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29. Oktober 2018

Digitale Medien in Kitas

Digitale Medien nehmen eine immer größere Rolle in der Lebenswelt von Kindern und ihren Familien ein. In der Kita kann diese mediale Lebenswelt der Kinder nicht mehr ausgeblendet werden. Medienerziehung ist daher eine neue Herausforderung für die pädagogischen Fachkräfte. Dieses Thema ist in dem vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) initiierten Programm: „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“, der Schwerpunkt im letzten Modul der begleitenden Qualifizierung.
Anfang Oktober tauschten sich die Fachkräfte für sprachliche Bildung und Leitungen aus den Sprach-Kitas, die 2016 gestartet sind, im Rahmen eines Arbeitskreises, über die Potenziale und Risiken von digitalen Medien in Kitas aus: Welche Haltung haben wir als Team zu diesem Thema? Wie viel Raum sollen digitale Medien in der Kita einnehmen? Wie können Kinder einen kompetenten Umgang mit digitalen Medien erlernen, der über das reine Bedienen von Geräten hinausgeht? In Vorträgen und Austauschphasen wurden diese Fragen diskutiert.

In dem Arbeitskreis tauschten sich die Fachkräfte nicht nur über digitale Medien unter dem Fokus der kindlichen Medienkompetenz aus, sondern auch über die Themen Videografie und Videocoaching. Videografie kann beispielsweise eingesetzt werden, um eine Situation des pädagogischen Alltags hinsichtlich ihres sprachlichen Bildungspotenzials zu beurteilen. Dabei ist es erforderlich, den Kontext, das Kind und die pädagogische Fachkraft in den Fokus zu nehmen. Der Blick auf diese drei wichtigen Punkte ist hilfreich, um differenziert einschätzen zu können, ob und inwiefern diese Situation der alltagsintegrierten sprachlichen Bildung dienlich ist. Die Intention des Videocoachings ist es, den Wahrnehmungsfokus auf Gelungenes zu richten und somit das Positive des pädagogischen Handelns der Fachkräfte ins Bewusstsein zu rücken und zu verstärken. Bereits im September näherten sich die Fachkräfte für sprachliche Bildung aus beiden Sprach-Verbünden (Start 2016 und 2017) im Rahmen eines Fachtages diesem Thema ganz praktisch. Sie produzierten kurze Stop-Motion-Filme, bestückten digitale Bücher mit Filmen, Fotos und Texten, erhielten Anregungen für Bilderbuchkinos und diskutierten über das Recht der Kinder am eigenen Bild.



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