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9. Mai 2018

Exkursion zum Ökodorf Brodowin - Öko-Lebensmitteln auf der Spur

Kitaleitungen und Küchenfachkräfte von INA.KINDER.GARTEN genossen die Exkursion zum Ökodorf Brodowin bei vollem Sonnenschein in der Schorfheide nördlich von Berlin. Viele Kitaküchen von INA.KINDER.GARTEN kaufen bereits im Sinne unseres nachhaltigen Ernährungskonzeptes Brodowin-Öko-Lebensmittel ein und konnten sich nun vor Ort von der ökologischen Herstellung überzeugen. Katja von Maltzan vom Hof Brodowin verstand es, den Teilnehmenden ihren 1400 Hektar großen Öko-Landwirtschaftsbetrieb mit lebhaften Erzählungen bei einem Rundgang über den Betrieb näher zu bringen. Wir besuchten auf dem Hof die eigene Meierei, die Kälber in „Draußenboxen“ und die Lein-Ölmühle. Mit dem Kremser fuhren wir dann noch zu den Ziegen und Lämmern und den ersten Pflanzen auf den Gemüsefeldern. Ökologische Tierhaltung ist aufwendig, die Tiere brauchen mehr Platz und Auslauf. Der Hof ist in Deutschland einer der größten Demeter-Ökolandbetriebe. Alle Demeter-Höfe betreiben die Kreislaufwirtschaft. Der Landwirt hält nur so viele Tiere wie er mit seinem Land ernähren kann.

„Eine echte Herausforderung ist es daher, jedes Jahr genügend hofeigenes Demeter-Futter für die Tiere zu ernten und in Grassilos zu bevorraten, da kein „Nichtdemeter-Futter“ zugekauft und nicht chemisch gedüngt werden darf“, betonte Katja von Maltzan. Der natürliche Dünger ist der Tier-Mist, er sorgt für eine hohe Bodenfruchtbarkeit. Deutlich wurde auch, dass ein Ökobetrieb mehr Handarbeit als ein konventioneller Betrieb aufwenden muss. Die Unkrautbekämpfung auf den Gemüsefeldern erfolgt nicht mit der chemischen Keule, sondern bei kleinen Pflanzen zunächst noch mit Trecker und Striegel später aber nur noch per Hand und Hacke. Diese umfangreiche Handarbeit führt nicht zuletzt dazu, dass das Ökodorf 125 Angestellte aus der Region ganzjährig beschäftigt.
Salate, Rote Bete, Zwiebeln, Kohlrabi, Grünkohl, Kürbis und Gurken sind nur einige von den 20 Gemüsesorten, die auf den Ökofeldern saisonal angebaut werden. Wegen des trockenen Sandbodens, müssen die Felder mit Wasser aus den umliegenden Seen bewässert werden.
Seltene Mops-Fledermäuse im Keller, Feldlärchen und Orchideenarten in Blühstreifen können dank des Ökodorfes zahlreich gedeihen, da sie vom Hof besonders geschützt werden.
Das gemeinsame Verarbeiten, Kochen und Essen der Hofprodukte rundete den Praxis-Besuch kulinarisch ab. Anja Frey vom Hof Brodowin wählte gekonnt leckere Rezepte aus: Karamellisierte Rote Bete mit Mozzarella in gebackener saisonaler Kräuterkruste auf einem Ruccola-Bett an einer Honig-Senf-Vinaigrette, Köfte-Spieße vom Brodowiner Rind an Joghurt-Minz-Soße mit Rosmarin-Kartoffeln und pikante Kräuter-Quark-Plinsen mit Leinöl und als Dessert süße Rosinen-Quarkplinsen.
Unser Fazit: Bio-Lebensmittel sind kostenaufwendiger, dafür aber umweltfreundlich produziert und gesundheitsfördernd, zudem schmecken sie auch noch sehr sehr lecker.



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