Bericht der Geschäftsführung für das Jahr 2014

Trägerziele

INA.KINDER.GARTEN gGmbH ist seinen satzungsgemäßen Zielen im Jahr 2014 durch den Betrieb seiner 18 Kindertagesstätten in Berlin mit der pädagogischen Ausrichtung nach dem Situationsansatz nachgekommen. Die Kindertagesstätten waren zu Konsultationszwecken für Besucher geöffnet.
Wie in den Vorjahren hat INA.KINDER.GARTEN die Trägerziele auch im Jahr 2014 beibehalten und konzeptionell weiter vorangebracht: Gesundheitsmanagement und vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung, s.a. unten.

Sitzungen des Beirats

Dem satzungsgemäß verankerten Beirat gehörten im Jahr 2014 nach wie vor Prof. Annette Dreier, Professorin und Leiterin des Studiengangs BABEK an der Fachhochschule Potsdam, Dr. Sibylle Jung, Leiterin der Stabsstelle Chancengleichheit an der Universität des Saarlandes, Serv Vinders, Politikberater in den Niederlanden und Dr. Tal Pery, Unternehmensberater, an. Vorsitzender des Beirates ist Serv Vinders.

Inhalte der Beiratssitzungen im Jahr 2014
Jede Beiratssitzung reflektierte das Traineeprogramm für zukünftige Leitungskräfte. Dabei nahm der Beirat Stellung zur konzeptionellen (Weiter)Entwicklung des Programms und wertete - gemeinsam mit den Trainees - die Erfahrungen aus.
Die wirtschaftliche Situation des Trägers wurde in der ersten Sitzung im Jahr 2014 besprochen, auch die Tochtergesellschaften INA.KINDER.GARTEN Südwest und INA.KINDER.GARTEN Collection waren in die wirtschaftliche Betrachtung einbezogen. Ferner wurde die Entwicklung der Tochter INA.KINDER.GARTEN Südwest in jeder Sitzung besprochen.

Die Tarifverhandlungen, die im September 2014 begannen wurden auch mit dem Beirat vorbereitet und der Verlauf reflektiert. Dr. Tal Pery ist als Beiratsmitglied an den Tarifverhandlungen beteiligt.

Dem Wunsch des Beirats, die Betriebsratsmitglieder kennenzulernen und sich mit ihnen über den Stand des Trägers auszutauschen, wurde in der letzten Sitzung des Jahres 2014 entsprochen.

In diesem Jahr brachte der Beirat den Vorschlag ein, eine Mitarbeiterbefragung durchzuführen. Es wurde diskutiert, welche Form diese haben sollte und wie die Ergebnisse ausgewertet werden können.

Auch Fragestellungen, die die Trägerkonzeption und Inhalte betreffen, wurden mit dem Beirat diskutiert:
Wie sollten Kindertagesstätten gestaltet sein, um interkulturelles Zusammenleben zu zeigen (interkulturelle Raumgestaltung)?

Welche Methoden und Möglichkeiten der Qualitätsbewertung gibt es und wie kann die Qualität international vergleichbar gemacht werden?

Der Beirat schlug Inhalte für die Workshops mit den Kitaleiterinnen, die jährlich im Januar durchgeführt werden, vor.

Beirat der Kitaleitungen:
Neben dem satzungsgemäß verankerten Beirat haben wir im Jahr 2014 einen freiwilligen Beirat, dem sechs Kitaleiterinnen angehören, etabliert. Dieser Beirat soll sich stark an der fachlich-inhaltlichen Weiterentwicklung des Trägers beteiligen. Der Beirat traf sich dreimal im Jahr 2014, einmal tagten beide Beiräte gemeinsam. Beide Beiräte verabredeten fest, dass künftig einmal jährlich ein gemeinsames Treffen stattfindet.

Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung

Offensive frühe Chancen: Schwerpunkt-Kitas Sprache und Integration
Das Programm Offensive frühe Chancen: Schwerpunkt-Kitas Sprache und Integration konnte mit Fördermitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Jahr 2014 in zehn Kitas von INA.KINDER.GARTEN fortgesetzt werden. Jeder der zehn am Programm beteiligten Kitas steht eine zusätzliche halbe Stelle für eine Sprachförderkraft zur Verfügung: Die Facherzieherinnen nehmen folgende Aufgaben wahr:
  • Sprachpädagogische Arbeit mit den Kindern
  • Beratung und Begleitung des Teams in Bezug auf alltagsintegrierte Sprachförderung
  • Begleitung und Beratung der Teams während Abteilungsbesprechungen, sowie Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen bei der Planung von Projekten und der Umsetzung alltagsintegrierter Sprachförderung.
  • Austausch und Weitergabe von Methoden, Inhalten und Tipps
  • Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Eltern zum Thema Sprache.

Damit die Sprachförderung nach dem Ende des Programms in den Einrichtungen von den Fachkräften nachhaltig verankert ist, wurde in jeder Kitakonzeption das Thema Sprache und Sprachförderung verankert.

Neben der Kindertagesstätte Grüntaler Straße (2013) haben sich im Jahr 2014 zwei weitere Kindertagesstätten im Rahmen dieses Programms zur Konsultationskita weiter entwickelt. Sie erhielten im März 2014 auf einer Fachveranstaltung .der Qualifizierungsoffensive "Sprachliche Bildung und Förderung für Kinder unter Drei" des Deutschen Jugendinstituts (DJI) die Anerkennung als Konsultationskita. Qualifiziert haben sich die Kitas Lüneburger Straße und das Kinder- und Familienzentrum Neue Steinmetzstraße. Alle drei Kitas geben interessierten Fachkräften Einblick in ihre sprachpädagogische Arbeit und veranschaulichen, wie sie situations- und handlungsorientierte sprachliche Bildung im Alltag umsetzen. Dazu bieten sie u.a. Hospitationen und fachliche Beratung an.

Grundlage für die Qualifizierung zur Konsultationskita ist das Konzept "Die Sprache der Jüngsten entdecken und begleiten" des Deutschen Jugendinstituts (DJI), das im Bund-Länder-Projekt "Sprachliche Bildung und Förderung für Kinder unter Drei" erarbeitet wurde.

Programm Frühe Chancen: Lernort Praxis
Im Jahr 2013 haben wir uns im Programm Frühe Chancen: Lernort Praxis beworben und sind ausgewählt worden, teilzunehmen. Das Programm wird ebenfalls vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Zur Umsetzung des Programms erhalten wir eine halbe Fachkraftstelle zusätzlich.
Mit diesem Programm soll ein Beitrag zur Qualifizierung und Gewinnung von Fachpersonal und damit zur Stärkung der Qualität der Kindertagesbetreuung geleistet werden. Die Bedeutung des Lernorts Praxis für die berufsbegleitende Ausbildung von frühpädagogischen Fachkräften ist unstrittig. In den praktischen Ausbildungsphasen setzen die Erzieher/innen fachtheoretisches Wissen um und reflektieren dieses in der Praxis. Sie werden dabei von Fachkräften unterstützt, die für den pädagogischen Alltag notwendigen Handlungskompetenzen zu erwerben und eine professionelle Haltung zu entwickeln.
In der Praxis sind institutionalisierte Formen der Zusammenarbeit der beiden Lernorte bislang selten anzutreffen. Darüber hinaus werden Kindertagesein-richtungen noch nicht hinreichend als „Ausbildungseinrichtung“ bzw. „Lernort“ wahrgenommen. Das liegt nicht zuletzt an den Rahmenbedingungen, die eine qualifizierte Praxisanleitung neben den umfangreichen Aufgaben und hohen Anforderungen an die Kindertageseinrichtungen erschweren.
Wir arbeiten im Programmschwerpunkt 3 „Erschließung neuer qualifizierter Personengruppen als Fachkräfte“ an folgenden Zielen:
Akquise von qualifizierten Personengruppen zur passgenauen Praxisbegleitung und –anleitung. In unseren Kitas bieten wir bieten wir Fach- und Hochschulschulpraktika an und entwickeln ein Anleitungskonzept für den Trägerbereich unter Berücksichtigung des Bedarfs der unterschiedlichen Zielgruppen.

Aufbau von Kooperationen mit dem Lernort Schule, auch unter dem Aspekt, Lerninhalte zu synchronisieren und sich wechselseitig zu beraten. Die Kooperationsschulen – Pro Inklusio, Oberlin-Seminar und die Fachhochschule Potsdam – sind in die Entwicklung des Anleitungskonzeptes einbezogen.

Familienzentrum Bülowstraße
Erstmals im Jahr 2012 hat die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft Berlin die Entwicklung von Kindertagesstätten zu Familienzentren ausgeschrieben. Im Jahr 2014 wurde die Ausschreibung erneuert und weitere Einrichtungen ausgewählt. Das Programm will die Zusammenarbeit der Kita-Fachkräfte mit Institutionen und Initiativen der Familienbildung und –beratung ressortübergreifend fördern. Konzeptionell bieten Familienzentren Angebote für Familien mit jüngeren Kindern an und zeichnen sich durch Niedrigschwelligkeit, interkulturelles Arbeiten, Integration von Angeboten und Diensten für Kinder und Familien aus.

Bewerben konnten sich Träger, die Einrichtungen in Sozialen Brennpunkten führen. Wir haben uns mit dem INA.KINDER.GARTEN Bülowstraße beworben und den Zuschlag erhalten. Neben Sachmitteln wird eine Teilzeitstelle für eine Sozialarbeiterin Sozialarbeiterstelle.

Im Lauf des Jahres 2014 wurden niedrigschwellige und interkulturelle Angebote entwickelt, die neben den Eltern der Kita auch Familien des unmittelbaren Einzugsbereichs der Kita ansprechen. Das wöchentlich stattfindende Elternfrühstück wird von den Eltern der Kita gut angenommen. Dabei konnten die Bildungsbotschafterinnen, die das Quartiersmanagement Schöneberger Norden geschult hat, eingebunden werden. Ein Vater der Kita bot im zweiten Halbjahr wöchentlich Fußballtraining für Kinder im Vorschulalter an. Die Eltern zeigen hohes Engagement und erleben ihre Selbstwirksamkeit und die Möglichkeit, Angebote des Familienzentrums mitzugestalten. Das zeigte sich auch an der Gestaltung des Eingangsbereichs der Kindertagesstatte, die die Eltern aktiv betrieben.

Vernetzt ist das Familienzentrum Bülowstraße mit dem INA.KINDER.GARTEN und Familienzentrum Neue Steinmetzstraße. Auf dessen Erfahrungen und Unterstützung können wir zurückgreifen. Es werden Angebote in beiden Einrichtungen durchgeführt. Das Familienzentrum in der Neuen Steinmetzstraße betreibt der Träger seit mehreren Jahren ohne zusätzliche Fördergelder zu erhalten.

Projekt Kinder und Eltern in Bewegung
Das Quartiersmanagement Schöneberger Norden finanziert bis Ende 2014 das Projekt Kinder und Eltern in Bewegung. In diesem Projekt werden in wöchentlichen Gruppenschulungen Qi-Gong-Übungen für Kinder, gemeinsam mit ihren Erzieherinnen im INA.KINDER.GARTEN Bülowstraße angeboten. Das Projekt ist gut in das Familienzentrum eingebunden. Die Qi-Gong-Lehrerin qualifizierte zusätzlich die Erzieherinnen, damit die Methode nachhaltig in der Kita verankert werden kann, auch wenn das Projekt nicht mehr finanziert sein wird.

Die positive Einstellung der Erzieherinnen zur Methode Qi-Gong wirkte sich unmittelbar auf die Arbeit in den Gruppen mit den Kindern aus. Wie auch im Vorjahr konnten im Verlauf eines Vormittags zwei Kindergruppen an je 10 Terminen am Angebot teilnehmen. Wenn die Übungseinheit abgeschlossen ist, erhalten die Kinder ein Zertifikat. Auch die Eltern sind einbezogen, zur Zertifikatsverleihung werden sie zu einem kleinen Drachenfest eingeladen.. Durch das stetige Üben der wohltuenden und interessanten Bewegungen und dem Nachspüren ihrer Körperimpulse erleben die Kinder eine wahrnehmbare Verbesserung ihrer Selbstwirksamkeit, ihrer Selbstregulationskompetenz, Die Erzieherinnen nehmen deutlich sichtbare Verhaltensänderungen wahr. Sie integrieren regelmäßig kleinere Übungseinheiten in den Kitaalltag. Dadurch entstand die Idee, weitere praktische Anleitungen für den Alltag zu sammeln und zu publizieren. Ein Heft mit Übungen „Der Atembaum verwandelt sich“ wurde mit Projektgeldern aus dem Projekt.

Eine weitere Methode zur frühen Förderung sozial-emotionaler Fertigkeiten: Sozial-emotionales Lernen wird in diesem Rahmen vermittelt. Das Programm führt ein ausgebildeter Trainer durch. Es zielt auf Fähigkeiten ab, die Kinder entwickeln sollten: Selbstbewusstsein, Umgang mit den eigenen Emotionen, Empathie, Motivation und Sozialkompetenz. Die in der Kindertagesstätte Bülowstraße angebotene Methode nimmt die Beziehungsentwicklung innerhalb der Familie in den Mittelpunkt und hat einen positiven Einfluss auf die generelle Entwicklung der Sozialkompetenzen der Kinder. Es beteiligen sich jeweils Kinder im Kindergartenalter mit ihrem Vater oder ihrer Mutter.

Wegen des erfolgversprechenden Ansatzes des Gesamtprojektes ist die weitere Förderung bereits bis Ende 2016 sicher gestellt.

Betriebliches Gesundheitsmanagement
Das Projekt GINA (Gesundheit bei INA.KINDER.GARTEN) wurde im Jahr 2014 mit Interventionen in den Kitas durch externe Trainer weitergeführt. Wir erhielten Zuschüsse der Krankenkassen TK und DAK mussten jedoch auch Eigenanteile erbringen. Der Projektverlauf ist sehr positiv und es gab mehr Interesse an aktiver Unterstützung seitens der Kitas, als wir geplant hatten. Deshalb haben wir für den verbleibenden Projektzeitraum bis Ende 2015 eine zusätzliche Förderung in Höhe von 75.000 Euro beantragt und erhalten.

Interventionsthemen, die gewünscht und bearbeitet wurden, waren: Arbeitsplatzbe-ratungen die mit Ergonomieberatungen einhergingen. Eine Kita führte einen Workshop zum „Umgang mit erkrankten Kindern“ gemeinsam mit Eltern. durch. Weitere Themen von Workshops waren Kommunikation, Teaminteraktion und Zielfindung sowie Teamentwicklung. In anderen Einrichtungen wünschten sich die Erzieher/innen ein Resilienztraining oder einen Workshop zur Entspannung im Alltag. Ein Team führte eine Alltagsanalyse im Rahmen der Intervention durch.

Besonders positiv wird von allen Seiten der partizipativ geprägte Ansatz und die bedürfnisorientierte Themenentwicklung und -anpassung je Kita und Team wahrgenommen. Künftig wird es wichtig sein, die Haltung zu Gesundheit und Gesundheitsförderung und das Verantwortungsbewusstsein für die eigene Gesundheit weiter zu stärken.

Gesunde Ernährung bildet einen Schwerpunkt innerhalb unseres Gesundheits- managements. Im April 2014 wurde das Mittagessen in sechs Kindertagesstätten von INA.KINDER.GARTEN durch einen Auditor der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. bewertet. Um das FIT-KID-Zertifikat zu erreichen, werden drei Qualitätsbereiche evaluiert:
  • Lebensmittel: Die Lebensmittel und Speisen werden optimal für 4 Wochen ausgewählt
  • Speiseplanung und –herstellung: Der Speiseplan wird für die Eltern ausgehängt und der Speiseplan für die Kinder mit Bildern oder ausgestellten Lebensmitteln dargestellt. Die Eltern erhalten Informationen zum Ernährungskonzept und auf Wunsch Rezepte für Zuhause.
  • Lebenswelt: Die Rahmenbedingungen wie die Essatmosphäre und Essenszeiten werden optimal gestaltet.

Von den sechs auditierten Kitas sind zwei bereits re-zertifiziert worden. Alle sechs haben die Zertifizierung erfolgreich bestanden. Wir blicken mit Stolz auf das Engagement der Köchinnen und Köche, die das Essen für die Kinder abwechslungsreich und gesund zubereiten. Alle 18 Kindertagesstätten haben im dritten Jahr der Zertifizierung den Prozess nach FIT KID durchlaufen. Im nächsten Jahr wird das Audit wieder in sechs Einrichtungen begonnen.

Die für das Gesundheitsmanagement Verantwortliche bildet nicht nur die Köchinnen und Köche regelmäßig fort. Gemeinsame Fortbildungen der Küchenfachkräfte und der pädagogischen Fachkräfte von INA.KINDER.GARTEN wurden im Jahr 2014 angeboten. Die pädagogischen und die küchenfachlichen Anforderungen, die der Qualitätsstandard für die Kita-Mittagsverpflegung nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) erfordert, stehen im Mittelpunkt. Die Teams führten eine Stärken-Schwächen-Analyse für die eigene Kita durch und erarbeiteten anschließend Umsetzungsbeispiele für die Praxis.

Die Fortbildung motiviert alle Beteiligten, künftig noch enger und unter Beteiligung der Kinder zusammenzuarbeiten. Ausgehend von den Qualifizierungsinhalten entwickelten die pädagogischen Fachkräfte die Idee, mit den Kindern saisonale Lebensmittel zu kaufen und ggf. im Garten anzupflanzen um zu überprüfen, ob und wie aus Gemüse Farben hergestellt werden können. Die Färbergärten, die in einigen Gärten von INA.KINDER.GARTEN angelegt wurden, unterstützen das Vorhaben. Diese Fortbildungen unterstützen das Ziel, unseren Ernährungsstandard nicht nur in der Küche, sondern auch in der Pädagogik stärker zu vereinheitlichen und die Mahlzeiten als Lern- und Erfahrungsort für die Kinder noch gesünder und bewusster zu gestalten.

Zur gesunden Ernährung trägt auch die im Jahr 2014 begonnene Zusammenarbeit mit der Kochwiese bei. Das Projekt Kochwiese vernetzt Bio-Bauern mit INA.KINDER.GARTEN. Verschiedene Bio-Bauern des Berliner Umlands liefern Obst und Gemüse an eine zentrale Stelle in Berlin, die durch Kochwiese an die Kitaküchen verteilt werden. Dadurch können wir den Bio-Anteil in unseren Mittagsgerichten erhöhen, gleichzeitig wird die nachhaltige Landwirtschaft der Region unterstützt. Zur Nachhaltigkeit trägt auch bei, dass lange Lieferwege entfallen und die Lebensmittel in Berlin zum Teil mit Lastenfahrrädern ausgeliefert werden können. Der nächste Schritt ist bereits geplant, sowohl die Köchinnen und Köche als auch Kindergruppen werden die beteiligten Höfe besuchen, um die Böden, die Anbaumethoden und die Pflanzenvielfalt kennenzulernen. Erste Kontakte zwischen den Köchinnen und Biobauern in Berlin gab es bereits im Jahr 2014.

Konzeptionell wird nachhaltige Bildung und Erziehung im INA.KINDER.GARTEN Habersaathstraße bearbeitet. Als Mitglied im Netzwerk "Kinder-Garten im Kindergarten – Gemeinsam Vielfalt entdecken" nahmen die Fachkräfte im Jahr 2014 an Workshops des Bundesprojektes teil. Durch die Mitarbeit im Projekt hat die Kita das Ziel entwickelt, Ideen für die Gartengestaltung und die pädagogische Umsetzung des Themas "Biologische Vielfalt" im Kindergarten umzusetzen. Der pädagogische Schwerpunkt der Kindertagesstätte, naturnahe Bildung und Erziehung, kann dadurch weiter entwickelt werden. Bereits umgesetzt wurden Waldtage und ein naturnaher Garten, in dem die Kinder säen, pflanzen und ernten können. Auch Tiere sollen künftig dazu gehören. Die Besuche mit der Kochwiese auf Bio-Bauernhöfe ergänzen das Konzept der Kita.

Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung
Die Kindertagesstätte Neue Steinmetzstraße war auch im Jahr 2014 am Projekt von Kinderwelten „Inklusion in der Praxis von Krippen und Kitas“ beteiligt. Das Projekt wurde im Dezember 2014 erfolgreich abgeschlossen.

Im Jahr 2014 schrieb das DECET Netzwerk, dem auch INA.KINDER.GARTEN angehört, einen offenen Brief an die EU-Kommission. In diesem Brief wird auf die Folgen der Gewalt, die Gazas Kinder durch den israelischen Staat und die Hamas erleben, für ihr ganzes Leben hingewiesen wurden.

Externe und interne Evaluation
In der Qualitätsvereinbarung vom Januar 2006 zwischen Senatsverwaltung und Trägerverbänden ist formuliert, dass jede Kindertageseinrichtung im Land Berlin ihre pädagogische Konzeption intern evaluiert. Dieser Verpflichtung sind im Jahr 2014 die Einrichtungen von INA.KINDER.GARTEN nachgekommen.

Die Kitas Finchleystraße, Granitzstraße, Prenzlauer Berg und Seestraße wurden 2014 extern evaluiert.

Darüber hinaus haben die folgenden Kitas diese Aufgabenbereiche intern evaluiert:
  • Augustenburger Platz: „Das Kita-Team schafft ein angenehmes und anregendes Lernumfeld für gesundes und genussvolles Essen“ (trägereigene Qualitätskriterien)
  • Brüsseler Straße: „Das Kita-Team schafft ein angenehmes und anregendes Lernumfeld für gesundes und genussvolles Essen“ (trägereigene Qualitätskriterien)
  • Bülowstraße: Beginn der Arbeit als Familienzentrum, Leitungswechsel etc.
  • Dresdener: Konzeptioneller Grundsatz 8 des Situationsansatzes „Im täglichen Zusammenleben findet eine bewusste Auseinandersetzung mit Werten und Normen statt. Regeln werden gemeinsam mit Kindern vereinbart.“
  • Finchleystraße: externe Evaluation und Aufgabenbereich 5 BBP „Erzieherinnen beobachten und Dokumentieren kindliche Bildungsprozesse.“
  • Flurweg: Konzeptioneller Grundsatz 7 des Situationsansatzes „Erzieherinnen unterstützen Kinder in ihrer Selbständigkeitsentwicklung, indem sie ihnen ermöglichen, das Leben in der Kindertageseinrichtung aktiv mit zu gestalten.“
  • Frankenstraße: Aufgabenbereich 3 BBP „Erzieherinnen und Kinder setzen sich in Projekten zielgerichtet mit der Lebensrealität der Kinder auseinander.“
  • Granitzstraße: externe Evaluation
  • Grüntaler Straße: „Das Kita-Team schafft ein angenehmes und anregendes Lernumfeld für gesundes und genussvolles Essen“ (trägereigene Qualitätskriterien)
  • Habersaathstraße: „Das Kita-Team schafft ein angenehmes und anregendes Lernumfeld für gesundes und genussvolles Essen“ (trägereigene Qualitätskriterien)
  • Lüneburger Straße: Aufgabenbereich 8 BBP „Das Team gestaltet die Zusammenarbeit und die Kommunikation in der Kindertagesstätte nach demokratischen Grundprinzipien.“
  • Markgrafenstraße: Aufgabenbereich 2 BBP „Erzieherinnen unterstützen Kinder, ihre Phantasie und ihre schöpferischen Kräfte im Spiel zu entfalten und sich die Welt in der ihrer Entwicklung gemäßen Weise anzueignen“
  • Neue Steinmetzstraße: Aufgabenbereich 7 BBP „ Die Kita erleichtert den Kindern den Übergang in die Grundschule“
  • Prenzlauer Berg: Aufgabenbereich 8 BBP „Das Team gestaltet die Zusammenarbeit und die Kommunikation in der Kindertagesstätte nach demokratischen Grundprinzipien.“
  • Preußstraße: externe Evaluation und Konzeptioneller Grundsatz 11 des Situationsansatzes „Räume und ihre Gestaltung stimulieren das eigenaktive und kreative Tun der Kinder in einem anregungsreichen Milieu.“
  • Rosenheimer Straße: Aufgabenbereich 4 BBP „Räume und ihre Gestaltung bieten vielseitige Bildungsmöglichkeiten.“
  • Seestraße: externe Evaluation und „Das Kita-Team schafft ein angenehmes und anregendes Lernumfeld für gesundes und genussvolles Essen“ (trägereigene Qualitätskriterien)
Das Berliner Bildungsprogramm liefert seit 2004 die verbindliche Grundlage der fachlichen Arbeit in der Berliner Kindertagesbetreuung. Es wurde im Jahr 2014 überarbeitet und aktualisiert. Beide Geschäftsführerinnen von INA.KINDER.GARTEN waren an der Erarbeitung der Neufassung des Bildungsprogramms beteiligt. Die Kitaleiterinnen wurden umfassend zu den Veränderungen im BBP geschult. Als Multiplikator/innen vermitteln sie ihren Teams die aktualisierten Inhalte.

Arbeit an der Trägerkonzeption
Im Jahr 2014 fanden zu Jahresbeginn erneut drei Workshops mit allen Kitaleitungsteams statt. Die Workshops waren im Jahr 2015 regional gegliedert, jeweils sechs Kitateams tagten mit den Geschäftsführerinnen, leitenden Mitarbeiterinnen und einer externen Moderatorin.

Am 1. Januar 2014 bestand INA.KINDER.GARTEN 10 Jahre. Die Workshops boten Gelegenheit, Rückblick auf die Entwicklung in den letzten 10 Jahren zu nehmen und voraus zu blicken. Ziel war weiterhin, das gemeinsame Führungsverständnis zu klären und zu konkretisieren. Zuvor stand jedoch die Überprüfung des Leitbildes von INA.KINDER.GARTEN auf seine Zukunftsfähigkeit an. Das Leitbild wurde geringfügig geändert und die neue Fassung wurde verabschiedet.

Hauptbestandteil der Workshops war die gemeinsame Definition des Führungsverständnisses und der Beginn der Arbeit an einem Führungsleitbild. Am Ende des dritten Workshops stand ein Entwurf, der während einer späteren Arbeitsbesprechung der Kitaleitungen beschlossen wurde. Dieser Entwurf wurde allen Kitateams vorgestellt und diskutiert. Im Januar konnte der Entwurf verabschiedet werden und ist Teil der Trägerkonzeption..

Das Jahr 2014 war von der Erarbeitung des Kinderschutzkonzeptes INA.KINDER.GARTEN geprägt. In diesem Rahmen ist, neben der Konzeption, eine ausführliche Handlungsanweisung entstanden. Auch das Thema Partizipation und Beschwerdemanagement für Kinder wurde von einer Arbeitsgruppe bearbeitet. Die Fachkräfte in den Kitas unterschreiben nun eine persönliche Erklärung zum Kinderschutz, in der bezugnehmend auf Inhalte des Trägerleitbildes die Rechte der Kinder und das Verhalten der Fachkräfte, auch untereinander, zum Thema gemacht werden.

Die handlungsleitende Konzeption Kinderschutz behandelt in Kapitel 7 die Sicherheit in der Kita. Die Kitateams haben diesen Punkt in ihren jeweiligen pädagogischen Konzeptionen aufgegriffen und beschrieben.

Ausgewählte Beispiele aus den Kitas zum Thema musische Bildung und Erziehung:
Im INA.KINDER.GARTEN Prenzlauer Berg stand während der ersten Jahreshälfte 2014 das Thema „Die Zauberflöte“ von W. A. Mozart für alle Kinder auf dem Programm. Der Höhepunkt, die Aufführung der Oper, gipfelte auf dem Sommerfest. Das Bühnenbild, das Eltern-Orchester und fast 200 darstellende Kinder im Alter von einem bis zu sechs Jahren haben zauberhafte Momente für Jung und Alt geschaffen. Für die künstlerische Leitung der Oper waren Frederike Nöhring und Jörg Kopec-Nöhring vom Theater RosenRot verantwortlich. Beide unterstützen die Erzieherinnen durch musikalische Früherziehung in den Gruppen und begleiten die Kinder schon lange. Zahlreiche Eltern, Kinder und geladene Gäste konnten den Kindern zuschauen, wie sie mit Musik, Tanz und Schauspiel eine gelungene Mozart-Oper aufführten. Manche Kinder waren aufgeregt, andere Kinder ganz gelassen bei dem Stück, aber alle machten es gut und bewiesen Textsicherheit.

Der INA.KINDER.GARTEN Brüsseler Straße probte mit dem ATZE Musiktheater. Zwei Gruppen, insgesamt 30 Kinder, begaben sich auf eine Reise durch die Welt. Unter Wasser kämpfen sie gegen riesige Wellen an, treffen auf Seegras, (Hai-)Fische, Muscheln, Seesterne und Krabben. Endlich gelangen sie wieder an Land. Doch auf dieser geheimnisvollen Insel gibt es eine geheimnisvolle Stadt, mit geheimnisvollen Häusern. Aber am geheimnisvollsten sind die komischen Wesen die dort leben und auch noch Musik machen. - Die Abenteuer wurden auf dem Kita-Sommerfest präsentiert.

Das Kitaprojekt wurde im Rahmen der TUKI-Partnerschaft 2013/14 mit dem ATZE Musiktheater durchgeführt. TUKI ist ein Partnerschaftsmodell zwischen Kitas und Theatern für Kinder, das sich zur Aufgabe gemacht hat, die kindliche und frühkindliche kulturelle Bildung in Berlin nachhaltig zu stärken.

Ganz anders, aber ebenfalls mit hoher musikalischer Qualität, verabschiedeten sich die ältesten Kindergartenkinder aus dem INA.KINDER.GARTEN Seestraße. „Komm Karlineken“; eine Revue im Kindergarten wurde mit Berliner Gassenhauern aufgeführt. Die Revue zeigte musikalisch welche Abenteuer Augen erleben können. Die Revue wurde anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Augen-Abenteuer Berlin“ aufgeführt. Im Jahr 2014 beschäftigten sich die Kinder mit der Funktionsweise ihrer Sehorgane. Die Kinder besuchten mit ihren Erzieherinnen Berliner Sehenswürdigkeiten und zeichneten sie so, wie sie diese mit ihren Augen wahrgenommen haben. So werden künstlerische Akzente gesetzt. Jedes Jahr führt Dr. Helmut Hoffmann ehrenamtlich im Rahmen von „Prävention auf neuen Wegen – Kunst und Medizin“ mit den ältesten Kindergartenkindern ein umfangreiches Projekt zu medizinischen Themen durch. Die Kinder erhalten nicht nur Wissen über die Vorgänge in ihrem Körper, sondern setzen das Wissen auch künstlerisch und mit hoher Qualität um.

Und 2014 war auch das Jahr der Fußballweltmeisterschaft:
Sowohl im Kindergarten der Tochtergesellschaft INA.KINDER.GARTEN Südwest als auch in den Berliner Kindertagesstätten fanden Fußballturniere statt.

Personalmanagement

Tarifvertrag
Die Entgelttabelle des Tarifvertrages wurde von der GEW turnusgemäß zum 31.8.2014 gekündigt. Beim ersten Verhandlungstermin Mitte September boten wir ab September, also ab Ende der Laufzeit, für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter genau die Erhöhung von 3,47 Prozentpunkten an. Diese Erhöhung ist im Kostenblatt für Berliner Kitas für das pädagogische Personal vorgesehen. Die Gewerkschaft stellte überraschend den gesamten Tarifvertrag in Frage und wollte auf den Tarifvertrag der Länder umstellen. Beim zweiten Verhandlungstermin im November forderte die Gewerkschaft eine Gehaltserhöhung von 10 Prozent. Als Arbeitgeber boten die Geschäftsführerinnen eine Einmalzahlung von 300 € an, darüber hinaus die dynamische Bindung der Entgelttabelle an die Tariferhöhungen im Öffentlichen Dienst für die Jahre 2015, 2016 und 2017 – soweit diese durch das Kostenblatt zur Finanzierung der Kindertagesstätten in Berlin abgesichert sind.

Nachdem sich abzeichnete, dass es keine schnelle Einigung mit der Gewerkschaft geben wird, boten wir allem Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an, in Erwartung eines Tarifergebnisses eine Erhöhung von 3 Prozent rückwirkend ab September zu zahlen Es gilt die Einschränkung, dass die Zahlung mit der zu erwartenden Tariferhöhung verrechnet wird. Mehr als 60 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nahmen das Angebot an. In Folge rief die Gewerkschaft zu einem Warnstreik für drei Stunden im Dezember auf. Ein Tarifabschluss konnte im Jahr 2014 nicht erreicht werden.

Basisqualifizierung im Situationsansatz
Die Aufstiege in die zwei nächsthöheren Gehaltsstufen sind laut Tarifvertrag in den ersten drei Jahren abhängig vom Kurs „Spezialist/in für Bildungsprozesse im Situationsansatz“. Die 21-tägige Fortbildung wird in sieben Modulen durchgeführt.

In der Regel besuchen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Fortbildungen individuell. Wir bieten zweimal jährlich die sogen. Basisbausteine eins bis drei an und auch in den Modulen vier, fünf und sechs wird zweimal jährlich fortgebildet. Das Abschlussmodul sieben wird ebenfalls zweimal pro Jahr angeboten. Insgesamt wurden im Jahr 2014 fünfzehn Module der Zertifikatsweiterbildung durchgeführt an denen 178 Fachkräfte beteiligt waren.

Teilweise entschließen sich Kita-Teams, die Qualifizierung oder einzelne Bausteine der Fortbildung gemeinsam zu absolvieren. Dafür werden dann Team-Weiterbildungstage verwendet. Im Jahr 2014 haben sich 15 Erzieherinnen und Erzieher aus dem INA.KINDER.GARTEN Frankenstraße entschieden, den Abschluss der trägereigenen Zertifikatsweiterbildung gemeinsam in der Kita durchzuführen. Vor einer kleinen Fachöffentlichkeit präsentierten sie Aspekte aus ihren Abschlussarbeiten. Die interessanten und inspirierenden Themen reichten von Projektarbeit mit den jüngsten Kindern über die fachliche Auseinandersetzung mit Beobachtungsinstrumenten bis hin zur sehr persönlichen Beschäftigung mit eigenen Lebenserfahrungen und deren Bezug zur pädagogischen Arbeit.

Im Juni haben fünf Erzieherinnen aus vier Kitas ebenfalls die Zertifikatsfortbildung mit einem Leistungsnachweis abgeschlossen. Themen der Präsentationen waren die theoretischen Dimensionen des Situationsansatzes Gleichheit und Differenz, Lebensweltorientierung und Partizipation.

Qualifizierungsprogramm für Leitungskräfte
INA.KINDER.GARTEN bietet für seine Kitaleitungen eine Zertifikatsfortbildung an. Erstmalig begonnen im Jahr 2013, wurde diese im Jahr 2014 abgeschlossen.

Dr. Elke Heller, Expertin für den Situationsansatz, hat für INA.KINDER.GARTEN die Qualifizierung konzipiert. Sie basiert auf dem Trägerkonzept Situationsansatz und bereitet im Rahmen des Traineeprogramms zukünftige Leitungskräfte gezielt auf die komplexen Aufgaben als Führungskräfte in unseren Kindergärten vor. Leiterinnen und Leitern von Kindereinrichtungen kommt in der Sicherung und Weiterentwicklung der pädagogischen Qualität der frühkindlichen Entwicklungs-und Bildungsprozesse eine besondere Schlüsselrolle zu. Von ihrer Haltung, ihrem Führungsstil und ihrem Aufgabenverständnis hängt ab, wie sich die Teamarbeit entwickelt, wie in der Kita der Umgang miteinander gepflegt wird, wie sich das Verhältnis zu den Kindern und ihren Familien darstellt und welche Bildungskultur geschaffen wird.

Diese Fortbildung haben vier Trainees und elf Leiterinnen und Co-Leitungen mit der Präsentation ihrer schriftlichen Facharbeiten abgeschlossen. Die Themen waren vielfältig: Wie kann die Kitaleitung den Herausforderungen begegnen, die sich aus der zunehmenden Personalfluktuation ergeben? Vor welchen Aufgaben steht sie bei der Einarbeitung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter? Wie setzt die Leitung ihre Kontrollaufgabe um? Wie gewinnt sie das Erzieherteam für ein neues Profil der Einrichtung als naturnahe Kita? Wie lässt sich zweisprachige Bildung und Erziehung mit Muttersprachlern bei kulturell unterschiedlichem Bildungsverständnis realisieren? Und wodurch kann die Leitung zur Gesunderhaltung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beitragen?

Die Qualifizierung wird künftig jährlich durchgeführt werden.

Berufsbegleitende Ausbildung
Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, qualifizieren wir berufsfremde Mitarbeiter/innen zur/zum Erzieher_in. Die Schulkosten trägt INA.KINDER.GARTEN. Im Jahr 2013 haben 10 Personen die Ausbildung mit der staatlichen Anerkennung abgeschlossen. Neu mit der Ausbildung begonnen haben im Jahr 2014 sieben Mitarbeiter/innen. Außerdem startete in diesem Jahr ein gefördertes Projekt der berufsbegleitenden Ausbildung – EGA. Die Mitarbeiter_innen erhalten zwei Jahre Vollzeitförderung von der Agentur für Arbeit, im dritten Jahr erhalten sie einen Arbeitsvertrag von INA.KINDER.GARTEN und werden finanziert. Aktuell befinden sich 18 Mitarbeiter_innen in berufsbegleitender Ausbildung.

Nach wie vor haben die zukünftigen Erzieher/innen oder Mitarbeiter_innen in berufsbegleitender Ausbildung die Möglichkeit einen dreitägigen Schnupperkurs zum Situationsansatz zu absolvieren. Dabei sollen sie den Situationsansatz als Trägerkonzept besser kennen lernen und exemplarisch in die Tiefe gehen, um ihr pädagogisches Handeln zu reflektieren. Der Einführungskurs bietet einen ersten Einstieg in die Arbeit mit dem Ansatz und soll den Mitarbeiter_innen ermöglichen, sich schnell in der Praxis zurechtzufinden. 14 zukünftige Fachkräfte und Quereinsteiger haben diese Möglichkeit im Jahr 2014 genutzt.

Bewerbertag
Der Fachkräftemangel war auch im Jahr 2014 zu spürbar, obwohl wir uns freuen, dass die Fluktuationsrate rückläufig ist. Deshalb führten wir im Februar 2014 zum zweiten Mal einen Bewerbertag durch. Einladungen erhielten die Absolventen der Abschlussklassen der Berliner Fachschulen für Erzieher und die Absolventen der Hochschulen für angewandte Wissenschaften in den entsprechenden Studiengängen in Potsdam und Berlin. Ziel war, INA.KINDER.GARTEN als attraktiven Arbeitgeber kennenzulernen. Alle achtzehn Kitas präsentierten sich mit einem Stand und stellten sich und ihre Arbeit vor.

Außerdem beteiligte sich die Personalabteilung an der Trägermesse des Parität-ischen Wohlfahrtsverbands Berlin in der Ruth-Cohn-Schule, OSZ Sozialwesen mit einem Informationsstand. Eine Mitarbeiterin der Personalabteilung und eine der Trainees für Co-Leitungsaufgaben kamen mit Erzieherschüler_innen vor allem zu Themen wie Berufseinstieg, Fortbildungs- und Karrieremöglichkeiten sowie zu den vertraglichen Rahmenbedingungen ins Gespräch. Auch an der Alice-Salomon-Hochschule und der Katholischen Hochschule präsentierte sich der Arbeitgeber INA.KINDER.GARTEN.

Männer
Im Jahr 2014 konnten den Anteil männlicher Fachkräfte für die pädagogische Arbeit bei 10 Prozent stabilisieren. Leider konnten wir unser selbstgestecktes Ziel, die Männerquote in den Kitas auf 15 Prozent zu steigern, bisher nicht erreichen.

Fortbildungen
Dem Thema Kinderschutz widmet INA.KINDER.GARTEN nach wie vor breite Aufmerksamkeit. In jeder Kindertagesstätte soll eine „insofern erfahrene Kinderschutzfachkraft“ tätig sein. Im Jahr 2014 wurde eine weitere Kinderschutzfachkraft ausgebildet, damit haben wir zwölf insofern erfahrene Fachkräfte qualifizieren lassen, weitere Fortbildungen werden im Jahr 2015 abgeschlossen. Die Fachkräfte unterstützen nicht nur in der eigenen Kita, sondern beraten kollegial auch die anderen Einrichtungen. Deshalb haben wir inzwischen ein tragfähiges Netz aufgebaut, die Gruppe trifft sich In regelmäßigen Abständen und formuliert das Trägerkonzept und den Handlungsleitfaden „Kinderschutz“.

Damit auch Leitungskräfte, die in wenigen Jahren ausscheiden werden und die leitenden Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle gut über Fragen des Kinderschutzes informiert sind und ggf. beraten können, haben wir im Dezember 2014 eine zweitägige Fortbildung mit Herrn Professor Maywald vom Kinderschutzbund durchgeführt. Daran nahmen insgesamt 17 Personen, u.a. auch die beiden Geschäftsführerinnen, teil.

Traineeprogramm
Bei unseren Kitaleiter/innen legen wir Wert auf umfassende Kompetenzen für die komplexe und anspruchsvolle Leitungs- und Managementaufgabe. Mit Blick auf die Altersstruktur des Leitungspersonals bilden wir Nachwuchskräfte aus. Im Jahr 2013 haben wir ein Traineeprogramm für Leitungsaufgaben entwickelt. Auch im Jahr 2014 haben wir wieder fünf neue Trainees eingestellt. Alle Trainees beginnen das Programm mit einem gemeinsamen Willkommenstag. Hier lernen sie ihre Anleiterinnen und Mentorinnen kennen und können untereinander erste Kontakte knüpfen. Im Anschluss startet jeder Trainee in seiner ersten Einsatzstelle und wechselt dann regelmäßig den Einsatzort. Die Trainees werden verschiedene Kitas und Arbeitsabläufe aus der Perspektive von Erziehern und Leitung kennenlernen. Die regelmäßigen Kitawechsel tragen zudem dazu bei, sich ein tragfähiges Netzwerk aufzubauen. Darüber hinaus finden monatliche Trainee-Feedbackrunden statt, bei denen die Trainees aktuelle Themen diskutieren und abstimmen können. Zur Stärkung der fachlichen, sozialen und persönlichen Kompetenzen nehmen die Trainees an verschiedenen Seminaren teil.
Die Erfahrungen der Jahre 2013 und 2014 haben wir aufgegriffen und konzeptionell bearbeitet. So wurde die Aufgabe der Anleiterinnen und Mentorinnen beschrieben und mit allen Trainees und Leitungskräften besprochen. Regelmäßig haben wir das Traineeprogramm und die Ergebnisse der Arbeit in den Besprechungen mit den Kitaleitungen thematisiert und reflektiert.

Praktikanten
Alle Kindertagesstätten von INA.KINDER.GARTEN stehen als Praktikumsstätten zur Verfügung, gleiches gilt auch für die Geschäftsstelle.
Im Jahr 2014 wurden verbindliche Absprachen mit der Karel de Grote Hochschule zur Aufnahme von Praktikanten aus Antwerpen/Belgien getroffen. Die Praktikant_innen studieren im Bachelor-Programm für Kleinkindpädagogik (Pedagogie van het Jonge Kind). Die Ausbildung basiert auf theoretischen Inhalten, ist aber gleichzeitig stark auf die Praxis ausgerichtet. Darüber hinaus liegt ein Schwerpunkt der Ausbildung auf der Zusammenarbeit im Team; so befassen sich die Studierenden mit Kita als lernende Organisation und erwerben Coaching-Kompetenzen. Das Praktikum von vier Monaten Dauer kann im Ausland absolviert werden. Die Flämisch und Französisch sprechenden Studierenden sind uns besonders in unseren beiden zweisprachigen Kitas Preußstraße und Lützowstraße willkommen. Aber mit Hilfe von Deutsch- und Englischkenntnissen ist ein Praktikum auch in anderen Kitas möglich.

Zwei Jahrespraktikantinnen einer niedersächsischen Fachschule für Erzieher_innen haben ihr Anerkennungsjahr in den Kindertagesstätten Habersaathstraße und Grüntaler Straße im September 2014 begonnen. Im Jahr 2015 werden sie ihre Ausbildung zur Erzieherin abgeschlossen haben. Wir sind glücklich über diese Kooperation, da wir in Folge ausgebildete Fachkräfte gewinnen können, die bereits eingearbeitet sind. Die Kooperation soll fortgesetzt werden.

Bau- und Facility-Management

Der Sanierungsplan der für die bauliche Erneuerung und Verbesserungen in/an den Gebäuden aufgestellt wurde, enthält fortlaufende Instandhaltungen und Erneuerungen an Dach und Fach. Die Investitionen führten jeweils zu einer wesentlichen Verbesserung der baulichen Substanz der Kindertageseinrichtungen. Allerdings besteht ein erheblicher Sanierungs- und Instandhaltungsbedarf, für den die gebildeten Rücklagen nicht ausreichend sind.

Im Jahr 2014 wurden an folgenden Einrichtungen größere Umbauten durchgeführt:

Neubau Krippe Kita Finchleystraße
Der Neubau eines Krippengebäudes mit 40 Plätzen auf dem Gelände der Kindertagesstätte Finchleystraße wurde im Dezember 2014 abgeschlossen. Das Gebäude hat insgesamt 1.270 TEUR gekostet, davon erhielten wir aus dem Programm für Kinder unter drei Jahren 867 TEUR. Den Rest der Summe haben wir aus den Rücklagen, die dafür gebildet wurden, aufgebracht.

Gutachten ergaben, dass die Substanz des bisherigen Kitagebäudes nicht sanierbar ist. Das Haus muss abgerissen werden. Deshalb haben wir im Lauf des Jahres die Kinderzahl von 100 Plätzen auf 75 Plätze reduziert. Diese Reduzierung wird fortgesetzt, bis die Platzzahl von 40 für Kinder bis drei Jahre erreicht ist. So lange bleiben die temporäre Gruppenräumen und das neue Gebäude mit einem gemeinsamen Eingangscontainer verbunden.

Wir beabsichtigen, einen zweiten Bauabschnitt zu errichten und bilden dafür Rücklagen. Vorbereitende Maßnahmen zum Weiterbauen eines zweiten Bauabschnitts kosteten im Jahr 2014 bereits 80 TEUR.

Kita Bülowstraße
In der Kita Bülowstraße wurden im Jahr 2014 weitere Sanitärräume saniert. Die Bädersanierung haben wir im Jahr 2013 begonnen. Die Kosten betrugen 120 TEUR. Es standen keine Fördermittel zur Verfügung.

Die Situation im Umfeld der Kindertagesstätte ist unhaltbar, weil Schmutz und Ratten den Zugangsbereich immer unattraktiver für Eltern und Besucher machen. Deshalb werden seit Mai 2014 Gespräche mit der Hausverwaltung GEWOBAG geführt, auch unter Einbeziehung des Jugendamtes Tempelhof-Schöneberg. Diese Gespräche führten bisher zu keinen Ergebnissen oder Verbesserungen der Situation.

Kita Seestraße
Eine Auflage der Veterinär- und Lebensmittelaufsicht bedeutete für uns, dass wir die Küche der Kindertagesstätte im Jahr 2014 umfassend erneuern und umbauen mussten. Dafür waren keine Rücklagen geplant worden. Der Verpflichtung sind wir trotzdem nachgekommen und haben an das Gebäude auch einen kleinen Raum für die Lagerung der Lebensmittel gebaut. Die Kosten in Höhe von 171 TEUR haben wir ohne Zuschüsse aufbringen müssen.

Einnahmen und Spendenaufkommen

Spenden
Für die Kindertagesstätten haben wir im Jahr 2014 Spenden ohne die Ausstellung von Spendenbescheinigung in Höhe von 17.169,39 Euro eingenommen. Darunter sind Spenden in Höhe von 892,64 Euro, die über den Bildungsspender eingenommen werden konnten.

Das Spendenaufkommen für Spenden, für die wir eine Bescheinigung ausgestellt haben, betrug im Jahr 2014 15.349,50 Euro. Darunter war eine Spende der Aktion „Bild hilft!“ in Höhe von 10.597,69 Euro für ein Spielgerüst der Kita Frankenstraße.

Die Eltern haben zielgerichtet gespendet und sich um Spenden Dritter bemüht. Eröffnet wurde die Aktion mit einer Blumenpflanzwoche im April 2014, die neben Pflanzen auch die ersten 1.000 Euro für das Klettergerüst einbrachte. Anträge an Stiftungen und Aktionen durch Eltern brachten die o.a. Zusage in Höhe von über 10.000 Euro ein. Die Geldgeber waren vom Engagement und dem Einsatz der Eltern für ihre Kita so beeindruckt, dass die den fehlenden Betrag überwiesen haben.

In der Kita Dresdener Straße konnte mit den Spendengeldern der Eltern die Auf- und Abgangsrampe im Treppenhaus umgebaut werden.

Preisgeld
Die Sparkassenfiliale am Bayerischen Platz hat aus Anlass ihres Umzuges in neue Räume einen Plakatwettbewerb unter den umliegenden Kitas und Horten veranstaltet. Die Kinder der Kita Rosenheimer Straße haben eine Kollage zum Thema „Was tut eine Bank und wofür braucht man überhaupt Geld?“ erarbeitet. Die Kunden der Bank konnten ihre Stimme abgeben und wählten das Plakat der Kita auf den ersten Platz. Den Kindern wurde ein Scheck in Höhe von 300 Euro überreicht.

Anwendung von unentgeltlicher Software
Wir wenden die Software think-cell, die uns als gemeinnützigem Unternehmen unentgeltlich zur Verfügung steht, für Tabellen und Grafiken für die betriebswirtschaftlichen Jahresgespräche zwischen Kitas und kaufmännischer Geschäftsführung an und illustrieren damit die Ergebnisse.

Prüfung des Finanzamtes im Jahr 2014
Das Finanzamt führte im Jahr 2014 eine Betriebsprüfung für die Jahre 2011 und 2012 durch und hatte keine Beanstandungen. Auf ein Abschlussgespräch konnte verzichtet werden.

Kooperationen mit Unternehmen

Auch im Jahr 2013 bestanden Unternehmenskooperationen, die zusätzliche Finanzmittel einbrachten. Das Geld kommt der Arbeit mit den Kindern zu Gute. Mit einem Ministerium wurde im Jahr 2014 ein neuer Vertrag geschlossen: Wir kooperieren inzwischen mit 14 Unternehmen / Kliniken / Forschungsinstituten / Ministerien. Die meisten Kinder innerhalb dieser Kooperationen betreuen wir für die SIEMENS AG und die Vivantes Kliniken.

Für die Charité Universitätsmedizin Berlin betreiben wir auf dem Gelände des Campus Virchow eine Betriebskindertagesstätte mit 118 Plätzen, die gegenüberliegende Kita Brüsseler Straße bietet 40 Plätze für Kinder von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Charité an. Die Kita Augustenburger Platz hat erweiterte Öffnungszeiten von 5.45 bis 20.15 Uhr, und ist an jedem zweiten Wochenende im Monat geöffnet.

Die SIEMENS AG hat im Mai 2014 eine Ausschreibung für den Betrieb ihrer ersten Betriebskita in Berlin gestartet. INA.KINDER.GARTEN hat sich beworben und ist als Träger ausgewählt worden. Die Einrichtung mit 85 Plätzen für Kinder im Alter von acht Wochen bis zur Einschulung wird im Dezember 2015 eröffnet.

Tochtergesellschaft INA.KINDER.GARTEN Südwest gGmbH

Die Kindertagesstätte für Kinder der Bediensteten an der Universität des Saarlandes arbeitete im Jahr 2014 weiter an der Konzeptionsentwicklung. Der Fokus lag besonders auf der Sprache. Die Einrichtung war am Bundesprogramm Sprache und Integration beteiligt und hatte eine halbe Stelle für eine Erzieherin zur Sprachförderung zusätzlich zur Verfügung.

Ferner ist die Einrichtung in das saarländische Landesprogramm bilinguale-bikulturelle Erziehung zur Förderung der deutsch-französischen Sprache und Kultur aufgenommen worden. Hier kann eine französischsprachige Fachkraft 30 Wochenstunden zusätzlich eingesetzt werden. Es ist gelungen, in jeder der drei Gruppen französisch- und deutschsprachige Erzieherinnen gemeinsam einzusetzen. Die Kinder werden von jeder Fachkraft in ihrer Muttersprache betreut und lernen spielerisch beide Sprachen.

Die pädagogische Konzeption der Einrichtung wurde im Jahr 2014 von einer Mitarbeiterin, die eigens für die Qualitätsentwicklung eingestellt wurde, mit dem Team diskutiert und aufgeschrieben.
Die Erzieherinnen legten in ihrer pädagogischen Arbeit mit den Kindern einen Schwerpunkt auf Erkundung der Arbeitswelt der Eltern. Regelmäßig besuchten sie die Institute und die Bibliotheken der Universität und erhielten praktische Möglichkeiten, Naturwissenschaften und Sprache auszuprobieren.

Tochtergesellschaft INA.KINDER.GARTEN Collection GmbH

Die Tochtergesellschaft INA.KINDER.GARTEN Collection hat ihr erstes vollständiges Haushaltsjahr 2014 positiv abgeschlossen.

Im Januar 2014 bestand die Möglichkeit, sich am Stand der Tischlerinnung zu präsentieren. Dazu wurde eine kleine Spiellandschaft aufgebaut, die später in einer unserer Kitas Verwendung fand. Ein Katalog und die Website sind im Jahr 2014 ebenfalls entstanden. Im Lauf des Jahres wurden Außenkontakte aufgenommen, die Aufträge eingebracht haben.

Kooperationen

Fachschule für Sozialpädagogik Pro Inklusio
INA.KINDER.GARTEN hat durch die Pädagogische Geschäftsführerin oder die Personalleiterin im pädagogischen Beirat der Schule mitgearbeitet. So konnten wir über die Ausrichtung und inhaltliche Gestaltung der Schule mitbestimmen, wo wir regelmäßig zwei Ausbildungsplätze in der berufsbegleitenden Ausbildung belegen..

KinderKünsteZentrum
Die Kooperation mit dem KinderKünsteZentrum wurde im Jahr 2014 fortgesetzt. Die pädagogische Geschäftsführerin arbeitet im Beirat des KinderKünsteZentrums mit und nimmt aktiv an den monatlichen Jour fixe des Netzwerkes frühe kulturelle Bildung teil.

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