich weiter zu bilden. In den Eingangsbereichen der Kita wurden die Dokumentationen erneuert und stark auf das Berliner Bildungsprogramm bezogen. Weiterhin wurde ein Begrüßungsposter für die Besucher erarbeitet, das einen Überblick über die Inhalte der Konsultationskita gibt.

Seit Anfang 2016 arbeitet die Kindertagesstätte eng mit dem TuKi zusammen. Zwei Erzieherinnen beschäftigen sich intensiv mit dem Thema Theater und Kita. Verschiedene Fortbildungen und die Zusammenarbeit mit unserem Partnertheater, der Schaubude regen die Fachkräfte an und motivieren, mit den Kindern eigenständig Theater zu spielen und auszuprobieren. Mit Sachmitteln, die durch die Senatsverwaltung zur Verfügung gestellt wurden, konnte ein Raum als Theaterraum ausgebaut werden, dazu gehörten Kulissen und Möbel.

Die Kita hatte im Jahr 2016 neun Besuchergruppen mit insgesamt 84 Besuchern, 7 Gruppen kamen aus Berliner Fachschulen für Erzieher, eine Gruppe kam aus Hessen, eine aus Japan und als Einzelbesucher kam ein Professor einer südkoreanischen Universität.

Auch alle anderen Kindertagesstätten von INA.KINDER.GARTEN kamen der satzungsgemäßen Aufgabe nach, ihre Türen für Konsultationen zu öffnen.

Der INA.KINDER.GARTEN Grüntaler Straße hatte eine Besuchergruppe und hat zu alltagsintegrierter Sprachförderung und offene Arbeit informiert. Auch Mitarbeiterinnen eines INA.KINDER.GARTEN haben sich über die Arbeit mit dem Sprachlerntagebuch informiert.
Der INA.KINDER.GARTEN Augustenburger Platz hatte im Jahr 2016 15 Besuchergruppen mit insgesamt 136 Personen
Den INA.KINDER.GARTEN Lüneburger Straße besuchte eine Gruppe vom Berufskolleg der Stadt Bielefeld.
Sieben Gruppen meldeten sich im INA.KINDER.GARTEN Brüsseler Straße an, davon drei aus Berlin, drei aus anderen deutschen Städten und eine Gruppe kam aus Nottingham. Themen der Besuche waren: Situationsansatz, offene Arbeit und große Altersmischung, Vielfalt und Raumgestaltung.
Ausbildende des SPI und Studierende aus Bad Nauheim besuchten den INA.KINDER.GARTEN Frankenstraße.
Der INA.KINDER.GARTEN in der Habersaathstraße hatte 2016 vier Gruppen mit Besuchern, die sich in der Ausbildung zur Erzieherin oder zum Erzieher befanden, zwei Gruppen aus Holland, eine aus Dänemark und eine aus Norwegen. Themen, die besprochen wurden: Naturnahe Kita, Konsultationskita, Beobachtung und Dokumentieren, Kinderbetreuung in Berlin, Berliner Bildungsprogramm, pädagogisches Konzept Situationsansatz und Raumgestaltung.
Den INA.KINDER.GARTEN Neue Steinmetzstraße besuchte eine Gruppe aus Mannheim und eine aus Dresden, weiterhin war eine Seminargruppe unserer Kooperationsschule Marie-Elisabeth-Lüders-Oberschule in der Kita.
Eine niederländische Besuchergruppe suchte den INA.KINDER.GARTEN Flurweg auf.
Den INA.KINDER.GARTEN Preußstraße besuchten 45 Studentinnen und Studenten aus niederländischen Ausbildungsstätten oder Hochschule und aus einer Fachschule in Bad Nauheim. 20 Studentinnen des Summa College in Eindhoven absolvierten jeweils ein einwöchiges Praktikum.
Dreizehn Gruppen waren im INA.KINDER.GARTEN Dresdener Straße, während den INA.KINDER.GARTEN Bülowstraße zwei Gruppen Studierender besuchten.
Eine Gruppe aus den Niederlanden besuchte den INA.KINDER.GARTEN Seestraße.

Personalmanagement


Gehaltserhöhungen für alle Mitarbeiter

Zum Jahreswechsel 2015/2016 haben wir unseren Mitarbeiter*innen ein individualvertragliches Angebot einer Entgelterhöhung von 8,5 % in drei Stufen (mit der letzten Stufe zum 01.09.2016) und einer Einmalzahlung gemacht. Nahezu alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben unser Angebot angenommen. Bei der Urabstimmung der GEW haben sich die Mitglieder zuvor gegen einen Streik entschieden, die für einen Streik erforderliche Mehrheit von 75% wurde nicht erreicht. Wir freuen uns sehr darüber, dass den Familien mit einem Streik verbundene Belastungen erspart bleiben. Weitere Verhandlungen mit der GEW hat es in 2016 nicht gegeben. Wir werden im Jahr 2017 unseren Mitarbeitern wieder ein Angebot für eine individualvertragliche Entgelterhöhung zum 01.09.2017 verbunden mit einer Einmalzahlung unterbreiten.

INQA Audit

Im Jahr 2015 entschieden wir uns, das INQA Audit zur zukunftsfähigen Unternehmenskultur zu durchlaufen. Mit einer Mitarbeiterbefragung startete das Audit, daraufhin wurden mit einer Steuerungsgruppe Aufgaben definiert, die in den Jahren 2015 und 2016bearbeitet wurden.

Zum Jahresende 2016 haben wir das INQA Audit - 16 Monate nach unserer großen Mitarbeiterbefragung im September 2015 - erfolgreich abgeschlossen und tragen nun das Gütesiegel „Zukunftsfähige Unternehmenskultur“. Das Entscheidungsgremium, bestehend aus je einem Vertreter des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, Great Place to Work® Deutschland, Das Demographie Netzwerk e.V. sowie die Bertelsmann Stiftung hat uns die INQA-Audit Auszeichnung zuerkannt. Die Auszeichnung ist zwei Jahre gültig, danach können wir uns re-auditieren lassen.

In den zurückliegenden Monaten haben wir uns im Rahmen des Audits und mit verschiedenen einzelnen Maßnahmen für die herausfordernden Bedingungen unserer zukünftigen Arbeitswelt aufgestellt. Unsere Maßnahmen im Einzelnen:

Kommunikation
Um die Wünsche zur internen Kommunikation zu erfassen, haben wir erfragt, welche Informationen bei den Teams ankommen und zum anderen, welche Themen für die Erzieher*innen am wichtigsten sind. Gespräche zwischen Tür und Angel und lange Schriftstücke werden beide als nicht hilfreich empfunden. Inhaltlich haben Themen, die direkt mit der Arbeit in der Kita zusammenhängen, die höchste Priorität. Themen, die eher mit der Träger oder auch der Leitung zusammenhängen, sind für die meisten eher nicht ganz so wichtig. Diese Wünsche und Hinweise haben wir mit dem Flügelschlag aufgegriffen.

Arbeitsorganisation und Arbeitszeit
Mit diesem Projekt soll auf eine realistische Arbeitszeitgestaltung hingewirkt werden, die den Arbeitsdruck senkt. Alle Kitas hatten die Möglichkeit, sich für dieses Projekt zu entscheiden. Die Analyse bezog sich zunächst auf den Dienstplan und wie viele Fachkräfte wann benötigt werden. Im zweiten Schritt wurde definiert, welche Aufgaben im Tagesablauf anfallen und wer diese erledigen kann. Dann war es die Aufgabe des Teams, festzulegen welche Aufgaben entfallen können, wenn Personal fehlt und welche Aufgaben umverteilt werden müssen.

Physische und psychische Gesundheit
Die betriebliche Gesundheitsförderung ist uns ein wichtiges Anliegen und wir möchten Ihre Wünsche und Bedürfnisse zu diesem Thema aufgreifen. Der Informationsfluss wird daher zukünftig über die Gesundheitslotsen in jeder Kita gewährleistet. Die Gesundheitslotsen werden die persönlichen, gesundheitsgefährdenden Bedingungen in der Kita im Blick haben, informieren ihre Teams über die Angebote des Trägers zur Gesundheitsförderung und geben Bedarfe über die Kitaleitung an den Träger weiter.

Organisationelle und individuelle Resilienz
Die Anpassungsfähigkeit des Trägers und die Veränderungsbereitschaft, sich auf neue Situationen einzustellen, müssen ständig reflektiert werden. Das ist eine Führungsaufgabe. Die Bereitschaft, auch der Führungskräfte in den Kitas, diese Aufgabe anzunehmen und mit neuen Situationen umzugehen, soll gestärkt werden. Deshalb haben wir für die Führungskräfte in den letzten zwei Monaten eine zweitägige Fortbildung zum Thema Veränderung durchgeführt und dabei als Praxisbeispiel in unser neues Kompetenzmodell eingeführt.

Personalentwicklung
Als Orientierung für Erzieher*innen, welche Kompetenzen sie bei INA.KINDER.GARTEN benötigen, wurde ein Kompetenzmodell entwickelt. Auf Basis dieses Kompetenzmodells werden Sie ab diesem Jahr die jährlichen Personalentwicklungsgespräche mit ihrer Kitaleitung führen. Dabei geht es um Ihre Selbsteinschätzung, wo Sie Ihre Stärken und Kompetenzen sehen und auch die Fremdeinschätzung durch die Führungskraft. Im Gespräch werden Qualifizierungsbedarfe identifiziert und entsprechende Entwicklungsmaßnahmen vereinbart.

Eine weitere Maßnahme in diesem Bereich ist die Einrichtung einer Kompetenzdatenbank. Wir haben zunächst in drei Kitas mit der Erfassung Ihrer individuellen Stärken und Kompetenzen begonnen. Ziel ist es, die Kitas und Erzieher*innen miteinander mehr zu vernetzen, Wissen weiterzutragen und eine Plattform für den Austausch von Erfahrungen zu schaffen.

Wissenstransfer
Um eine noch bessere Zusammenarbeit zwischen Küchenfachkräften und Pädagoginnen und Pädagogen zu ermöglichen, soll der wechselseitige Erfahrungsaustausch gefördert werden. Dazu wurde die aktuelle Situation ausgewertet. Die wichtigste sich daraus ergebende Empfehlung lautet: Einrichtung einer Ernährungs-AG in jeder Kita, in der die Küchenfachkraft, die Kitaleitung und je ein*e Erzieher*in aus den Abteilungen vertreten sind.

Familie und Beruf
Mitarbeiter*innen, die aus der Elternzeit zurückkehren, werden interne Kitaplätze angeboten, die nahe zur eigenen Einrichtung oder zur Wohnung liegen. Diese Maßnahme gilt auch für die Werbung neuer Mitarbeiter*innen.

Genderförderung
Die Gleichbehandlung zwischen Mann und Frau ist eine ausgewiesene Stärke von INA.KINDER.GARTEN. Allerdings soll die Quote der Männer weiter erhöht werden und wir werden von Genderförderung sprechen.
Wir haben zwei Genderbeauftragte – eine Frau und einen Mann – gesucht, damit eine bessere Geschlechterverteilung beim Thema erreicht wird. Für die Aufgabe gewinnen konnten wir eine Erzieherin und einen Erzieher aus unserem INA.KINDER.GARTEN Dresdener Straße.

Anteil der männlichen Fachkräfte

Im Jahr 2016 konnten wir den Anteil männlicher Fachkräfte für die pädagogische Arbeit weiter steigern und sind unserem Ziel, die Männerquote in den Kitas auf 15 Prozent zu erhöhen, deutlich näher gekommen. Zum Jahresende 2016 hatten wir bei den pädagogischen Fachkräften einen Männeranteil von etwas über 13%. Viele Männer gewannen wir als Quereinsteiger im Rahmen der berufsbegleitenden Erzieherausbildung.

Basisqualifizierung im Situationsansatz

Der Aufstieg in die nächsthöhere Gehaltsstufe ist laut Tarifvertrag in den ersten drei Jahren abhängig vom Kurs „Spezialist/in für Bildungsprozesse im Situationsansatz“. Die 21-tägige Fortbildung wird in sieben Modulen durchgeführt.

In der Regel besuchen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Fortbildungen individuell. Wir bieten zweimal jährlich die sogen. Basisbausteine eins bis drei an und auch in den Modulen vier, fünf und sechs wurde zweimal jährlich fortgebildet. Das Abschlussmodul sieben wurde dreimal im Jahr angeboten. Insgesamt wurden im Jahr 2016 elf Module der Zertifikatsweiterbildung durchgeführt an denen 147 Fachkräfte beteiligt waren. Zusätzlich hat die Brüsseler Straße den Baustein 7 kitaintern mit 10 Teilnehmer*innen absolviert.

Im Jahr 2016 haben 34 Mitarbeiterinnen von INA.KINDER.GARTEN den Kurs mit dem Modul 7 abgeschlossen und sind nun „Spezialist*in für Bildungsprozesse im Situationsansatz“.

Fortbildungen

Dem Thema Kinderschutz widmet INA.KINDER.GARTEN nach wie vor breite Aufmerksamkeit. In jeder Kindertagesstätte soll eine „insofern erfahrene Kinderschutzfachkraft“ tätig sein. Seit dem Jahr 2015 sind 14 Personen als Kinderschutzfachkraft ausgebildet. Im Jahr 2017 werden fünf weitere Mitarbeiterinnen die Qualifizierung abschließen. Die Fachkräfte unterstützen nicht nur in der eigenen Kita, sondern beraten kollegial auch die anderen Einrichtungen. Deshalb haben wir ein tragfähiges Netz aufgebaut, die Gruppe trifft sich in regelmäßigen Abständen.

Neben den Kursen zum Situationsansatz haben wir trägerinterne Fortbildungen angeboten:
Den Kurs „Führen und Leiten im Situationsansatz“ besuchten 11 Teilnehmer*innen, zweimal im Jahr 2016 gab es eine jeweils eintägige Fortbildung zum Thema „Aufsichtspflicht“, die insgesamt 22 Mitarbeiter*innen besuchten. An der eintägigen Fortbildung zum Thema „Gesetzlicher Arbeitsschutz und Gefährdungsbeurteilungen“ nahmen acht Fachkräfte teil. Die Fortbildung zum Thema „KitaNews“ wurde zweimal durchgeführt und von 15 Mitarbeiter*innen besucht. An der Fortbildung „Einführung in die interne und externe Evaluation“ nahmen 10 Mitarbeiter*innen teil. Die Fortbildung zum Thema „Führungskräfte-Training Kompetenzmodell“ wurde von 15 Personen besucht und die Fortbildung zum Sprachlerntagebuch, die zweimal angeboten wurde, haben 25 Mitarbeiter*innen besucht.

Berufsbegleitende Ausbildung

Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, qualifizieren wir berufsfremde Mitarbeiter*innen zur/zum Erzieher*in. Im Jahr 2016 hat wieder ein Erzieher die Ausbildung mit der staatlichen Anerkennung abgeschlossen. Neu mit der Ausbildung begonnen haben im Jahr 2016 neun Mitarbeiter*innen. Aktuell befinden sich zum Jahresende 2016 20 Mitarbeiter*innen in berufsbegleitender Ausbildung.

Bewerbertag
Im Jahr 2016 führten wir wieder einen Bewerbertag durch. Der Fachkräftemangel war im Jahr 2016 deutlich spürbar. Leider mussten wir feststellen, dass die Fluktuationsrate in diesem Jahr leicht angestiegen ist, während sie im Jahr 205 gesunken war.

Wir nahmen an verschiedenen Trägermessen teil, um INA.KINDER.GARTEN als attraktiven Arbeitgeber vorzustellen und sind auch bei den Praktikanten- und Jobbörsen der Berliner Fach- und Hochschulen vertreten.

Traineeprogramm

Mit unserem Traineeprogramm für zukünftige Führungskräfte in der Kita sind wir 2016 schon in die vierte Runde gegangen. Bereits seit 2013 bilden wir mit Blick auf die Altersstruktur unserer Kitaleitungen Nachwuchskräfte für diese komplexe und anspruchsvolle Leitungs- und Managementaufgabe aus. Zu Beginn des Kitajahres 2016/17 haben wir sieben weitere Trainees eingestellt.
Die Trainees der Jahrgänge 2013 bis 2015 sind mittlerweile alle als Leitung oder Co-Leitung tätig und auch die Trainees des Jahres 2016 werden in 2017 diese Funktion übernehmen.

Bau- und Facility-Management


Der Sanierungsplan der für die bauliche Erneuerung und Verbesserungen in und an den Gebäuden aufgestellt wurde, enthält fortlaufende Instandhaltungen und Erneuerungen an Dach und Fach. Die Investitionen führten jeweils zu einer wesentlichen Verbesserung der baulichen Substanz der Kindertageseinrichtungen. Allerdings besteht weiterhin erheblicher Sanierungs- und Instandhaltungsbedarf, für den die gebildeten Rücklagen nicht ausreichend sind.

Im Jahr 2016 wurden an folgenden Einrichtungen größere Umbauten durchgeführt:

Im INA.KINDER.GARTEN Brüsseler Straße wurde die Verteilerküche mit 1.OG vollständig saniert und mit neuen Küchenmöbeln und –geräten ausgestattet. Weiterhin wurden auf dem Kita-Spielplatz zwei neue Baumhäuser aufgestellt, die Spiellandschaft wurde mit einer Umrandung und Fallschutz versehen. Die Gesamtkosten betrugen: 25.000 Euro.

Im INA.KINDER.GARTEN Bülowstraße wurde mit Eigenmitteln die Sanierung der Waschräume fortgesetzt, nun im ersten Obergeschoss. Es entstanden Kosten in Höhe von 74.800 Euro. Mittel des Quartiersmanagements standen für den Ausbau von Räumen als Elterntreff im Familienzentrum zur Verfügung. Beim Umbau dieser Räume wurde festgestellt, dass bereits bei der Errichtung der Kita das Brandschutzkonzept nicht ausreichend berücksichtigt wurde. Deshalb waren erhebliche Nachrüstungen gefordert, die Gesamtkosten betrugen 211.400 Euro, die teilweise vom Träger finanziert wurden.
Weiterhin wurde der unmittelbare Zugang zur Kita umzäunt, damit die starken Verschmutzungen, die durch das Umfeld entstehen, abgemildert werden und der Zugang außerhalb der Kitaöffnungszeiten unterbunden wird. Diese Sicherungsmaßnahme kostete: 10.000 Euro.

Das Quartiersmanagement am Kottbusser Tor finanzierte für den INA.KINDER.GARTEN die vertikalen Gärten, die zur Fassadenbegrünung beitragen in Höhe von 35.000 Euro. Ein Vario-Cooking-Center, das alte Hockerkocher ersetzt und den Köchinnen die Arbeitsabläufe erleichtert, wurde für 15.000 Euro mit Eigenmitteln installiert.

Im INA.KINDER.GARTEN Granitzstraße musste laut behördlicher Auflage ein Fettabscheider eingebaut werden, die Kosten aus Eigenmitteln betrugen 18.000 Euro.

Im INA.KINDER.GARTEN Lützowstraße wurde aus Lärmschutzgründen der Bewegungsraum zu den übrigen Gruppenräumen mit einer Wand abgegrenzt, die Kosten aus Eigenmitteln betrugen 8.000 Euro.

Die Treppengeländer des INA.KINDER.GARTEN Prenzlauer Bergentsprechen nicht mehr den heutigen Sicherheitsvorschriften, sie mussten für 15.000 Euro ertüchtigt werden.

Im INA.KINDER.GARTEN Seestraße schlug eine Flachdachsanierung mit 12.000 Euro zu Buche.

Der INA.KINDER.GARTEN Finchleystraße lässt sich auf Grund seiner Bausubstanz nicht sanieren. Im Jahr 2016 wurden Rücklagen gebildet, die den Abriss ermöglichen und einen zweiten Bauabschnitt mit 100 Plätzen. Der Abriss des Bestandsgebäudes wurde im Jahr 2016 vorbereitet, Abbruch und Neubau erfolgen ab dem Jahr 2017.

Einnahmen und Spendenaufkommen


Spenden

Für die Kindertagesstätten haben wir im Jahr 2016 Spenden in Höhe von 32.078,38 Euro eingenommen. Darunter sind Spenden in Höhe von 1.839,47 Euro, die über den Bildungsspender eingenommen werden konnten.

Einnahmen für Frühstück und Vesper

Die folgenden Kitas bieten den Kindern ihrer Einrichtung neben Mittagessen auch Frühstück und/oder Vesper an: Dresdener Straße, Finchleystraße, Frankenstraße, Bülowstraße, Lützowstraße, Brüsseler Straße, Grüntaler Straße, Neue Steinmetzstraße, Granitzstraße, Augustenburger Platz, Preußstraße, Rosenheimer Straße. Wir haben zweckgebundene Einnahmen in Höhe von 164.383,50 Euro erzielt.

Gruppenkassen

Die Kindertagesstätten Frankenstraße und Neue Steinmetzstraße haben mit den Eltern eine Vereinbarung über Gruppenkassen getroffen. Dafür sind Einnahmen in Höhe von 10.116 Euro entstanden.

Anwendung von unentgeltlicher Software

Wir wenden die Software think-cell, die uns als gemeinnützigem Unternehmen unentgeltlich zur Verfügung steht, für Tabellen und Grafiken der betriebswirtschaftlichen Jahresgespräche zwischen Kitaleitung und kaufmännischer Geschäftsführung an und illustrieren mit Hilfe der Software die Ergebnisse.

Prüfung durch das Finanzamt

Das Finanzamt für Körperschaften führte im Jahr 2016 eine Lohnsteuer-Außenprüfung durch, die wenig Grund für Beanstandungen bot.

Kooperationen mit Unternehmen


Auch im Jahr 2016 bestanden Unternehmenskooperationen, die zusätzliche Finanzmittel einbrachten. Das Geld kommt der Arbeit mit den Kindern den Kitas direkt zu Gute. Wir kooperieren inzwischen mit 15 Unternehmen / Kliniken / Forschungsinstituten / Ministerien. Die meisten Kinder innerhalb dieser Kooperationen betreuen wir für die SIEMENS AG und die Vivantes Kliniken.

Für die Charité Universitätsmedizin Berlin betreiben wir auf dem Gelände des Campus Virchow eine Betriebskindertagesstätte mit 118 Plätzen, die gegenüberliegende Kita Brüsseler Straße bietet 40 Plätze für Kinder von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Charité an. Die Kita Augustenburger Platz hat erweiterte Öffnungszeiten von 5.45 bis 20.15 Uhr, und ist an jedem zweiten Wochenende im Monat geöffnet.

Kooperationen


Marie-Elisabeth-Lüders-Oberschule

Die Marie-Elisabeth-Lüders-Oberschule (MELO), eine Fachschule, die Erzieherinnen und Erzieher ausbildet und INA.KINDER.GARTEN haben im Jahr 2016 eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Ziel ist es, Praxis und Theorie im Rahmen der Erzieherausbildung stärker zu verzahnen. INA.KINDER.GARTEN wird nicht nur Expertenwissen für die Praxis und den Fachunterricht bereitstellen, sondern Studierenden der MELO in den unterschiedlichen Praxisphasen Praktikumsplätze zur Verfügung stellen. Darüber hinaus öffnet INA.KINDER.GARTEN den trägerinternen Kurs „Spezialist/in für die Gestaltung von Bildungsprozessen“ für interessierte Studierende. Die Fachbereichsleitung SoWi und Kooperationsbeauftragte der MELO, konnten wir als Referentin für einen Baustein der trägerinternen Zertifikatsweiterbildung zum Thema „Gestaltung und Dokumentation von Bildungsprozessen“ gewinnen. Die langfristig angelegte Zusammenarbeit soll im Jahr 2017 intensiviert werden.


Fachschule für Sozialpädagogik Pro Inklusio

INA.KINDER.GARTEN hat mit der Pädagogischen Geschäftsführerin und der Personalleiterin im pädagogischen Beirat der Schule mitgearbeitet. Deshalb konnten wir über die Ausrichtung und inhaltliche Gestaltung der Schule mitbestimmen, wo wir regelmäßig zwei Ausbildungsplätze in der berufsbegleitenden Ausbildung belegen.

KinderKünsteZentrum

Die erfolgreiche Kooperation mit dem KinderKünsteZentrum wurde im Jahr 2016 fortgesetzt. Die pädagogische Geschäftsführerin arbeitet im Beirat des KinderKünsteZentrums mit und nimmt aktiv an den monatlichen Jour fixe des Netzwerkes frühe kulturelle Bildung teil.

In der ersten Jahreshälfte zeigte das KinderKünsteZentrum die Ausstellung Sonne! Energie + Kunst, deren Schirmherr Olafur Eliasson war. 72 Kinder haben sich über mehrere Monate kreativ mit unserem Sonnensystem, mit Solarenergie, mit Licht und Schatten beschäftigt. Die Ergebnisse waren in der Mitmach-Ausstellung zu erleben. Die Ausstellungseröffnung besuchten mehr als 150 Gäste und staunten über die Kunstwerke der Kinder. Auch der INA.KINDER.GARTEN Prenzlauer Berg stellte sein Projekt vor: Sterne und Polarlichter. Mit selbst erdachten Sternenbildern erschufen sich die Kinder ihre eigene Sternengalaxie.

In der zweiten Jahreshälfte lautete der Ausstellungstiel Farb-Labor: Experimente mit Farben! Mitmach-Werkstatt für Kinder von 2 Jahren bis 10 Jahren. Diese Ausstellung war die erste von insgesamt drei jährlich stattfindenden Farb-Werkstätten des KinderKünsteZentrums. Kinder und ihre Familien konnten Pflanzenfarben selbst herstellen und mit ihnen experimentieren. Sie bauten eine Raum-Installation, die sich aus den Farben Weiß und allen bunten Farben aus Gelb, Rot und Blau.
Die Angebote richteten sich vorwiegend an Kinder und Familien aus dem Kiez rund um die Ganghoferstraße, in der das KinderKünsteZentrum liegt. Gefördert wurde das Projekt vom Quartiersmanagement Ganghoferstraße.

Die Ergebnisse der Ausstellung waren im KinderKünsteZentrum und in den Schaufenstern im Kiez zu sehen, Farbe für den Stadtraum – sie eroberte das Quartier!

Tochtergesellschaft INA.KINDER.GARTEN Berlin gGmbH


INA.KINDER.GARTEN Berlin gGmbH ist seinen satzungsgemäßen Zielen im Jahr 2016 durch den Betrieb der Kindertagesstätte SieKids Bärchenbande, der Betriebskindertagesstätte der SIEMENS AG in Berlin Siemensstadt mit der pädagogischen Ausrichtung nach dem Situationsansatz nachgekommen. Die Kindertagesstätte mit naturwissenschaftlicher, zweisprachiger Ausrichtung war zu Konsultationszwecken für Besucher geöffnet.

Im ersten Jahr nach der Eröffnung lag der Schwerpunkt auf der Erweiterung des Teams durch neue Mitarbeiter*innen und der Eingewöhnung neuer Kinder. Zum Jahresende 2016 war die Kita mit 65 Kindern belegt. Die Zusammenarbeit mit den Eltern nahm einen starken Stellenwert ein, die Eltern waren eingeladen, sich zu beteiligen, das geschah zum Beispiel durch einen gemeinsamen Gartenaktionstag, an dem Eltern mit ihren Kindern die vielen geschenkten Nutzpflanzen und Blumen pflanzten. Die vorhandenen Hochbeete wurden zu einem Obst- und Gemüsegarten mit Kohlrabi, Erdbeeren und einen Kräutergarten.
Im Juli 2017 wurde die Kita in das von der Bundesregierung finanzierten Programm „KitaPlus“ aufgenommen. Mit den Programmgeldern konnte die Öffnungszeit bis 19.00 Uhr erweitert werden. Das geschah sukzessive in der zweiten Jahreshälfte.

Tochtergesellschaft INAKINDERGARTENcollection GmbH


INA.KINDER.GARTEN ist mit 100 Prozent der Einlagen an der Tochtergesellschaft INAKINDERGARTENcollection GmbH beteiligt. Die Tischlerei ist auf hochwertige Kindergartenmöbel und individuelle Spiellandschaften für Kindertagesstätten spezialisiert, führt aber auch jede Art von Tischlerarbeiten wie Möbel- und Innenausbau aus. Die INAKINDERGARTENcollection hat das Haushaltsjahr 2016 positiv abgeschlossen.

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