Bericht der Geschäftsführung für das Jahr 2015

Trägerziele

INA.KINDER.GARTEN gGmbH ist seinen satzungsgemäßen Zielen im Jahr 2015 durch den Betrieb seiner 18 Kindertagesstätten in Berlin mit der pädagogischen Ausrichtung nach dem Situationsansatz nachgekommen. Die Kindertagesstätten waren zu Konsultationszwecken für Besucher geöffnet.
Wie in den Vorjahren hat INA.KINDER.GARTEN die Trägerziele auch im Jahr 2015 beibehalten und konzeptionell weiter vorangebracht: Gesundheitsförderung und vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung, s.a. unten.

Sitzungen des Beirats

Dem satzungsgemäß verankerten Beirat gehörten im Jahr 2015 nach wie vor Prof. Annette Dreier, Professorin und Leiterin des Studiengangs BABEK an der Fachhochschule Potsdam, Dr. Sibylle Jung, Leiterin der Stabsstelle Chancengleichheit an der Universität des Saarlandes, Serv Vinders, Politikberater in den Niederlanden und Dr. Tal Pery, Unternehmensberater, an. Vorsitzender des Beirates ist Serv Vinders.

In der Beiratssitzung November 2015 wurden die Beiräte für die Jahre 2016 und 2017 neu berufen. Da die Kindertagesstätte der Tochtergesellschaft INA.KINDER.GARTEN Südwest im Jahr 2015 abgegeben wurde, wurde die Anzahl der Beiräte auf drei reduziert. Frau Dr. Sibylle Jung wurde nicht mehr berufen.

Inhalte der Beiratssitzungen im Jahr 2015

Im Jahr 2015 fanden zwei Sitzungen des Gremiums statt.

Mit dem Beirat wurden die Ergebnisse der Leitungsworkshops im Januar reflektiert, der besondere Fokus lag auf den Themen Führungsleitbild INA.KINDER.GARTEN und Mitarbeiterbindung.

Der Beirat hat angeregt, eine Mitarbeiterbefragung zu initiieren, um die Stimmung im Unternehmen zu erfassen und Anregungen der Mitarbeiter*innen aufzunehmen. Diesem Vorschlag folgten wir und bewarben uns um die Teilnahme beim INQA-Audit, s.u. Die Schirmherrschaft für das INQA-Audit hat die Beirätin Prof. Dr. Annette Dreier übernommen.

Unter Einbeziehung von Ergebnissen der Mitarbeiterbefragung bereiten wir uns mit dem Beirat darauf vor, die Ziele, die Struktur und die Abläufe der INA.KINDER.GARTEN gGmbH im Jahr 2016 zu prüfen und anschließend im Diskurs mit den Kitaleitungen zu verändern oder anzupassen. Das soll in einem gemeinsamen Workshop im Jahr 2016 geschehen. Ziel ist, Entwicklungsmöglichkeiten des Trägers zu identifizieren und dessen Zukunftsfähigkeit zu sichern.

Die Tarifverhandlungen, die im September 2014 begannen und im Jahr 2015 fortgeführt wurden, hat der Beirat regelmäßig begleitet und reflektiert. Dr. Tal Pery ist als Beiratsmitglied an den Tarifverhandlungen beteiligt.

Beirat der Kitaleitungen:

Neben dem satzungsgemäß verankerten Beirat fanden im Jahr 2015 zwei Sitzungen des Beirats der Kitaleitungen statt. Die Besprechungsinhalte waren stark auf das Thema Mitarbeiterbindung ausgerichtet.

Da der Beirat zunächst für zwei Jahre bestimmt war, haben wir in der zweiten Sitzung reflektiert, ob der Beirat beibehalten werden soll, ob die Kommunikation mit den Leitungen, die nicht unmittelbar am Beirat beteiligt sind, sinnvoll gestaltet werden kann und wie die Beteiligung aller gelingt. Der Beirat und die Geschäftsführerinnen haben sich für die Beibehaltung des Beirats der Kitaleitungen ausgesprochen. Da aus jeder Region zwei Leitungsbeirätinnen bestimmt sind, wurde ein zweijähriger Wechsel beschlossen. Ein Mitglied rotiert aus dem Beirat, eine andere Kitaleitung beteiligt sich. Das zweite Beiratsmitglied bleibt noch für weitere zwei Jahre und dann wird der Wechsel vollzogen. Unter diesem Aspekt wurden für die Jahre 2016/2017 drei neue Leitungsbeirätinnen ausgewählt.

Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung


Offensive frühe Chancen: Schwerpunkt-Kitas Sprache und Integration

Das Programm Offensive frühe Chancen: Schwerpunkt-Kitas Sprache und Integration konnte mit Fördermitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Jahr 2015 in zehn Kitas von INA.KINDER.GARTEN fortgesetzt werden. Jeder der zehn am Programm beteiligten Kitas steht eine zusätzliche halbe Stelle für eine Sprachförderkraft zur Verfügung.

Die Facherzieher/-innen nehmen folgende Aufgaben wahr:
  • sprachpädagogische Arbeit mit den Kindern,
  • Austausch und Weitergabe von Methoden, Inhalten und Tipps,
  • die Beratung, Begleitung und fachliche Unterstützung des Kita-Teams für alltagsintegrierte sprachliche Bildungsarbeit,
  • die Beratung, Begleitung und fachliche Unterstützung des Kita-Teams für die Zusammenarbeit mit den Familien der Kinder,
  • die exemplarische sprachpädagogische Arbeit mit Kindern, insbesondere unter drei Jahren,
  • modellhafte sprachpädagogische Arbeit mit den Kindern, insb. unter drei Jahren, im Kita-Alltag,
  • Reflexion und Dokumentation des eigenen Interaktionshandelns (Sprachvorbild),
  • sprachliche Entwicklungseinschätzung für Elterngespräche,
  • Vorstellung der alltagsintegrierten sprachlichen Bildung auf Elternabenden.


Damit die Sprachförderung nach dem Ende des Programms in den Einrichtungen von den Fachkräften nachhaltig verankert ist, wurde in jeder Kitakonzeption das Thema Sprache und Sprachförderung beschrieben.
Die Kindertagesstätten Grüntaler Straße (2013) und Lüneburger Straße, sowie Neue Steinmetzstraße (2014) sind Konsultationskistas. Alle drei Kitas geben interessierten Fachkräften auch im Jahr 2015 Einblick in ihre sprachpädagogische Arbeit und veranschaulichten, wie sie situations- und handlungsorientierte sprachliche Bildung im Alltag umsetzen. Dazu bieten sie u.a. Hospitationen und fachliche Beratung an.
Das Projekt „Schwerpunktkitas: Sprache & Integration“ endete zum 31.12.2015.
Neun Kitas sind auch im Folgeprojekt „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ beteiligt. Erfolgreiche Ansätze des Projekts Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration werden fortgeführt und neue Impulse für die Entwicklung alltagsintegrierter sprachlicher Bildung gesetzt. INA.KINDER.GARTEN stellt für einen Verbund (bestehend aus neun Einrichtungen von INA.KINDER.GARTEN und sieben weiteren Einrichtungen von drei Trägern) die Fachberatung im Umfang von einer halben Stelle.

Programm Frühe Chancen: Lernort Praxis

Die intensive Arbeit am Bundesprogramm Lernort Praxis zeigt bereits auf, dass die Praxisanleitung in den teilnehmenden Einrichtungen qualitativ und nachhaltig gestärkt wurde. Dabei war die größte und bedeutsamste Herausforderung im Projektzeitraum die Basis für eine professionelle Praxisanleitung zu legen und sich selbst als „Lernort“ zu definieren und zwar im doppelten Sinne.
Die Teams der Einrichtungen verstehen sich jetzt selbst als lernende Organisationseinheit, dieses Selbstverständnis wiederum ist die Voraussetzung dafür, dass sich die Einrichtungen auch als ein Lernort nach außen öffnen und präsentieren.
Das gewonnene Verständnis und die daraus resultierende Bereitschaft ein Anleitungskonzept mit Handlungsleitfäden, Checklisten und Reflexionsinstrumente zu verschriftlichen war das Resümee der fast 3 jährigen Projektzeit. Die Arbeit nach dem Konzept wird zurzeit erprobt und die Erfahrungen im Austausch auf Vollständigkeit reflektiert.
Des Weiteren entstanden durch die regelmäßige und aktive Teilnahme an Jobmessen und Kooperationstreffen von Hoch- und Fachschulen neue Kooperationsbeziehungen.
So besteht seit Anfang 2016 die Lernkooperation mit der Fachschule SPI unter den Schwerpunkten „Naturnahe Kita“ und „Raumgestaltung“. Es finden in regelmäßigen Abständen Lehrveranstaltungen mit Fachschulgruppen und eintägige Hospitationen von einzelnen Fachschülern am Lernort Praxis statt.
Mit der langjährig kooperierenden Fachschule ProInclusio wird die Zusammenarbeit zum Schwerpunkt „Demokratie mit Kindern leben“ intensiviert. Die Kita Habersaathstraße befindet sich auf dem Weg zur Konsultationseinrichtung mit dem weiteren Gedanken wechselseitige Hospitationen von Fachschülern am Lernort Praxis sowie für Einrichtungen auch am Lernort Schule durchzuführen. Die Erprobungsphase läuft im April 2016 an und verspricht die Zusammenarbeit in der Qualität unter Beachtung beider Lernorte auszubauen und nachhaltig zu sichern.
In der Arbeit am gewählten inhaltlichen Schwerpunkt 3 „Die Erschließung neuer qualifizierter Personengruppen als Fachkräfte“ wurde ein Gender-Flyer entwickelt mit dem weiteren Vorgehen eine interne AG Genderbeauftragte zu gründen.
Ferner konnte seit Projektbeginn der männliche Erzieheranteil beim Träger INA.KINDER.GARTEN auf aktuell 11% und der Anteil der Männer bei den berufsbegleitenden Auszubildenden um 50% gesteigert werden.

Familienzentrum Bülowstraße

Das Familienzentrum Bülowstraße feierte im Jahr 2015 sein erstes Bestehen. Die Aufbauarbeit ist gelungen, die Angebote beginnen sich zu verstetigen. Die Koordinatorin etablierte die Beratung der Eltern zu allen Fragen rund um die Familie. Mittlerweile ist Vertrauen aufgebaut und die Eltern nehmen das Beratungsangebot sehr gut an. In den Ferien finden immer offene Angebote für Kinder statt.
Das Eltern-Mitbring-Frühstück findet regelmäßig statt, die Eltern schätzen den offenen Treffpunkt und tauschen sich intensiv aus. Sie beteiligen sich nicht nur an der Vorbereitung des Frühstücks, sondern auch durch ihre Fragen. In diesem Rahmen ist eine Ernährungsreihe entstanden. Einmal im Monat gibt die Ökotrophologin Sigrid Lammersen Informationen zu gesunder Ernährung und weckte bei einigen Eltern starkes Interesse für das Thema.
Beim Eltern-Kind-Café bastelten die Eltern mit ihren Kindern und unternahmen einen gemeinsamen Ausflug auf einen Bauernhof.
Einige Angebote des Familienzentrums Bülowstraße finden im Kinder- und Familienzentrum Neue Steinmetzstraße statt. Dort bietet die Familienhebamme Katja Stricker für Schwangere und Mütter nach der Geburt Gymnastik an, die mit einem Frühstück abgeschlossen wird. Während des Frühstücks können Themen zur Geburtsvorbereitung, rund um die Geburt und zur Familienplanung besprochen werden. Das Angebot findet dort schon seit mehreren Jahren statt und ist stark nachgefragt.
Im Herbst gab es ein dreitägiges Töpferprojekt für Kinder im Alter von fünf bis zwölf Jahren, das die Kunsttherapeutin Eva Müllenkampf mit der Koordinatorin des Familienzentrums Susanne Heller durchführten. Zehn Kinder aus der Umgebung und aus der Kita haben sich intensiv mit dem Thema „Ich baue mir ein Haus“ auseinandergesetzt. Zum Ende des Projektes wurden die Häuser zusammengestellt und durch Figuren und Wege belebt. Das Angebot „Kreativ mit Ton“ für Kinder von fünf bis zwölf Jahren fand im Jahr 2015 jeden Freitag im Familienzentrum statt.
Die Bildungsbotschafterinnen aus dem benachbarten Nachbarschaftszentrum des Pestalozzi-Fröbel-Hauses kamen regelmäßig in das Familienzentrum und waren Bindeglied zwischen Kita-Eltern und Grundschulen. So konnte der Kontakt zur benachbarten Grundschule noch intensiviert werden. Mütter, die ihre Kompetenzen durch Nähen einbringen wollten, hatten den Wunsch, einen Beitrag zur Unterstützung der geflüchteten Familien zu leisten. Fleißige Näherinnen schneiderten für die Kinder der Willkommensklassen Teddys. Die Geschenkübergabe fand kurz vor Weihnachten in der Neumark-Grundschule statt und zauberte den beschenkten Kindern ein Lächeln ins Gesicht.
Zum Jahresende fand auch im Familienzentrum die lang ersehnte Weihnachtsfeier statt.
Die Arbeit im Familienzentrum wird durch einige Umbauten, die ein Elterncafé und zusätzliche Räume für Beratung im Obergeschoss der Kindertagesstätte ermöglichen, unterstützt werden. Die Bauarbeiten haben im Jahr 2015 begonnen und werden Anfang 2016 abgeschlossen sein. Großzügige finanzielle Unterstützung erhielten wir für den Umbau durch das Quartiersmanagement Schöneberger Norden.

Projekt Kinder und Eltern in Bewegung

Das Quartiersmanagement Schöneberger Norden finanziert bis Ende 2016 das Projekt Kinder und Eltern in Bewegung. In diesem Projekt werden in wöchentlichen Gruppenschulungen Qi-Gong-Übungen für Kinder und ihre Erzieherinnen im INA.KINDER.GARTEN Bülowstraße angeboten. Das Projekt ist gut in das Familienzentrum eingebunden. Die Qi-Gong-Lehrerin qualifizierte in diesem Rahmen die Erzieherinnen, damit die Methode nachhaltig in der Kita verankert werden kann, auch wenn das Projekt nicht mehr finanziert sein wird.
Die positive Einstellung der Erzieherinnen zur Methode Qi-Gong wirkte sich unmittelbar auf die Arbeit in den Gruppen mit den Kindern aus. Die Kinder gehen ihren Qi-Gong-Übungen bei gutem Wetter auch im Freien nach, zum Beispiel im Westpark am Gleisdreieck. Das Projekt Kinder und Eltern in Bewegung wurde in den Kindergruppen im März 2013 begonnen. Die Kinder und ihre Erzieherinnen üben 10 Wochen lang in kleinen Gruppen und werden vom kleinen Drachen QiQi unterstützt. Die Kurse enden immer mit einem Drachenfest und der Zertifikatsverleihung. Dazu werden sowohl QiQi und auch die Eltern eingeladen. Das motiviert manche Mutter in den Qi Gong Kurs zu schnuppern und mitzumachen!

Betriebliche Gesundheitsförderung

Die Gesundheitsförderung wurde unter dem Namen GINA (Gesundheit bei INA.KINDER.GARTEN) auch im Jahr 2014 mit verschiedenen Maßnahmen in den Kitas, bei den Küchenfachkräften und in der Verwaltung durchgeführt. Wir erhielten Zuschüsse der Krankenkassen TK und DAK und haben einen finanziellen Eigenanteil eingebracht. Die Gesamtkosten betrugen Ende 2015 169.064,00 EUR, die Summe des Eigenanteils belief sich auf 41.800,00 EUR. Die Förderphase der Krankenkassen war mit Ablauf des Jahres 2015 abgeschlossen, ein externer Anbieter hat das Projekt zum Abschluss durch die Befragung der Kitaleitungen evaluiert.
Mit Programmbeginn haben wir als Ziele definiert, dass INA.KINDER.GARTEN eine unter physischen, sozialen und seelischen Aspekten gesunde Lebenswelt Kita schaffen möchte. Dabei sollen sowohl die Kinder als auch die Mitarbeiter/-innen erreicht werden.
Die eingesetzten Maßnahmen sollen die Arbeit insbesondere durch hohe Aufmerksamkeit für die Themen Ernährung, Bewegung, psychische Gesundheit und Resilienz (Widerstandsfähigkeit) fördern. Im Sinn von ganzheitlicher Gesundheitsförderung sind gesunde Arbeitsbedingungen für das Personal ein wichtiger Ansatzpunkt. Im Fokus stehen sowohl verhältnisorientierte Analysen und Maßnahmen wie auch verhaltensorientierte Angebote für alle Akteure im Setting Kita. Besondere Schwerpunkte liegen auf Partizipation sowie der Entwicklung von Resilienz bei den Mitarbeiter/-innen. Die Integration der Ziele in den pädagogischen Alltag erleichtern den Kita-Teams die Wahrnehmung ihrer pädagogischen Aufgaben und stärken die gesundheitlichen und die Bildungsressourcen der Kinder.
Besonders positiv wurde von allen Seiten der partizipativ geprägte Ansatz und die bedürfnisorientierte Themenentwicklung und -anpassung je Kita und Team wahrgenommen. Zudem spielt die Alltagsumsetzung des Gelernten eine entscheidende Rolle. Es wurden laut der Interviewten in vielen Einrichtungen nachhaltige Anstöße gegeben und die direkte Umsetzungen gefördert und begleitet. Beispiele sind, dass in einigen Kitas eine bessere Pausenregelung erreicht wurde oder eine andere Besprechungskultur etabliert werden konnte sowie Entspannungs- und Ruheräume für die Mitarbeiter/-innen geschaffen wurden. Zudem nannten viele Befragte, dass sie das Gefühl haben, das Projekt habe die Mitarbeiter/-innen für ihre eigene Gesundheit sensibilisiert. Es wird mehr Hilfebedarf signalisiert und Überlastung offen kommuniziert. Die Mitarbeiter*innen achten ausgeprägter auf sich, sowie auf andere. Praktische Übungen zum Thema Rückengesundheit und Körperhaltung fließen zum Teil in den Arbeitsalltag mit ein. In einigen Kitas wurden Entspannungsübungen und resiliente Dialoge in die Dienstbesprechungen aufgenommen.
Kritisch wird angemerkt, dass die Umsetzung in das tägliche Alltagsgeschehen sehr schwer falle und bei einigen Kollegen die Veränderung hauptsächlich auf gedanklicher Ebene wahrgenommen werden könne. Demnach hakt es in einzelnen Kita-Einrichtungen an der Übertragbarkeit in den Alltag, so dass neu erlerntes Wissen nicht transferiert werden kann und sichtbare Verbesserungen in einigen Situationen bisher ausbleiben.
Im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung stellten im November 2015 alle Kindertagesstätten von INA.KINDER.GARTEN ihre durchgeführten oder begonnenen Vorhaben auf einem intern durchgeführten Marktplatz vor. Alle Mitarbeiter*innen hatten die Gelegenheit, die Aktivitäten kennenzulernen und Ideen für die eigene Arbeit zu gewinnen.

Gesunde Ernährung

Im Jahr 2015 fand die erste Re-Zertifizierung von zehn unserer Kita-Küchen durch einen Evaluator, beauftragt von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, statt. Alle Küchenfachkräfte haben die geforderten Qualitätsstandards zu über 90 bis 100 Prozent erfüllt und können mit Stolz auf das Fit Kid Logo an der Küchentür verweisen. Es ist den Köchinnen und Köchen von INA.KINDER.GARTEN gelungen, das Qualitätsniveau des Essens auf einem hohen Stand zu halten und zu verbessern. Zunehmend erfolgreicher gestaltet sich die Zusammenarbeit zwischen den Küchenfachkräften und den Pädagoginnen und Pädagogen, die gemeinsam Fortbildungen zum Thema Ernährung absolvieren und gemeinsame Projekte in den Kitas durchführen. Die Fortbildungen werden von unserer Gesundheitsmanagerin Änne Fresen, Ökotrophologin, durchgeführt. Themen im Jahr 2015 waren:
  • Gesunde Ernährung mit Freude – Teamarbeit von Küche und Pädagogik. Das Thema beinhaltete diese Fragen: Wie lernen Kinder gesundes Essen mögen? Was können wir tun, wenn Kinder Essen ablehnen? Wie können die Qualitätsstandards Ernährung im Kitaalltag von Pädagoginnen und Pädagogen sowie von Köchinnen und Köchen gemeinsam umgesetzt werden? Welche Ernährungsprojekte können sie gemeinsam durchführen? Wie können sie die Kinder beteiligen? Und wie können Eltern einbezogen werden?
  • Ernährung der 0 bis 2 Jährigen – Mit Freude gesund essen lernen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten einen Überblick über die wesentlichen Empfehlungen zur Ernährung der Kinder von 0 bis 2 Jahren. Die Ernährungsschritte „Muttermilch“, „Fertigmilch“, „Breiessen“, Finger Food, Essen für 1-2 Jährige und die Gestaltung im Kitaalltag wurden gemeinsam reflektiert.
  • „Gesunde Ernährung mit Genuss“ ist der Fokus der Fortbildungen für die Küchenfachkräfte. Mehrmals jährlich werden an den Fortbildungstagen aktuelle Fachthemen aus dem Bereich Ernährung/Verpflegung in der Kita bearbeitet. Die Umsetzung der Qualitätsstandards für Ernährung wird besprochen und weiter entwickelt außerdem werden die Lieferanten und die Qualität der eingesetzten Lebensmittel reflektiert.


Auch Computerschulungen für die Köchinnen und Köche wurden im Jahr 2015 regelmäßig durchgeführt. An diesen Tagen haben die Küchenfachkräfte Gelegenheit, ihre Speiseplanung und Rezepte zu dokumentieren und die Hygienedokumentation mit dem PC vorzunehmen.
Wir haben das Hygienekonzept zur Verpflegung in unseren Kitas gemeinsam mit den Küchenfachkräften vollständig überarbeitet. Das Hygienekonzept für die gesamte Kita wurde mit den Kitaleitungen erstellt.
„INA.KINDER.GARTEN is(s)t gut – das mögen wir aufs Brot“ lautet der Titel einer Broschüre, die im Rahmen unserer betrieblichen Gesundheitsförderung entstanden ist. Die Köchinnen und Köche der Kitas haben Rezepte vegetarischer Brotaufstriche aufgeschrieben. Mit anregenden Fotos wird die Herstellung der gutschmeckenden Brotaufstriche illustriert.

Zukunftspreis Ernährung von PariSERVE 2015

INA.KINDER.GARTEN findet bundesweit Anerkennung für seine vielfältigen Maßnahmen und Projekte zur Qualitätsentwicklung für genussvolle und gesunde Ernährung. Im Jahr 2015 wurde zum zweiten Mal der Zukunftspreis für herausragende Ernährungskonzepte von PariServe verliehen. INA.KINDER.GARTEN belegte den ersten Platz, der mit einem Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro verbunden ist. Unsere Bewerbung zeigt das Projekt "KiKi - Kinderessen kinderleicht gesund genießen". Vor der Preisverleihung besuchte uns ein fachkundiges Jurymitglied und prüfte, ob die Inhalte, die in der Bewerbung vorgestellt wurden, im Kita-Alltag sichtbar sind.
Das Projekt stellt die intensive Beteiligung der Kinder in den Mittelpunkt. Verschiedene Umsetzungsschritte wie Kinderspeisepläne, eine Kinder-Koch-AG, die mit einer Befragung verbunden ist, die Gestaltung einer schönen Essatmosphäre im Kita-Restaurant, die Gemüseanzucht im Kitagarten und der regelmäßige Einkauf auf dem Wochenmarkt überzeugten die Jury.

Staffellauf 2015 - Laufen für Spaß und Fitness

Zum vierten Mal traten sieben Mannschaften von INA.KINDER.GARTEN beim Firmen-Staffellauf der Berliner Wasserbetriebe am 26. Juni 2015 an. Jede Kitamannschaft hatte ihre Besonderheit: Die Kita Habersaathstraße startete mit einem sehr jungen Team, die Kita Preußstraße mit einer holländisch-deutschen Mannschaft, die Kita Dresdener Straße und die Kita Augustenburger Platz mit mehreren besonders durchtrainierten Läufern. Ein Team war bunt zusammengewürfelt mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus verschiedenen Kitas.
Die Geschäftsstelle war mit zwei Mannschaften vertreten: Die Männermannschaft machte ihrem Namen Power alle Ehre.

Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung

Gemeinsam mit Dr. Christa Preissing und Henriette Heimgärtner vom Berliner Kita-Institut für Qualitätsentwicklung (BeKi) präsentierte Regine Schallenberg-Diekmann auf der internationalen Tagung „Ohne Qualität keine Gleichheit, Gleichberechtigung, Gleichwertigkeit, Gleichwürdigkeit - und umgekehrt“ die systematische Qualitätsentwicklung Berliner Kitas auf der Grundlage des Berliner Bildungsprogramms. Die Tagung veranstaltete das DECET-Netzwerk, dessen aktives Mitglied wir sind.

Auch zum 3. Deutschen Diversity Tag der Charta der Vielfalt trugen wir bei. Das Thema lautete „Unsere bunten Familienkulturen“. Die Kindertagesstätte Brüsseler Straße setzte sich mit diesem Thema auseinander, weil das Team sein Wissen Wissen über die familiären Kulturen der von ihnen betreuten Kinder erweitern möchte. Sie befragten sowohl die Kinder als auch die Eltern. Die Befragung lieferte einen bunten Strauß von Antworten. Da der Ausgangspunkt der Befragung die Evaluation des Themas Ernährung und Esskultur war, entwickelten sich neue Fragen auch zu diesem Thema. Vor allem die lebhaften Beiträge der Kinder gaben der Diskussion eine Eigendynamik und eine neue, vielseitigere Richtung hin zu Familientraditionen vor. Dieses Beispiel zeigt die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema der kulturellen und sprachlichen Vielfalt, die sich in der Ausstattung von Rollenspielbereichen und bei Familienwänden ebenso zeigt wie in der Beteiligung von Eltern, die den Kindern in ihren Familiensprache vorlesen, oder in der Präsenz von Familiensprachen im Morgenkreis.

Externe und interne Evaluation

In der Qualitätsvereinbarung vom Januar 2006 zwischen Senatsverwaltung und Trägerverbänden ist formuliert, dass jede Kindertageseinrichtung im Land Berlin ihre pädagogische Konzeption intern evaluiert. Dieser Verpflichtung sind im Jahr 2015 die Einrichtungen von INA.KINDER.GARTEN nachgekommen.
Die Kindertagesstätten Brüsseler Straße, Lützowstraße, Lüneburger Straße und Preußstraße wurden im Jahr 2015 extern evaluiert.

Darüber hinaus haben folgende Kita interne Evaluationen durchgeführt:
  • Augustenburger Platz: Die Gestaltung des alltäglichen Lebens ermöglicht Kindern vielseitige Lernerfahrungen.(Aufgabenbereich B2, ehemals 1)
  • Bülowstraße: Räume und ihre Gestaltung bieten vielseitige Bildungsmöglichkeiten (Aufgabenbereich B5, ehemals 4) und Familienzentrum
  • Finchleystraße: Räume und ihre Gestaltung bieten vielseitige Bildungsmöglichkeiten (Aufgabenbereich B5, ehemals 4)
  • Flurweg: Partizipation, Qualitätsansprüche A1.2. „Ich überprüfe mein Verständnis und meine Haltung, Kinder an der Gestaltung des Alltags in der Kita gleichberechtigt und verantwortlich zu beteiligen“, und B2.2. „Ich beteilige alle Kinder entsprechend ihrer entwicklungsgemäßen Möglichkeiten an der Gestaltung ihres Lebens in der Kita“
  • Frankenstraße: Gesunde Ernährung - Das Kita-Team schafft ein angenehmes und anregendes Lernumfeld für gesundes und genussvolles Essen (trägereigene Qualitätskriterien)
  • Granitzstraße: Gesunde Ernährung - Das Kita-Team schafft ein angenehmes und anregendes Lernumfeld für gesundes und genussvolles Essen
  • Grüntaler Straße: Partizipation
  • Habersaathstraße: Pädagoginnen und Pädagogen eröffnen Kindern durch Projekte neue Zugänge zu Erfahrungen und Wissen. (Aufgabenbereich B4, ehemals 3)
  • Lützowstraße: Unser Kita-Team schafft ein angenehmes und anregendes Lernumfeld für gesundes und genussvolles Essen
  • Markgrafenstraße: Gesunde Ernährung - Das Kita-Team schafft ein angenehmes und anregendes Lernumfeld für gesundes und genussvolles Essen
  • Neue Steinmetzstraße: Partizipation
  • Prenzlauer Berg: Vertiefung des überarbeiteten Berliner Bildungsprogramms
  • Rosenheimer Straße: Gesunde Ernährung - Das Kita-Team schafft ein angenehmes und anregendes Lernumfeld für gesundes und genussvolles Essen


Arbeit an der Trägerkonzeption

Zum dritten Mal fanden Anfang des Jahres 2015 Leitungsworkshops mit den Geschäftsführerinnen, deren Assistentinnen, den Kita-Leitungsteams, den Trainees und der Personalleitung unter Begleitung der Moderatorin Sabine Hahn statt. In drei Regionalgruppen aufgeteilt, tagten die Teilnehmer*innen jeweils zwei Tage in der Sozialpädagogischen Fortbildungsstätte Berlin Brandenburg Jagdschlloss Glienicke.
Gemeinsam reflektierten wir das vergangen Jahr, wie sich der Leitungsbeirat und die Unterteilung in Regionalgruppen und das Traineeprogram bewährt haben.
Der Fokus lag auf dem Thema Mitarbeiterauswahl, -pflege und –bindung. Hier wurden über einen Einstieg, der auch scheinbar unrealistischen Ideen Raum gab, nach Ansätzen und Lösungen gesucht, die auf ihre Praxisfähigkeit überprüft wurden. Fazit war: Neues Personal gewissenhaft auswählen, eine möglichst engmaschige Einarbeitung mit Patensystem und den Kolleg*innen, die bereits erfolgreich in der Kita arbeiten, zur Seite stehen. Letztere übernehmen die Einarbeitung der neuen Kolleg*innen und dies gilt es, Wert zu schätzen.
Das Leitungsleitbild von INA.KINDER.GARTEN wurde abschließend diskutiert und in Form gebracht. Es findet sich auf unserer Homepage und gibt Auskunft darüber, welch vielfältige und zugleich herausfordernde Tätigkeit Führen und Leiten bei INA.KINDER.GARTEN ist.

Kinderschutz

Das Thema Kinderschutz bearbeiteten im Jahr 2015 alle Mitarbeiter*innen. Die Kindertagesstätten waren am 3. Juni geschlossen, damit sich die Fachkräfte fortbilden konnten. Referent*innen aus den unterschiedlichsten Arbeitsfeldern stellten Themen wie Kindeswohlgefährdung und Schutz vor sexuellem Missbrauch bis hin zur Umsetzung von Beschwerdeverfahren in Kindertageseinrichtungen vor. Den Impulsvortrag hielt Prof. Dr. Maywald von der Deutschen Liga für das Kind, er referierte zum Aspekt "Partizipation ist Prävention im Kinderschutz". Nach dem Auftaktreferat hatte jede Fachkraft die Gelegenheit, in einer Arbeitsgruppe einen Aspekt des Themas Kinderschutz zu vertiefen. Es wurden folgende Themen erörtert:
  • Aufgaben der/s Erziehers/in bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung – Input und Erfahrungsaustausch
  • Der „Generalverdacht“ gegenüber männlichen Erziehern und Praktikanten – ein (Professions-)Thema für Kita-Teams?
  • Der Schutz von Kindern vor Missbraucht und Gewalt ist eine unserer wichtigsten Aufgaben.
  • Risikoeinschätzung im Kindergarten
  • Wie können Mädchen und Jungen vor sexuellem Missbrauch geschützt werden?
  • „Glaub mir…!“ Signale, Symptome und Interventionsstrategien bei Verdacht auf sexualisierte Gewalt
  • „Das Essen schmeckt mir heute nicht!“ – Möglichkeiten der Umsetzung von Beschwerdeverfahren in Kindertageseinrichtungen
  • Mehr (als) Gewicht – Adipositas als Anzeichen einer Kindesvernachlässigung
  • Kindesmisshandlung / Kindesvernachlässigung – Delikte an Schutzbefohlenen, das LKA 123 stellt sich vor
  • Hotline Kinderschutz – mehrsprachig
    Erweiterung des Beratungsangebotes_ Arabisch, Russisch und Türkisch
    Präventionsarbeit – aus Sicht der Polizei
  • Kinder stärken mit tollen Büchern
  • Von der Kraft der Bilderbücher
  • „Ich bin so froh, dass ich das angesprochen habe, weil ich deswegen nicht mehr schlafen konnte…“ – Kinderschutz und Selbstschutz in der Supervision für Erzieher*innen
  • Wie ein Elch im Wohnzimmer – Sucht im Elternhaus und die Auswirkungen auf die Kinder
  • Handlungsschritte im Kontext Kita, wenn Familien von häuslicher Gewalt betroffen sind – Fallarbeit und Präventionsmöglichkeiten
  • „Demokratie heißt, sich in die eigenen Angelegenheiten einmischen“ – Das verbriefte Recht der Kinder auf Verfahren der Beteiligung und Beschwerde
  • „Nicht ohne die Eltern“ – Mediennutzung und Medienerziehung


Am Nachmittag haben die Kitateams parallel an ihrem Kinderschutzkonzept gearbeitet.
Bereits seit einiger Zeit existiert eine interne Arbeitsgruppe, die von den insofern erfahrenen Kindschutzfachkräften und der pädagogische Geschäftsführerin getragen wird. Aufgabe der Gruppe war im Jahr 2015, einen Handlungsleitfaden zum Thema Kinderschutz bei INA.KINDER.GARTEN zu erstellen. Dieser wurde allen Kindertageseinrichtungen vorgestellt, diskutiert und in Folge verabschiedet. Ergänzt ist das Papier durch eine Persönliche Erklärung zum Kinderschutz, die mit dem Betriebsrat abgestimmt wurde und von jeder Mitarbeiterin und jedem Mitarbeiter unterschrieben wird.
Eine ausführlichere Arbeitsanweisung zum Thema Kinderschutz und Partizipation ist noch in Arbeit, darin enthalten ist auch die Trägerkonzeption zum Thema Partizipation von Kindern in der Kindertagesstätte, die von einer Arbeitsgruppe erarbeitet wurde.

Umsetzung des Berliner Bildungsprogramms zum Thema Kunst in verschiedenen Kindertagesstätten

Häufig arbeiten Kinder und Erzieherinnen mit Künstlerinnen zusammen, um mit den Kindern deren hundert Sprachen auszudrücken. Im INA.KINDER.GARTEN Neue Steinmetzstraße gestalteten im Januar und Februar 2015 65 Kinder zusammen mit der Künstlerin Sofia Camargo Klasen großformatige Leinwände, die in der Kita ausgestellt wurden. Die Arbeit mit großformatigen Bildern wurde weiter geführt und die Bilder im Wohnumfeld der Kita angebracht.

Einen anderen Weg wählte der INA.KINDER.GARTEN Frankenstraße, wo mit Unterstützung der Künstlerin Käthe Kruse eine große Kostüm-Modenschau entwickelt wurde. Die Kinder konnten nach ihren eigenen Vorstellungen Kostüme kreieren und fertigen. Alle Utensilien, Accessoires und Stoffreste spendeten die Eltern. An den Kostümen wurde wochenlang intensiv gearbeitet und unter dem tosendem Applaus der Gäste schritten die Models und "Gewandmacher" über den Laufsteg und stellten die zauberhaften Kreationen der Öffentlichkeit vor.

Kinder, Eltern und Erzieherinnen wurden im INA.KINDER.GARTEN Bülowstraße gemeinsam künstlerisch tätig. Da die Kita etwas versteckt im Hof liegt, haben die Kinder mit Unterstützung große Tafeln bemalt, die am Zaun befestigt wurden. Die bunten Bilder dienen nun als Wegleitsystem in die Kita.

Traditionell fand im Juni 2015 im INA.KINDER.GARTEN Seestraße bereits zum 10. Mal eine Ausstellung statt, die von Herrn Dr. med. univ. Hoffmann initiiert wurde und an der die ältesten Kindergartenkinder arbeiteten. Das Projekt Prävention auf neuen Wegen verbindet das Thema Medizin mit künstlerischer Ausdrucksweise. In diesem Jahr lautete der Titel der Ausstellung: „Die Sinne der Menschen – die Sinne der Tiere“.
Fragen, denen die Kinder mit ihren Erzieherinnen und Dr. Hoffmann nachgingen, lauteten: „Wie orientieren sich Fledermäuse? Können Menschen besser riechen als Hunde? Wie können blinde Menschen Farben erkennen? Haben Tiere andere Sinne als Menschen? Wie funktioniert eigentlich Sehen, Hören, Schmecken, Tasten, Riechen?“ Dabei ging es quer durch die Stadt in verschiedene Museen, den Zoo, zu Ärzten und in die Zitadelle Spandau zu den Fledermäusen. Und es kam Besuch in die Kita: zum Beispiel die Spürhunde der Polizei oder die blinde Erzieherin und Künstlerin Silja Korn, die schon beim letztjährigen Projekt unterstützte. Dr. Hoffmann vermittelte die dazugehörigen medizinischen Grundlagen. Im Atelier entstanden die Kunstwerke der Kinder, die in der Ausstellung gezeigt wurden.

Noch ein wenig länger gibt es die Kinder-Kunst-Ausstellung im INA.KINDER.GARTEN Dresdener Straße, die zum 11. Mal stattfand. Das Team hat mit der Künstlerin Käthe Kruse eingeladen, um die Begegnungen der Kinder mit der Natur zu zeigen. Auf dem Dachgarten beim Pflanzen und Ernten, an Waldtagen im Plänterwald, auf Spielplätzen und in Parks haben die Kinder, neben vielen Eindrücken, Stöckchen, Blätter und Blumen gesammelt und so ihr eigenes Bild von der Welt erschaffen. In der Ausstellung „Zwischen Stock und Stein“ stellten die Kinder ihre kleinen Kunstwerke vor.

Konsultationskita des Landes Berlin für den Themenbereich Kunst

Im Jahr 2015 wählte die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend, Wissenschaft neue Konsultationskitas aus. Der thematische Schwerpunkt Kunst wird seit diesem Jahr vom INA.KINDER.GARTEN Prenzlauer Berg repräsentiert.
Wer sich über Kunst als pädagogischen Schwerpunkt genauer informieren möchte, kann dies hier tun. Als offizielle Konsultations-Kita für den Schwerpunkt Bildnerisches Gestalten, Musik und Theaterspiel und alltagsintegrierte Sprachbildung informiert die Kindertagesstätte über ihre Arbeit mit den Kindern Fachbesucher.

Personalmanagement


Tarifvertrag

Obwohl die Entgelttabelle des Tarifvertrages durch die GEW turnusgemäß zum 31.8.2014 gekündigt wurde, ist es auch im Jahr 2015 nicht gelungen, einen Tarifabschluss zu erreichen. Das gesamte Jahr 2015 war von Tarifauseinandersetzungen geprägt, die teilweise in Warnstreiks gipfelten. Die Gewerkschaft wollte vor allem ihrer Forderung nach einer 10-prozentigen Gehaltserhöhung Nachdruck verleihen, um die „Lücke zum öffentlichen Dienst“ zu schließen. Der Unterschied zum öffentlichen Dienst ist allerdings in der Berliner Kitafinanzierung strukturell angelegt: Zwar orientiert sich die Finanzierung des pädagogischen Personals an den Erziehergehältern im öffentlichen Dienst, wird jedoch nur zu 93 % an die freien Träger ausgezahlt. Ein Unterschied von mindestens 7 % ist also trotz besten Willens gar nicht zu vermeiden.
Nachdem im Lauf des Jahres 2015 keine wesentliche Annäherung erzielt werden konnte, wurde ein ehemaliger Landesarbeitsrichter als Schlichter eingesetzt, der sich letztlich außerstande sah, eine Schlichtungsempfehlung auszusprechen. Wir haben unsere Offerte in der Schlichtung den Mitarbeiter*innen als individualvertragliches Angebot gemacht. Das bedeutet, dass jede Vollzeitkraft eine Einmalzahlung in Höhe von 500 Euro erhält und Gehaltserhöhungen von insgesamt 8,5 Prozent in drei Stufen. Dagegen stand die Forderung der GEW, neben der Einmalzahlung Erhöhungen in drei Stufen von zusammen 10,25 % bis Ende 2016 zu zahlen.
Unser Angebot haben 99 Prozent der Mitarbeiter*innen angenommen und im Januar 2016 wurden die Nachzahlungen geleistet. Die GEW initiierte im Januar 2016 eine Urabstimmung, die gescheitert ist.

INQA Audit

Mit dem Ziel, die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter*innen weiter auszubauen, führten wir im Monat September 2015 in Zusammenarbeit mit der Initiative Neue Qualität der Arbeit eine breit angelegte Befragung, das INQA-Audit, durch.
Die Initiative Neue Qualität der Arbeit wurde 2012 vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales ins Leben gerufen und steht für faire und verlässliche Arbeitsbedingungen. Ihr Ziel ist es, die Bedingungen in Unternehmen und Institutionen zu verbessern und damit auch eine Steigerung der Arbeitsqualität und -zufriedenheit zu erreichen. Mit der Bertelsmann Stiftung, dem Demographie Netzwerk e. V. (ddn) und Great Place to Work Deutschland hat die Initiative Kooperationspartner an ihrer Seite.
Das INQA-Audit betrachtet vier zentrale Themenfelder und fördert ihre Entwicklung in den Betrieben und Organisationen: Personalführung, Chancengleichheit und Diversity, Gesundheit und Wissen und Kompetenz. Ziel ist, durch die Befragung Klarheit über die Zukunftsorientierung unserer Organisations- und Personalpolitik zu erhalten und zu erfahren, wie wir in den zentralen Themenfeldern aufgestellt sind, wo Mitarbeiter*innen unsere Stärken sehen und wo Verbesserungspotentiale liegen.
An der Befragung beteiligten sich mehr als fünfzig Prozent aller Mitarbeiter*innen von INA.KINDER.GARTEN. Die Geschäftsführung beantwortete die Fragen aus ihrer Sicht.
Eine Projektgruppe, an der Erzieher*innen, die Betriebsratsvorsitzende, Kitaleiterinnen, eine Köchin und Trainees, sowie die Personalleiterin und die kaufmännische Geschäftsführerin beteiligt sind, hat in zwei Workshops die Befragungsergebnisse analysiert, Maßnahmen herausgearbeitet und Ziele formuliert. Diese wurden mit den Kitaleiterinnen abgestimmt, die die Ergebnisse mit ihren Teams besprachen. Alle Mitarbeiter*innen wurden darum gebeten, die Arbeit der Projektgruppe kritisch und konstruktiv zu begleiten, Zwischenergebnisse werden regelmäßig in einem Infobrief veröffentlicht.

Die Maßnahmen sollen innerhalb eines Jahres bearbeitet werden. Wir kümmern uns derzeit um folgende Themen:
Befragungsbereich Personalführung, zwei Maßnahmen zum Themen Führung und Kommunikation; Überprüfung der Kommunikationsstränge und Transfer in die Teams sowie Mitarbeiterbindung.
Eine weitere Maßnahme im Bereich Personalführung bezieht sich auf eine realistische Arbeitsorganisation und Arbeitszeitgestaltung, in Abhängigkeit der pädagogischen Konzeption. Daran sind modellhaft sieben Kitas beteiligt.
Für den Befragungsbereich Chancengleichheit & Diversity wurden ebenfalls zwei Maßnahmen definiert: Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch Kitaplätze, die Mitarbeiter*innen nach der Elternzeit für ihre Kinder in Anspruch nehmen können. Auch neu eingestellte Fachkräfte erhalten dieses Angebot.
Eine Maßnahme zur reinen Frauenförderung haben wir nicht definiert, 90 Prozent unserer Mitarbeiter*innen sind weiblich. Wir sprechen als Arbeitgeber von Genderförderung haben uns vorgenommen, die Quote der Männer deutlich zu erhöhen. Zur Vertretung dieses Anspruchs sollen zwei Genderbeauftragte gewonnen werden, eine Frau und ein Mann, damit eine bessere Geschlechterverteilung bei diesem Thema erreicht wird.
Im Befragungsbereich Gesundheit beschäftigen wir uns mit physischer und psychischer Gesundheit und haben zwei Maßnahmen definiert, die auch die Überprüfung des betrieblichen Gesundheitsmanagements und die Kommunikation dazu beinhalten.
Der Befragungsbereich Wissen und Kompetenz beschäftigt sich mit Personalentwicklung, die erste Maßnahme, die definiert wurde, beschäftigt sich mit der Entwicklung eines Kompetenzmodells für Leitung und pädagogisches Fachpersonal bei INA.KINDER.GARTEN. Die zweite Maßnahme zur Personalentwicklung beinhaltet den Aufbau einer Kompetenzdatenbank. Die Kompetenzen und Stärken unserer Mitarbeiter*innen werden erfasst. Auch wie der Wissenstransfer gesichert werden kann, überlegt eine Arbeitsgruppe.

Basisqualifizierung im Situationsansatz

Die Aufstiege in die zwei nächsthöheren Gehaltsstufen sind laut Tarifvertrag in den ersten drei Jahren abhängig vom Kurs „Spezialist/in für Bildungsprozesse im Situationsansatz“. Die 21-tägige Fortbildung wird in sieben Modulen durchgeführt.
In der Regel besuchen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Fortbildungen individuell. Wir bieten zweimal jährlich die sogen. Basisbausteine eins bis drei an und auch in den Modulen vier, fünf und sechs wird zweimal jährlich fortgebildet. Das Abschlussmodul sieben wird ebenfalls zweimal pro Jahr angeboten. Insgesamt wurden im Jahr 2014 fünfzehn Module der Zertifikatsweiterbildung durchgeführt an denen 218 Fachkräfte beteiligt waren. Zusätzlich wurden kitainterne Module gemeinsam von Kitateams absolviert, das waren weitere zehn Module mit 114 Teilnehmer*innen insgesamt.
Im Jahr 2015 haben auf Trägerebene 10 Mitarbeiterinnen den Kurs mit dem Modul 7 abgeschlossen und sind nun „Spezialist*in für Bildungsprozesse im Situationsansatz“. Weitere 18 Fachkräfte haben diesen Abschluss kitaintern im Team absolviert.

Fortbildungen

Dem Thema Kinderschutz widmet INA.KINDER.GARTEN nach wie vor breite Aufmerksamkeit. In jeder Kindertagesstätte soll eine „insofern erfahrene Kinderschutzfachkraft“ tätig sein. Seit dem Jahr 2015 sind 14 Personen als Kinderschutzfachkraft ausgebildet. Im Jahr 2016 werden zwei weitere Mitarbeiterinnen die Qualifizierung abschließen, die bereits in 2015 begonnen wurde. Die Fachkräfte unterstützen nicht nur in der eigenen Kita, sondern beraten kollegial auch die anderen Einrichtungen. Deshalb haben wir ein tragfähiges Netz aufgebaut, die Gruppe trifft sich in regelmäßigen Abständen.

Neben den Kursen zum Situationsansatz haben wir trägerinterne Fortbildungen angeboten:
Das Thema „Sprache inspiriert Tanz“ besuchten 13 Teilnehmer*innen, zweimal im Jahr 2015 gab es eine jeweils eintägige Fortbildung zum Thema „Aufsichtspflicht“, die insgesamt 37 Mitarbeiter*innen besuchten und an der viertägigen Fortbildung zum Thema „Färbergärten“ waren sieben Fachkräfte interessiert.

Berufsbegleitende Ausbildung

Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, qualifizieren wir berufsfremde Mitarbeiter/innen zur/zum Erzieher*in. Die Schulkosten trägt INA.KINDER.GARTEN. Im Jahr 2015 haben 5 Personen, drei Erzieher und zwei Erzieherinnen, die Ausbildung mit der staatlichen Anerkennung abgeschlossen. Neu mit der Ausbildung begonnen haben im Jahr 2014 5 Mitarbeiter*innen. Aktuell befinden sich 14 Mitarbeiter*innen in berufsbegleitender Ausbildung.

Bewerbertag

Im Jahr 2014 haben wir keinen eigenen Bewerbertag durchgeführt. Der Fachkräftemangel war auch im Jahr 2014 spürbar, jedoch konnten wir erfreulicherweise feststellen, dass die Fluktuationsrate in diesem Jahr erstmals wieder gesunken ist.

Wir beteiligten uns an verschiedenen Trägermessen, um INA.KINDER.GARTEN als attraktiven Arbeitgeber vorzustellen. Mitarbeiter*innen der Personalabteilung waren an der Praxisbörse der Katholischen Hochschule für Sozialwesen und der Praxismesse der Evangelischen Hochschule beteiligt. An der Praxisbörse der Marie-Elisabeth-Lüders-Oberschule beteiligten sich zwei Kita-Teams.

Männer

Im Jahr 2015 konnten den Anteil männlicher Fachkräfte für die pädagogische Arbeit bei 10 Prozent halten. Leider konnten wir unserem Ziel, die Männerquote in den Kitas auf 15 Prozent zu steigern, in diesem Jahr nicht näher kommen.

Traineeprogramm

Bei unseren Kitaleiter/innen legen wir Wert auf umfassende Kompetenzen für die komplexe und anspruchsvolle Leitungs- und Managementaufgabe. Mit Blick auf die Altersstruktur des Leitungspersonals bilden wir seit 2013 Nachwuchskräfte aus. Mit Beginn des Kitajahres 2015/16 haben wir fünf weitere Trainees eingestellt, die zuvor das Assessment Center erfolgreich durchlaufen haben.
Alle Trainees beginnen das Programm mit einem gemeinsamen Willkommenstag. Hier lernen sie ihre Anleiterinnen und Mentorinnen kennen und können untereinander erste Kontakte knüpfen. In kürzeren Intervallen wechseln sie regelmäßig den Einsatzort, bis nach ca. sechs Monaten der erste längere Einsatz im Leitungsbüro einer Kindertagesstätte erfolgt. Darüber hinaus finden monatliche Trainee-Feedbackrunden statt, bei denen die Trainees aktuelle Themen diskutieren und abstimmen können. Zur Stärkung der fachlichen, sozialen und persönlichen Kompetenzen nehmen die Trainees an verschiedenen Seminaren teil.
Mit unserem Traineeprogramm für zukünftige Leitungskräfte haben wir uns um den Personalmanagement-Preis im Jahr 2015 beworben und sind als einer von vier Arbeitgebern in der Kategorie "Non-Profit-Organisationen und öffentlicher Sektor" für den Personalmanagement Award des Bundesverbands der Personalmanager nominiert worden. Der Verband ehrt mit diesem Award herausragende Leistungen im Human Ressource Management.
Im Jahr 2015 haben wir das Traineeprogramm noch einmal, auch im Leitungsbeirat, kritisch reflektiert und Veränderungen der Feedbackgespräche vorgenommen, auch die bessere Organisation des Übergangs von Einsatzort zu Einsatzort stand im Fokus.
Die Trainees des ersten Jahrgangs 2013 sind mittlerweile alle als Leitung oder Co-Leitung tätig und auch die ersten Trainees des Jahres 2014 haben diese Funktion übernommen.

Bau- und Facility-Management

Der Sanierungsplan der für die bauliche Erneuerung und Verbesserungen in/an den Gebäuden aufgestellt wurde, enthält fortlaufende Instandhaltungen und Erneuerungen an Dach und Fach. Die Investitionen führten jeweils zu einer wesentlichen Verbesserung der baulichen Substanz der Kindertageseinrichtungen. Allerdings besteht weiterhin erheblicher Sanierungs- und Instandhaltungsbedarf, für den die gebildeten Rücklagen nicht ausreichend sind.
Im Jahr 2015 wurden an folgenden Einrichtungen größere Umbauten durchgeführt:

Fassadensanierung Kita Brüsseler Straße

Diese Maßnahme wurde zum größten Teil mit Fördergeldern des Kita- und Spielplatzsanierungsprogramms umgesetzt. Neben der energetischen Sanierung der Fassade wurde auch die Fenster ausgetauscht und entsprechen den gültigen Energievorschriften. Die Fördergelder wurden über das Bezirksamt Mitte von Berlin zur Verfügung gestellt. Veranschlagt waren 264.000 Euro, während der Bauphase zeigten sich größere Schäden, z.B. am Beton der Balkone, die zuvor nicht erkannt werden konnten. Dadurch verteuerte sich die Maßnahme auf 360.000 Euro. Die Differenz musste aus Eigenmitteln beglichen werden.
Weil wegen des Austauschs der Fenster die Kinderbetreuung in den Etagen nur eingeschränkt möglich war, haben wir uns entschieden, den Zustand der Kindertagesstätte auch im Inneren zu verbessern und im ersten Obergeschoss die Deckenplatten ausgetauscht und neuen Fußboden verlegt. Die Kosten dafür betrugen ca. 22.000 Euro, die aus Eigenmitteln aufgebracht wurden.

Kita Bülowstraße

In der Kita Bülowstraße wurde im Jahr 2015 ein weiterer Waschraum im Erdgeschoss saniert. Die Kosten betrugen 55 TEUR. Es standen keine Fördermittel zur Verfügung.
Die Situation im Umfeld der Kindertagesstätte ist unhaltbar, weil Schmutz und Ratten den Zugangsbereich unattraktiv für Eltern und Besucher machen. Deshalb werden, unter Einbeziehung des Jugendamtes Tempelhof-Schöneberg, weiterhin Gespräche mit der Hausverwaltung GEWOBAG geführt, Diese Gespräche, die seit 2014 andauern, konnten bisher nicht abgeschlossen werden.

Akustikdecken Neue Steinmetzstraße

Auf Anordnung des Landesamtes für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit in Berlin mussten in der Kindertagesstätte Akustikdecken eingebaut werden, die 28.000 Euro kosteten.

Dresdener Straße: Eingangsbereich

Die Situation im Umfeld der Kindertagesstätte Dresdener Straße ist immer stärker von Verwahrlosung geprägt. Der offene Aufgang zur Kindertagesstätte animiert Besucher, die die Ausgehmeile um die Dresdener Straße und Oranienstraße nutzen, dort zu übernachten und entsprechende Hinterlassenschaften zu produzieren. Die drogenabhängigen Personen haben das Umfeld der Kita als Druckraum erschlossen, und unübersichtliche Ecken der Kindertagesstätte einbezogen. Deshalb haben wir, nach Rücksprache mit der polizeilichen städtebaulichen Präventionsabteilung Baumaßnahmen eingeleitet und einen Notausgang aus dem Keller und den Zugang zur Kindertagesstätte vergittert. Diese Maßnahme, die in anderen Bereichen der Kindertagesstätten noch weiter fortgeführt werden muss, hat bisher 25.000 Euro gekostet. Die Abschottung der Kindertagesstätte entspricht nicht unserem Konzept, ist aber zur Sicherheit der Kinder und unseres Personals unumgänglich.

Wegebau Frankenstraße:

Als Abschluss der Sanierungsmaßnahme im Jahr 2013 haben wir den Zugang zur Kindertagesstätte und zum Kinderwagenraum neu gestaltet und gepflastert, die Baumaßnahme kostete 55.000 Euro und wurde nicht gefördert.

Einnahmen und Spendenaufkommen


Spenden

Für die Kindertagesstätten haben wir im Jahr 2015 Spenden ohne die Ausstellung von Spendenbescheinigung in Höhe von 22.685,22 Euro eingenommen. Darunter sind Spenden in Höhe von 1.076,94 Euro, die über den Bildungsspender eingenommen werden konnten.
Das Spendenaufkommen für Spenden, für die wir eine Bescheinigung ausgestellt haben, betrug im Jahr 2015 10.735,28 Euro.

Preisgeld

Der Zukunftspreis von PariSERVE war mit einem Preisgeld von 3.000 Euro versehen. Der Betrag wurde verwendet, um mit allen Köchinnen und Köchen eine Fahrt zum Bio-Bauernhof in Kuhhorst/Brandenburg zu unternehmen. Mit diesem Anbieter wollen wir künftig enger zusammen arbeiten und Produkte für unsere Kita-Küchen von dort beziehen.
Außerdem konnte für jede Kita eine Garnitur Kochschürzen und Kochmützen für Kinder angeschafft werden, damit die kleinen Köche gut ausgestattet sind, wenn sie in der Küche „ihrer“ Köchin oder „ihrem“ Koch helfen.

Anwendung von unentgeltlicher Software

Wir wenden die Software think-cell, die uns als gemeinnützigem Unternehmen unentgeltlich zur Verfügung steht, für Tabellen und Grafiken der betriebswirtschaftlichen Jahresgespräche zwischen Kitaleitung und kaufmännischer Geschäftsführung an und illustrieren die Ergebnisse.

Prüfung durch die Deutsche Rentenversicherung im Jahr 2015

Die Deutsche Rentenversicherung führte im Jahr 2015 eine Betriebsprüfung für die Jahre 2011 bis 2014 durch und hatte kaum Beanstandungen.

Kooperationen mit Unternehmen

Auch im Jahr 205 bestanden Unternehmenskooperationen, die zusätzliche Finanzmittel einbrachten. Das Geld kommt der Arbeit mit den Kindern den Kitas direkt zu Gute. Wir kooperieren inzwischen mit 14 Unternehmen / Kliniken / Forschungsinstituten / Ministerien. Die meisten Kinder innerhalb dieser Kooperationen betreuen wir für die SIEMENS AG und die Vivantes Kliniken.
Für die Charité Universitätsmedizin Berlin betreiben wir auf dem Gelände des Campus Virchow eine Betriebskindertagesstätte mit 118 Plätzen, die gegenüberliegende Kita Brüsseler Straße bietet 40 Plätze für Kinder von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Charité an. Die Kita Augustenburger Platz hat erweiterte Öffnungszeiten von 5.45 bis 20.15 Uhr, und ist an jedem zweiten Wochenende im Monat geöffnet.

Tochtergesellschaft INA.KINDER.GARTEN Berlin gGmbH zuvor: INA.KINDER.GARTEN Südwest gGmbH

INA.KINDER.GARTEN Berlin gGmbH ist seinen satzungsgemäßen Zielen im Jahr 2015 durch den Betrieb je einer Kita in Saarbrücken und in der zweiten Jahreshälfte in Berlin mit der pädagogischen Ausrichtung nach dem Situationsansatz nachgekommen. Die Kindertagesstätten waren zu Konsultationszwecken für Besucher geöffnet.
Fristgerecht zum 31.8.2015 haben wir die Trägerschaft für die Kindertagesstätte für Kinder der Bediensteten an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken gekündigt und zu diesem Zeitpunkt an die Universität zurückgegeben. Damit die Übergabe für Mitarbeiterinnen, Kinder und deren Eltern reibungslos erfolgen kann, haben wir mit dem neuen Träger kooperativ zusammengearbeitet und die Übertragung nach den Vorgaben des § 613a BGB eingehalten.
Wir haben die Verantwortung für diese Einrichtung mit unserer Tochtergesellschaft INA.KINDER.GARTEN Südwest für vier Jahre getragen. Während dieser Zeit wurde die pädagogische Konzeption für die Kindertagesstätten mit erweiterten Öffnungszeiten von 7.00 bis 19.00 Uhr entwickelt. Außerdem gelang es durch das Engagement der Leiterin und des Teams, die Kinder bilingual in deutscher und französischer Sprache zu bilden und zu erziehen. Die Aufnahme in das saarländische Projekt bilinguale Kitas trägt mit einer zusätzlichen Stelle dazu bei, die Zweisprachigkeit für alle Kinder zu ermöglichen.

Im August 2015 haben wir die Gesellschaft in INA.KINDER.GARTEN Berlin umbenannt, da die Tochter künftig als freier Träger der Jugendhilfe in Berlin tätig sein wird. Alle Schritte zur Anerkennung als freier Träger der Jugendhilfe wurden erfolgreich genommen und sowohl die Anerkennung als auch die Gemeinnützigkeit sind gegeben. Ein Aufnahmeantrag in den Paritäter wurde auch für die Tochtergesellschaft gestellt.
Die erste Berliner Kindertagesstätte, die in der Trägerschaft von INA.KINDER.GARTEN Berlin geführt wird, ist die Betriebskita der SIEMENS AG, die diese für die Kinder ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Berlin Siemensstadt errichten ließ. Vom Spatenstich im März bis zur Eröffnung am ersten Dezember vergingen nur neun Monate. Die Kita besuchen 85 Kinder im Altern von acht Wochen bis zur Einschulung. Überwiegend sind deren Eltern bei der SIEMENS AG beschäftigt.
Bereits vor der Eröffnung hat die Leiterin die pädagogische Konzeption der Kita in den Grundzügen erarbeitet. Die Kindertagesstätte arbeitet nach dem pädagogischen Konzept Situationsansatz und des Berliner Bildungsprogramms. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf naturwissenschaftlichem Spielen und Lernen. Deutsch- und englischsprachige Erzieher*innen kommunizieren mit den Eltern in ihrer Muttersprache und vermitteln spielerisch beide Sprachen. Die jüngeren Kinder werden im Erdgeschoss in Nestgruppen betreut, die je nach den Bedürfnissen der Kinder geöffnet sind. Die erste Etage besuchen Kinder im Kindergartenalter, dort sind die Gruppen geöffnet.
Im ersten Jahr nach der Eröffnung wird der Schwerpunkt auf der Teambildung und der Eingewöhnung der Kinder liegen. Das Team hat sich jedoch entschieden, an der Entwicklung seiner Arbeitsorganisation und Arbeitszeitgestaltung innerhalb des INQA-Audits mitzuarbeiten. Da die Kita erst im Dezember 2015 eröffnet wurde, wurde noch keine interne Evaluation durchgeführt.

Tochtergesellschaft INA.KINDER.GARTEN Collection GmbH

INA.KINDER.GARTEN ist mit 100 Prozent der Einlagen an der Tochtergesellschaft INAKINDERGARTENcollection GmbH beteiligt. Die Tischlerei ist auf hochwertige Kindergartenmöbel und individuelle Spiellandschaften für Kindertagesstätten spezialisiert, führt aber auch jede Art von Tischlerarbeiten wie Möbel- und Innenausbau aus. Die INAKINDERGARTENcollection hat das Haushaltsjahr 2015 positiv abgeschlossen. Im September 2015 haben wir einen Auszubildenden für das Tischlerhandwerk eingestellt.

Kooperationen

Fachschule für Sozialpädagogik Pro Inklusio

INA.KINDER.GARTEN hat mit der Pädagogischen Geschäftsführerin und der Personalleiterin im pädagogischen Beirat der Schule mitgearbeitet. Deshalb konnten wir über die Ausrichtung und inhaltliche Gestaltung der Schule mitbestimmen, wo wir regelmäßig zwei Ausbildungsplätze in der berufsbegleitenden Ausbildung belegen.

KinderKünsteZentrum

Die erfolgreiche Kooperation mit dem KinderKünsteZentrum wurde im Jahr 2015 fortgesetzt. Die pädagogische Geschäftsführerin arbeitet im Beirat des KinderKünsteZentrums mit und nimmt aktiv an den monatlichen Jour fixe des Netzwerkes frühe kulturelle Bildung teil.

Das KinderKünsteZentrum hat im Jahr 2015 die Ausstellung „Tischlein deck dich! Essen + Kunst“ gezeigt. Der MitMach-Ausstellung gingen Aktivitäten in sechs Kita voraus, an denen über 80 Kinder beteiligt waren. INA.KINDER.GARTEN hat mit den Kindern aus dem Kinder- und Familienzentrum Neue Steinmetzstraße mitgemacht, die sich mit Bienenvölkern und deren Vorratshaltung beschäftigten.
Die zweite Ausstellung im Jahr 2015 lud mit dem Thema "UPCYCLING SAFARI – Tiere außer Rand und Band!" ein. Gemeinsam mit der Künstlerin Simone Schander bauten die Kinder eine Raum-Installation aus verschiedenen Naturmaterialien und Pappe, mit der Bühnenbildnerin Vanessa Gärtner erschaffen sie eine Tier-Schatten-Welt aus Papier und mit der Kostümbildnerin Jane Saks entwerfen sie eigene Tierkostüme aus Produktionsabfällen.
Schaufenstern im Kiez präsentiert. Die Kinder erfahren in dem Projekt, wie Abfallprodukte in künstlerisch-kreativen Prozessen eingesetzt werden und sich zu Kunstobjekten entwickeln. Dadurch entwickelt sich die Fantasie der Kinder und sie entwickeln ihr Bewusstsein für Nachhaltigkeit weiter.

Die Bedeutung des KinderKünstezentrums als Berliner Kompetenzzentrum für frühkindliche kulturelle Bildung zeigte sich beim Besuch des Stadtsekretärs für kulturelle Angelegenheiten im Sommer 2015.

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